Schuhmarkt

IfH 22/06: Außerordentliches Wachstum im August

Die Umsätze im Schuheinzelhandel im August 2006 konnten sich sehen lassen, ergeben die IfH-Auswertungen.

Im August setzte sich die positive Umsatzentwicklung im Schuheinzelhandel weiter fort. Nachdem der Schuhfachhandel bereits im Juli ein Umsatzplus verzeichnen konnte, errechnete das Institut für Handelsforschung auf der Basis der Meldungen zum monatlichen Betriebsvergleich für die Branche gegenüber dem Vorjahresmonat einen nominalen Umsatzzuwachs von acht Prozent.

Unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ermittelten negativen Preisveränderung für Schuhe verbessert sich dieser Wert auf ein reales Umsatzplus von neun Prozent. Erfreulich ist bei diesen Werten, dass bereits recht gute Vorgaben aus dem letzten Jahr bestanden, als ein leichtes Plus ermittelt wurde.

Im Branchenvergleich schneidet der Schuheinzelhandel im August überdurchschnittlich ab, da in anderen Branchen teilweise ein weniger guter Umsatzverlauf festgestellt wurde, wie zum Beispiel im Sortimentsbuchhandel und bei den Juwelieren. Im August kann der Schuhfachhandel aber weiterhin nur eine negative nominale Umsatzentwicklung von minus ein Prozent für das gesamte bisherige Jahr verbuchen. Real wird das Umsatzniveau des Vorjahres erreicht, was eine Verbesserung der Jahresstaffel gegenüber dem Juli um einen Punkt bedeutet.

In der regionalen Auswertung ergaben sich im August allerdings deutliche Unterschiede in den einzelnen Bundesländern. Dabei reichte die Spannweite der Ergebnisse von unveränderten Werten bis zu starken Steigerungen.

Die Umsatzentwicklung der Betriebe in Nordrhein-Westfalen erreichte mit plus 15 Prozent eine besonders gute Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Schuhfachgeschäfte in den neuen Bundesländern lagen dagegen mit konstanten Umsätzen am unteren Ende der Skala.

Nur ein geringes Plus meldeten die Schuhfachgeschäfte in Niedersachsen mit plus zwei Prozent. Die anderen Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern und Hessen/Rheinland-Pfalz nahmen im August mit Werten von plus sechs Prozent beziehungsweise plus sieben Prozent mittlere Positionen ein. In den meisten Bundesländern hat sich mit dem positiven Umsatzverlauf im August auch das aufgelaufene Jahresergebnis verbessert, wenn auch weiterhin einige Bundesländer negative Werte im Jahresverlauf aufweisen.

Im August war bei den verschiedenen Betriebsgrößen durchgängig eine positive Tendenz erkennbar. Besonders erfolgreich fiel der Geschäftsverlauf bei den Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten mit durchschnittlich plus 18 Prozent aus, gefolgt von der Größenklasse sechs bis zehn Mitarbeiter mit plus elf Prozent im August. Die kleineren Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten erreichten ein Umsatzplus von sechs Prozent. Im Zeitraum von Januar bis August weisen die Betriebe mit elf bis 20 Beschäftigten als einzige Größenklasse einen positiven Wert auf, während die anderen Größenklassen die Vorjahreswerte weiterhin verfehlen.

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