Schuhmarkt

plw soll bestehen bleiben

Die wichtige Arbeitsmesse der Schuh- und Lederbranche soll definitiv im Herbst fortgeführt werde. Dafür gibt es klare Signale aus der Branche.12.04.07 Fred G. Schütz

"Die ‚plw -leather & more’ wird definitiv im Herbst fortgeführt”, sagt Elke Tronche, Geschäftsführerin der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Pirmasens zum Abschluss der „74. plw - leather & more” am 3. und 4. April und beendet damit vorerst Diskussionen um den Fortbestand der Messe.

Das neue Konzept, die völlig neue Gestaltung und die Konzentration auf eine Halle habe sowohl bei den Ausstellern als auch den Besuchern dieser wichtigen Fachmesse für die Schuh- und Lederbranche eine nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen.

Eine lichtdurchflutete Halle 6A, die großzügige Präsentation von Kollektionen, Texturen und Materialien sei so gut angekommen, dass Diskussionen um den Fortbestand der Veranstaltung, die zusammen mit der ebenfalls sehr erfolgreichem Ordermesse „psm – let’s show” am Wochenende zum Markenkern der Messe Pirmasens gehört, vom Tisch seien. „Die Aussagen führender Branchenvertreter haben uns klar signalisiert, dass ein Bedarf für diese beiden Messen besteht und ihr Fortbestand notwendig ist”, sagte Tronche.

Die Messegeschäftsführerin verweist beispielsweise auf die Aussagen von Klaus Kennel, Geschäftsführer von K&S, Kennel & Schmenger, Pirmasens, dass die plw - leather & more, nach wie vor „der Startpunkt für die neue Saison” sei. Franz Panhofer von Gabor habe die Messe als unverzichtbar bezeichnet. Bei gleicher Ausstellerzahl und gleicher Netto-Flächen-Belegung hatte sich die Arbeitsmesse zur modischen Orientierung der Schuhbranche nun erstmals komplett in einer Halle dargestellt. Die Frühjahrsveranstaltung zeigte mit 90 Kollektionen mit Leder, Materialien und Applikationen für die Schuhproduktion den Trendausblick bereits auf die übernächste Saison.

Durch das neue Hallenkonzept war auch das visuelle Modeforum in den Messeaufbau integriert worden. Auch die Trend-Präsentation der Expertin Elke Giese vom Deutschen Modeinstitut (DMI) sei mit ihrem neuen Standort mitten im Messe-Geschehen sehr gut platziert gewesen und von den Besuchern entsprechend goutiert worden, sagte Tronche.

Seine bereits fünfte Auflage erlebte der Designwettbewerb, der europaweit für junge Designer und Modelleure ausgeschrieben wird und dem Motto und Anspruch folgt, tragbare Modelle für Prêt-à-porter-Kollektionen für die Saison 2008 zu schaffen. Die plw – leather & more positioniere sich damit erneut als wichtiges Forum für den Designer-Nachwuchs, wie Tronche weiter ausführte.

Zum Wettbewerb sind insgesamt 73 Arbeiten aus ganz Europa eingereicht worden. Den ersten Platz und damit den mit 2500 Euro dotierten plw-Design-Preis der Stadt Pirmasens erhielt Luis Alberto Fontes Brochado vom Centro de Formacao Profissional da Industria de Calcado, Portugal, mit seinem Herrenschuh im „Gauchostyle“. Der Jury hat besonders die sehr aufwendige Verarbeitung bis ins kleinste Detail, die Nietenbesetzung am Absatz und Rahmen, die Materialwiederholung am Schaft und an der Sohle sowie die antik-gefinishten Obermaterialien gefallen.

Platz zwei belegte Manuela Pyka von der Fachhochschule Pirmasens mit ihrer Keilsandalette im Retro Sixties Style. Der Preis der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz ist mit 2000 Euro dotiert. Die Jury lobte die sehr gelungene Farbharmonie. Gefallen hat auch die Harmonie von Schaft und Boden und Farbzusammenstellung mit einem kontrastierenden silbrigen Innenfutter. Die Durchbrüche spiegeln sich in Schaft und Sohle wieder. Gewinner des Preises der Messe Pirmasens, ein Besuch der „Fashion and Fairs“ in Paris mit Besuch der Prêt à Porter und damit auf dem dritten Platz rangierte Jonas Zarate Cisneros, Schüler der Deutschen Schuhfachschule Pirmasens, mit seinem Wettbewerbsmodell „Herrensneaker”. Der Jury gefiel die technische funktionelle Ausarbeitung, das gebürstetes Obermaterial kombiniert mit textilem Material, die Ausführung ohne sichtbare Naht und den stimmigen Proportionen.

Als Termin für die Herbstveranstaltung ist der 24. und 25 September vorgesehen. Die konkrete Abstimmung findet allerdings noch in den Fachausschüssen statt. Die „psm – let’s show” wird dann voraussichtlich eine Woche später veranstaltet. 12.04.07 Fred G. Schütz

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