Schuhmarkt

Editorial 21/07: Sex im Karton

Was ist besser als Sex? Na, Schuhe natürlich. Das jedenfalls behauptet Beth Harbison in ihrem kürzlich erschienen Roman „Schuhtick“ und schildert vier Frauen auf hohen Absätzen und was ihnen das Schicksal so alles in die Schuhe schiebt. Das Buch zum Schuhtick – immerhin hätten ihn 40 Prozent der Frauen – gab es bei einem Gewinnspiel der Modezeitung Für Sie zu gewinnen, die wiederum der Gewinnerin ein lebenslanges Jahresabo von Görtz-Schuhen schenkte.

 

 

Ilona Sauerbier, stv. Chefredakteurin

Was ist besser als Sex? Na, Schuhe natürlich. Das jedenfalls behauptet Beth Harbison in ihrem kürzlich erschienen Roman „Schuhtick“ und schildert vier Frauen auf hohen Absätzen und was ihnen das Schicksal so alles in die Schuhe schiebt. Das Buch zum Schuhtick – immerhin hätten ihn 40 Prozent der Frauen – gab es bei einem Gewinnspiel der Modezeitung Für Sie zu gewinnen, die wiederum der Gewinnerin ein lebenslanges Jahresabo von Görtz-Schuhen schenkte.

Accessoires als Hauptpreis wo es früher Autos und Reisen zu gewinnen gab? Accessoires – und Taschen im speziellen – haben bei vielen Frauen inzwischen einen Stellenwert erreicht, der dem eines Autos nahekommt. Seit Jahren streichen internationale Luxuskonzerne mit It-Bags aller Art stattliche Gewinne ein. Diese heißen dann Paddington (Chloé), Muse (Yves Saint Laurent) oder Speedy (Louis Vuitton) und kosten so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen – ab 2000 Euro aufwärts. Durch limitierte Auflagen gibt es unverändert Wartelisten für diese Taschen, in die sich dollarschwere Kundinnen brav einreihen.

Jetzt hat sich der übertriebene Taschenhype allerdings etwas beruhigt. Individualität ist wieder angesagt und steht ganz oben auf der Werteskala. „Die Zeiten autoritärer Markenführung sind vorbei“, heißt es bei der Gesellschaft für innovative Marktforschung. Es muss also nicht immer ein teures Label sein. Mit der Aufschrift „I’m not a plastic bag“ auf einer Yutetasche macht die Kult-Designerin Anya Hindmarch derzeit Celebrities verrückt, die seit Wochen wiederum Schlange stehen, um das Anti-Luxuslabel zu erstehen. Individualität, Nachhaltigkeit und Wertigkeit sind Kriterien, die Taschen im Moment so erfolgreich machen.

 

Auf der ILM in Offenbach war die Taschenbranche hoch zufrieden. Taschen und passende Schuhe sind das Traumpaar schlechthin. Taschen könnten im Schuhhandel allerdings noch erfolgreicher sein, würden die Schuhprofis beherzter an das Thema ran. Taschen haben nämlich noch einen Vorteil: Sie drücken nie und passen immer.

Ilona Sauerbier

 

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