Schuhmarkt

SMI 01/07: Dramatisches Stimmungstief im Osten

Der Geschäftsklimaindex des SchuhMarktes erreicht in Ostdeutschland mit weniger als 37 Punkten den schlechtesten Wert überhaupt. Peter Skop

In Deutschland ist eine Spaltung nicht zu übersehen: die des Schuhfacheinzelhandels. So weit haben die Einzelwerte für Ost und West des SchuhMarkt-Index noch nie auseinandergeklafft. Während die westdeutschen Schuhhändler ein wenig optimistischer als im Vormonat eingestellt sind (85 Indexpunkte), ist der Wert im Osten der Republik auf knapp 37 Punkte gesunken. Zur Erinnerung: Werte unter 100 bedeuten, dass die Pessimisten in der Mehrzahl sind. Die Abfrage der Novemberumsätze durch die BBE-Unternehmensberatung, die monatlich den SchuhMarkt-Index errechnet, zeigt, dass mehrheitlich weniger erlöst wurde, als im Vorjahr.

Im Osten sind es mehr als zwei Drittel der Befragten, die Umsatzverluste hinnehmen mussten, 30 Prozent liegen sogar im zweistelligen Minusbereich. In Ost wie West scheint es eine Art Polarisierung zu geben: Gewinner oder Verlierer – dazwischen, also pari, – wird es dünner. Bei der Frage nach der Einschätzung der Lage – sowohl der Branche als auch des eigenen Unternehmens – Ist die Stimmungsverschlechterung bereits deutlich abzulesen. Um 16 Prozentpunkte hat die Ansicht zugelegt, dass die Lage der Branche schlecht oder sehr schlecht sei. Um 13 Prozentpunkte wuchs die Zahl derer, die die eigene Lage so beurteilten.

Auch hier wächst die Zweiteilung: Sagten im November noch 16 Prozent ihre Lage sei gut oder sehr gut, meinten dies im Dezember 21 Prozent. Dazwischen liegt jeweils „mittelmäßig“. Fast unnötig zu erwähnen, dass die Beurteilung im Osten jeweils wesentlich schlechter ausfällt.

Die Beantwortung der Zukunftsfrage „Wie sieht die Entwicklung bezüglich Umsatz in den kommenden sechs Monaten aus?“ ist sicher im Licht der im Vorjahrsvergleich gesunkenen Umsätze zu sehen: Mehr als im Vormonat glauben, dass sie steigen werden. In Ostdeutschland ist man jedoch mehrheitlich überzeugt, dass die Erlöse weiter sinken. Auffällig ist, dass der Glaube an eine Besserung der Konjunktur wächst. Bundesweit und auch regional könnte der Arbeitsmarkt davon profitieren. Ausnahme: In den neuen Ländern glaubt man nicht an eine Besserung des Arbeitsmarktes in der eigenen Region. Peter Skop

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