Schuhmarkt

Notlage im italienischen Schuhsektor beendet

Die italienischen Schuhhändler und -hersteller können ein Ende des Abwärtstrends vermelden. Dennoch bleiben Forderungen nach Antidumping-Gesetzen aktuell. 11.01.07 Thesy Kness-Bastaroli

Erstmals nach einer dreijährigen Talfahrt sieht Italiens Schuhfachverband ANCI wieder Licht am Horizont.

„Leider handelt es sich nicht um eine strukturelle, sondern nur eine konjunkturelle Trendwende“ kommentierte ANCI-Präsident Rossano Soldini die Situation. Für 2007 rechne er mit einer leichten Produktionserholung, In den ersten neun Monaten hat sich der Produktionswert auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert. Mengenmäßig wurde aber noch ein Minus von 2,3 Prozent verzeichnet.

Die Exporte sind wertmäßig um 3,3 Prozent gestiegen. Der Exporteinbruch auf dem deutschen Markt hat sich jedoch in letzter Zeit noch verstärkt. In den ersten neun Monaten fielen die italienischen Schuhexporte nach Deutschland um 13 Prozent, in die USA um 10 Prozent zurück. Gleichzeitig konnten aber die Ausfuhren nach Russland und Spanien zweistellig zulegen. Laut der ANCI-Umfrage haben gut ein Drittel aller befragten Arbeitgeber zu Jahresende eine verbesserte Auftragslage festgestellt.

„Die Probleme des Sektors sind noch nicht gelöst. Vor allem der unlautere Wettbewerb mit den Ländern die Dumping betreiben bleibt bestehen.“ Dumping könne auf verschiedener Ebene stattfinden: weniger Umweltauflagen, soziale Ausnutzung oder aber auf der Währungsebene. Soldini nannte vor allem die VR China und Vietnam als Dumpingländer par excellence. Die von der EU eingeführten Antidumpingmaßnahmen reichen laut dem ANCI-Präsident nicht aus, um das Phänomen in Griff zu bekommen. 11.01.07 Thesy Kness-Bastaroli

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