Schuhmarkt

SMI 17/06: Händlerstimmung auf Jahrestiefststand

Der SchuhMarkt-Index, der die Stimmung im Schuhfacheinzelhandel wiedergibt, ist im Juli auf etwas über 86 Punkte gesunken. Peter Skop

Der SchuhMarkt-Index, der die Stimmung im Schuhfacheinzelhandel wiedergibt, ist im Juli auf etwas über 86 Punkte gesunken.

 

Die Erhebungen der BBE-Unternehmensberatung in Köln haben ein weiteres Absinken der Händlerstimmung im Befragungsmonat Juni offenbart. Um gut 11 Punkte liegt der SchuhMarkt-Index Juli demnach niedriger als im Juni. Während in Westdeutschland ein Index-Wert von 92,5 ermittelt wurde, kamen in Ostdeutschland gerade einmal etwas mehr als 65 Punkte zusammen.

Im Westen lag der Wert nur im April niedriger. Die Befragung stand im Zeichen der großen Hitze. Die gemeldeten Umsatzveränderungen der Schuhfacheinzelhändler ergeben ein recht düsteres Bild: 49 Prozent der Befragten mussten im Juni Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen. Besonders in den ostdeutschen Ländern gab es so manche Enttäuschung. Doch es wurde auch Plus geschrieben, fast 30 Prozent hatten mehr in der Kasse als im Jahr zuvor.

Die Lage, sowohl der Branche als auch die des eigenen Unternehmens, wird entsprechend nüchtern, um nicht zu sagen negativ eingeschätzt.

37 Prozent sagen, die Lage der Branche sei schlecht oder sehr schlecht, im Osten sehen das 61 Prozent so. Die Hälfte der Schuhhändler hält sie für mittelmäßig. Die Lage des eigenen Unternehmens sehen nicht ganz so viele so schlecht: 29 Prozent beurteilen sie als schlecht oder sehr schlecht (Ost 52 %).

Der Blick in die Zukunft fällt nicht allzu rosig aus. Ein Drittel der Händler erwartet niedrigere Umsätze in den nächsten sechs Monaten, 48 Prozent denken, sie werden gleich ausfallen und 19 Prozent erwarten Steigerungen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der erwarteten Kundenzahl und der Ausgabefreudigkeit der Verbraucher im nächsten halben Jahr. Was den voraussichtlichen Gewinn angeht, sind die Schuhhändler jedoch nicht pessimistischer als im Vormonat. Etwas zurückhaltender wird man sich bei den geplanten Kreditaufnahmen verhalten.

Ein wichtiger Indikator für die Stimmung des Handels sind darüber hinaus die Erwartungen an Konjunktur und Arbeitsmarkt. Immerhin ist die Zahl der Optimisten, die eine gute Konjunkturentwicklung erwarten, um drei Prozentpunkte gestiegen. Es handelt sich dabei aber nur um elf Prozent der Befragten. Etwas mehr als die Hälfte glaubt, dass sie eher mittelmäßig verlaufen wird und mehr als ein Drittel sieht die Aussichten eher als schlecht an. Auch das Vertrauen in die Arbeitsmarktentwicklung ist eher gering. Besonders im Osten sieht man für die regionale Entwicklung eher schwarz. Drei Viertel glauben, dass sie schlecht oder sehr schlecht ausfällt. Peter Skop

Verwandte Themen
Foto: YouGov
Befürworter von Sonntagsöffnung nehmen zu weiter
Sport 2000 International Falaknaz Sports Group Golfstaaten Wachstum
Sport 2000 International jetzt auch außerhalb Europas vertreten weiter
Görtz neue Filiale Düsseldorf Shop-Konzept
Görtz eröffnet Filiale in Düsseldorf weiter
Das World Footwear Yearbook 2017: Seine neuste Auflage ist liefert einen globalen Einblick in die Entwicklung der Schuhbranche.
Das Schuhbusiness in Zahlen weiter
HBC bekräftigt Kaufhof-Investment weiter
Einzelhandel steigert Erlöse weiter