Schuhmarkt

2008: 300 neue Deichmann-Läden

Der Essener Schuhfilialist Deichmann hat sich für 2008 300 neue Läden zum Ziel gesetzt. 11.03.2008 Swantje Francke

Der Essener Schuhfilialist Deichmann hat sich für 2008 300 neue Läden zum Ziel gesetzt. Den ersten Schritt in diese Richtung ist Deichmann mit der Eröffnung eines der größten Schuhgeschäfte Deutschlands gegangen: Der dreistöckige Flagship-Store gegenüber dem neuen Essener Einkaufszentrum Limbecker Platz bietet Platz für 50000 Paar Schuhe und stellt die größte Einzelinvestition Deichmanns in einen einzelnen Standort dar. Neben 95 Neueröffnungen in Deutschland sind 200 Geschäfte im Ausland, darunter die ersten Filialen in Italien geplant. „Wir sehen in Deutschland noch ein Potenzial von 150 bis 250 neuen Läden für Deichmann und 300 für Roland,“ erklärt Heinrich Deichmann.

Der Umsatz des deutschen Schuhriesen im letzten Jahr belief sich flächenbereinigt auf 2,94 Mrd. Euro und legte damit um 5 Prozent zu. In 16 Ländern gingen 122 Mio. Paar Schuhe über die Theke, davon allein 69 Mio. in Deutschland und insgesamt zehn Mio. mehr als in 2006. Deichmann fuhr mitsamt der Schwester-Kette Roland ein Umsatzplus von 7,5 Prozent ein, während der übrige Schuhhandel in Deutschland seinen Umsatz im Durchschnitt nur um 1,3 Prozent verbesserte. Die Guten Ergebnisse verdankt der Großfilialist unter anderem auch den übernommenen Marken Elefanten und Gallus, Werbekooperationen mit den Pussycat Dolls und den Sugababes sowie der Preisstabilität nach der Mehrwertsteuerreform.

Möglich macht dies die zunehmende Produktion in Billigstlohnländern und der derzeit schwache Dollarkurs. Die Arbeitsbedingungen, heißt es, würden in diesen Ländern laufend von unabhängigen Organisationen überprüft. Wie viel mit der Produktionsverlagerung eingespart würde, war nicht zu erfahren. Seinen Expansionskurs allerdings stemmt Deichmann ohne Bankkredite. 11.03.2008 Swantje Francke

 

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