Schuhmarkt

IfH 01/07: Novemberumsätze unter Vorjahr

Die Umsätze im Schuheinzelhandel im November 2006 enttäuschten. Dies zeigt der Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH).

Die Umsätze im Schuheinzelhandel im November 2006 enttäuschten. Dies zeigt der Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH).

Im November konnte der Schuhfacheinzelhandel die Umsätze des Vorjahres nicht halten. Nachdem sich im Oktober noch ein Plus ergab, wurden die Vorgaben des letzten Jahres im November deutlich verfehlt. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass in den beiden vorangegangenen Jahren im November jeweils zweistellige Zuwachsraten ausgewiesen wurden und der Umsatzrückgang in diesem Jahr somit von einer guten Basis ausging.

Das Institut für Handelsforschung errechnete für den Schuhfacheinzelhandel im Rahmen des monatlichen Betriebsvergleichs in diesem Jahr ein nominales Umsatzminus von sechs Prozent im Vergleich zum vorangegangenen November. Unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesenen Preissteigerungsrate verändert sich dieser Wert nur geringfügig. In den ersten elf Monaten des Jahres erreicht der Schuhfachhandel ein nominales Minus von einem Prozent und bleibt damit unverändert gegenüber dem Oktober.

Bei der preisbereinigten Umsatzentwicklung werden unveränderte Umsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ausgewiesen. Verglichen mit anderen Branchen des Facheinzelhandels schnitt der Schuhhandel im November ungünstiger ab.

Der Sortimentsbuchhandel schloss zum Beispiel mit einem geringeren Minus ab. Dagegen meldete der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel ein deutliches Umsatzplus. In den einzelnen Regionen wurden im Schuheinzelhandel im November durchgehend Umsatzeinbußen festgestellt. Mit durchschnittlich minus neun Prozent (nach zweistelligen Plus-Werten im Vorjahr) schnitten die Betriebe in Baden-Württemberg und Bayern besonders negativ ab, gefolgt von den neuen Bundesländern mit minus acht Prozent.

Der Branchendurchschnitt von minus sechs Prozent wurde in Hessen/Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen erreicht. Dagegen wurde für die Betriebe in Niedersachsen nur ein Umsatzrückgang von zwei Prozent errechnet, dem aber auch ein unterdurchschnittlicher Zuwachs von drei Prozent im Vorjahres- November gegenübersteht. In der Jahresstaffel können die Betriebe in Niedersachsen zumindest die Vorjahresumsätze halten. In den anderen Regionen ergeben sich leichte bis mittlere Umsatzeinbußen im Zeitraum von Januar bis November 2006.

Nach Betriebsgrößen unterschieden war im November eine Zweiteilung zu erkennen: Die Betriebe in den beiden unteren Größenklassen wiesen mit minus sieben Prozent und minus acht Prozent deutliche Umsatzrückgänge auf, während die Betriebe mit 11 bis 20 Beschäftigten nur ein leichtes Umsatzminus verbuchten. Die Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten konnten im November ein leichtes Umsatzplus von einem Prozent erzielen. Auch bei der Jahresstaffel bilden die Betriebe in den beiden kleineren Größenklassen mit minus zwei Prozent das Schlusslicht.

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