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BAG begrüßt Gesetz zur Innenstadt

Neues Gesetz zur Innenentwicklung der Städte wurde im Kabinett beraten. Langzeituntersuchung zeigt Bedeutungszuwachs des innerstädtischen Einzelhandels. 11.08.06 Peter Skop

Der Handelsverband BAG begrüßt den am 9. August im Bundeskabinett beratenen Gesetzentwurf, mit dem Planungsvorhaben in Innenstädten erleichtert werden sollen. BAG-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels: „Mit dem Gesetzentwurf werden zentrale Anliegen des innerstädtischen Einzelhandels aufgegriffen. Das Bauen in den Innenstädten erhält endlich einen eindeutigen Bonus gegenüber dem Bauen auf der Grünen Wiese. Wir freuen uns, dass nunmehr investitionsfreundliche Rahmenbedingungen in den Innenstädten geschaffen werden. Für die Zukunft darf man mit neuen Investitionen des Einzelhandels in die Innenstädte rechnen".

Der Verband betont, dass die Städte und der Einzelhandel in vielfältiger Weise existentiell aufeinander angewiesen sind. Dem Einzelhandel komme in dem komplizierten Nutzungsgefüge der Städte neben seiner Versorgungsfunktion eine herausragende stadtgestalterische und soziale Rolle zu. Nach Jahren der Stagnation und des Bedeutungsverlustes der Innerstädte verzeichnet der innerstädtische Einzelhandel seit einiger Zeit wieder steigende Besucher- und Kundenzahlen. Die Zufriedenheit der Verbraucher mit dem Einkauf in den Innenstädten wächst.

Dies ist das Ergebnis der BAG-Langzeituntersuchung Kundenverkehr. Pangels: „Über viele Jahre hinweg gestaltete sich der Verdrängungswettbewerb zuungunsten der Innenstädte." In dem Maße, wie die Innenstädte an Besuchern und Kunden verloren, gewannen die Standorte der Grünen Wiese an Frequenzen, so Pangels. Diese Entwicklung begann sich nach Angaben des Verbandes etwa ab Mitte der 90er Jahre umzukehren. Im Vergleich der Untersuchungen 2000 und 2004 ergab sich im Durchschnitt eine Besucherfrequenzsteigerung im innerstädtischen Einzelhandel von rund 10 Prozent. Der Verband verweist auch auf die zunehmende Zufriedenheit der Besucher und Kunden mit dem Einkauf in den Innenstädten hin. Pangels: „Die überwältigende Mehrheit von 90 Prozent aller im Rahmen der letzten BAG-Untersuchung befragten Verbraucher, das waren immerhin 400 000, war sehr zufrieden bis zufrieden mit dem Besuch und dem Einkauf in den Innenstädten.

Für rund jeden zweiten Befragten stellte die jeweilige Innenstadt sogar die wichtigste Einkaufsmöglichkeit dar. Nur rund ca. 9 Prozent der Befragten stuften die Innenstädte als einen eher unwichtigen Einkaufsort ein. In Zeiten, in denen nämlich zunehmend ältere Konsumenten in den Fokus des Interesses rücken, machen vielfältig vernetzte Standorte wie die Innenstädte viel Sinn".

Der Verband stellt die Langzeitauswertungen der Untersuchung Kundenverkehr für folgende Städte zum Preis von 45 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Versandkosten je Stadtauswertung zur Verfügung: Bielefeld, Braunschweig, Darmstadt, Duisburg, Essen, Freiburg, Gießen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Mannheim, München, Münster, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden. Bestellungen per E-Mail sind an bestellungen@bag.de, per Telefax an 0 30 / 20 61 20-88 zu richten. 11.08.06 Peter Skop

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