Schuhmarkt

SMI 14/07: SchuhMarkt-Index sinkt im Juni

Der Geschäftsklimaindex des Schuhfacheinzelhandels fiel im Befragungsmonat Juni um weitere 14 Punkte. Stimmungstief besonders in Ostdeutschland. Peter Skop

Der Geschäftsklimaindex des Schuhfacheinzelhandels fiel im Befragungsmonat Juni um weitere 14 Punkte. Stimmungstief besonders in Ostdeutschland.

Mit etwa 105 Punkten ist der von der BBE-Unternehmensberatung im Auftrag des SchuhMarkts erstellte SchuhMarkt-Index im Juni um weitere 14 Punkte gesunken. Während im Westen Deutschlands noch 106 Indexpunkte errechnet wurden, sackte der Wert für den Osten mit 79 Punkten in den Keller, was ein Überwiegen der Pessimisten bedeutet (bei Werten unter 100).

Ein Grund für die getrübte Stimmung dürfte die Umsatzentwicklung des Mai sein, die im Juni abgefragt wurde. Nach einem starken Vorjahr waren die Ergebnisse dieses Jahr nicht so prickelnd. Konnten noch im April 78 Prozent der befragten Schuhfachhändler sagen, ihre Umsätze seien höher als im Vorjahr ausgefallen, so meldeten dies für Mai nur noch 18 Prozent, 66 Prozent mussten mit geringeren Erlösen den Monat abschließen.

Noch schlechter sieht es im Osten aus, wo wesentlich weniger Händler als im Westen ein Plus verbuchten. Ein Fünftel von ihnen war schon froh, sich wenigstens auf gleichem Umsatzniveau wie im Vorjahr wiederzufinden. Die Beurteilung der Lage der Branche befindet sich seit dem Hoch im April (58 Prozent gut oder sehr gut, Mai nur 34 Prozent) nun weiter in der Sinkbewegung (22 Prozent gut oder sehr gut).

Auch die Lage des eigenen Unternehmens wird schlechter eingeschätzt als im Vormonat. Gut oder sehr gut finden sie noch 29 Prozent, nach 40 Prozent im Mai. Sowohl bei der Brancheneinschätzung als auch bei der des eigenen Unternehmens urteilen die Ostschuhhändler negativer als ihre Westkollegen. Nach der Entwicklung der nächsten sechs Monate befragt, erwarten nur noch 23 von Hundert höhere Umsätze gegenüber 33 Prozent im Vormonat. Auch die Erwartungen hinsichtlich der Kundenzahl, der Gewinne und der Ausgabefreudigkeit der Verbraucher sind niedriger als im Vormonat. Während die Erwartungen an die zukünftige Konjuktur gegenüber der Vormonatsbefragung gedämpfter ausfallen, wirkt sich dies auf die Erwartungen zur regionalen und bundesweiten Arbeitsmarktentwicklung kaum aus. Sie entsprechen etwa den Vormonatsaussagen. Peter Skop

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