Schuhmarkt

IfH 14/07: Umsatzdämpfer im Mai

Die Umsatzentwicklung im Schuhfachhandel bleibt im Mai deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Dies zeigt der monatliche Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH), Köln.

Die Umsatzentwicklung im Schuhfachhandel bleibt im Mai deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Dies zeigt der monatliche Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH), Köln.

Der in diesem Jahr bisher sehr positive Geschäftsverlauf im Schuheinzelhandel hat im Mai erst einmal eine Pause eingelegt. Die Umsätze im Mai blieben deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich errechnete das Institut für Handelsforschung einen nominalen Umsatzrückgang von knapp 18 %. Das Statistische Bundesamt meldete einen leichten Preisanstieg für die Branche, so dass das reale Verkaufsergebnis bei gut –18% lag.

Dem diesjährigen Minus im Mai liegen aber recht hohe Vorgaben aus dem Vorjahr zugrunde, als die Branche im Mai einen Umsatzanstieg von 10 % verzeichnen konnte, was die Umsatzeinbuße in diesem Jahr wieder relativiert. Hinzu kommt, dass im Mai dieses Jahres ein Verkaufstag weniger zur Verfügung stand als im Vorjahr. Die Umsatzentwicklung bei verschiedenen weiteren, an der Auswertung beteiligten Fachhandelsbranchen fiel im Mai unterschiedlich aus.

Der Sortimentsbuchhandel meldete ein leichtes Umsatzminus, während die Juweliere zulegen konnten. Es ergibt sich eine spürbare Verschlechterung der Jahresstaffel.

Nominal verbucht der Schuheinzelhandel nach fünf Monaten des Jahres nun ein Umsatzplus von knapp 6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des letzten Jahres, real liegt dieser Wert bei +5%. Alle Regionen meldeten im Mai einheitlich ein zweistelliges Umsatzminus. Die Schuhfachgeschäfte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mussten mit jeweils –21% die stärksten Umsatzeinbußen verkraften, allerdings wies Nordrhein-Westfalen im Vorjahr mit +17% auch das stärkste Wachstum auf.

Die neuen Bundesländer und Niedersachsen folgten mit –19% und –18%. Etwas günstiger als der Branchendurchschnitt fiel die Umsatzentwicklung in Bayern mit –12% und Hessen/Rheinland-Pfalz mit –15% aus. Alle untersuchten Regionen behalten aber eine positive Umsatzentwicklung im bisherigen Jahr. Besonders Bayern und Nordrhein-Westfalen sind hier mit +8 % und +7% zu nennen. Der negative Trend erstreckte sich im Mai auch auf alle Betriebsgrößenklassen. Mit –19% meldeten die kleineren Betriebe den stärksten Umsatzrückgang, gefolgt von den Betrieben mit 6 bis 10 Mitarbeitern mit –18%. Etwas geringer fiel das Minus bei den größeren Betrieben aus, so dass dort auch die Jahresstaffel weniger stark nachgibt als bei den beiden kleineren Größenklassen.

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