Schuhmarkt

IfH 17/06 – Nominale Einbuße von zwei Prozent

Im Juni 2006 ergab der Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung ein Umsatzminus für den Schuhhandel.

Im Juni 2006 ergab der Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung ein Umsatzminus für den Schuhhandel.

Der Geschäftsverlauf im Juni fiel für den Schuheinzelhandel wieder negativ aus. Die Branche konnte somit nicht an die gute Umsatzentwicklung vom Mai anknüpfen. Das Institut für Handelsforschung ermittelte im Juni einen Umsatzrückgang für die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich gegenüber dem Juni des letzten Jahres von nominal zwei Prozent. Berücksichtigt man die vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene Preisveränderungsrate in der Branche, verbessert sich dieser Wert auf real minus ein Prozent, da die Preisentwicklung in der Warengruppe Schuhe wieder rückläufig war.

Der Minus-Wert in diesem Jahr stimmt dabei mit der Umsatzentwicklung im letzten Jahr überein, als bereits ein Minus in gleicher Höhe ausgewiesen wurde. Allerdings wies der diesjährige Juni auch zwei Verkaufstage weniger auf als der Vorjahresmonat. Auch das Bild in den anderen Branchen zeigte im Juni eine negative Tendenz, wie im Sortimentsbuchhandel und im Uhren-, Juwelen- , Gold- und Silberwareneinzelhandel, die ein deutliches Minus hinnehmen mussten.

Die aufgelaufene Umsatzentwicklung im Schuheinzelhandel hat sich gegenüber dem Mai nicht verändert. Damit erreicht die Branche weiterhin nominal ein Minus von drei Prozent im ersten Halbjahr. Real beträgt das Minus knapp zwei Prozent.

Vor allem die kleineren Betriebe verbuchten mit durchschnittlich minus vier Prozent gegenüber dem Juni des vergangenen Jahres ein deutliches Umsatzminus, gefolgt von der Größenklasse mit mehr als 20 Beschäftigten, die minus zwei Prozent erreichten.

Dagegen meldeten die beiden mittleren Größenklassen Umsatzsteigerungen von ein Prozent beziehungsweise vier Prozent. In der Jahresstaffel liegen die beiden mittleren Auswertungsgruppen vor den kleineren und den größeren Betrieben; dabei erreichen die Betriebe mit elf bis 20 Beschäftigten immerhin ein ausgeglichenes Ergebnis. Regional entwickelten sich die Umsätze im Juni überwiegend negativ, nur für Bayern konnte mit plus zwei Prozent ein leichter Zuwachs errechnet werden.

Nur leichte Umsatzeinbußen verzeichneten die Betriebe in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und den neuen Bundesländern mit jeweils minus ein Prozent. Für die Betriebe in Nordrhein- Westfalen ergab sich ein Minus von drei Prozent, gefolgt von den Schuhfachgeschäften in Hessen/Rheinland-Pfalz mit minus vier Prozent. Etwas ungünstiger verlief der Juni für die Betriebe in Baden-Württemberg: Hier wurden minus fünf Prozent gegenüber dem Juni des letzten Jahres ermittelt. Bei der aufgelaufenen Umsatzentwicklung liegen mit Ausnahme von Niedersachsen alle anderen Regionen weiterhin im Minus. Auch Schleswig- Holstein schneidet mit minus ein Prozent noch überdurchschnittlich ab.

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