Schuhmarkt

Lumberjack plant Geschäfte in Deutschland

Die italienische Sportschuhmarke Lumberjack befindet sich auf Wachstumskurs. Im Visier des Schuhherstellers 3A Antonini ist primär der asiatische Markt. 10.01.06

Die italienische Sportschuhmarke Lumberjack befindet sich auf Wachstumskurs. Im Visier des Schuhherstellers 3A Antonini ist primär der asiatische Markt. Das Unternehmen aus Verona hat kürzlich eine Zusammenarbeit mit der Nanjing Mayflower Enterprise Corporation für die Gewerbezulassung und den Vertrieb von Lumberjack Schuhen in China abgeschlossen. 15 neue Geschäfte sollen in den kommenden zwei Monaten, weitere 15 bis Jahresende 2006 eröffnet worden. Mittelfristig gesehen plant Lumberjack mit seinem chinesischen Partner 290 Superstores in China zu eröffnen, mit Schwerpunkten in Shanghai, Peking und Nanking.Vorerst wird 3A Antonini für die Produktion der Schuhe verantwortlich sein, in der zweiten Phase ist ein Joint-Venture in China mit eigener Fertigung geplant. Das Lumberjack-Werk in Rumänien, wo 70 Prozent der 2 Mio. Paar Schuhe hergestellt werden, soll dann geschlossen werden.Lumberjack plant 2006 auch erstmals in Superkaufhäusern in Thailand und Taiwan präsent zu sein und schloss vor kurzem ein Abkommen in Südkorea: Ab Jahreswende 2005/06 wird der Freizeitschuhhersteller durch die Kooperation mit Hyundai in den südkoreanischen Kaufhäusern und über den TV-Vertrieb präsent sein.Lumberjack hat aber auch in Italien expandiert und diversifiziert und kürzlich eine Lederwarenfirma aus Parma (Alexander Nicolette) übernommen. Die gesamte Lederwarenproduktion werde in Italien getätigt.Der wichtigste ausländische Markt ist augenblicklich mit einem Absatz von rund 130000 Schuhen Deutschland. Der im Jahr 2004 hier gestartete neue Vertrieb habe großen Erfolg gehabt, bestätigte Konzernchef Andrea Martini-Antonini, Enkelsohn des Unternehmensgründers. Im Plan sind eigene Geschäfte in Deutschland. „Wir haben die Wahl zwischen Hamburg und München.“Antonini will den Exportanteil am 50 Mio. Euro Umsatz zählenden Konzern von derzeit 30 Prozent kurzfristig auf 50 Prozent zu erhöhen. Gegen den allgemeinen Trend der italienischen Schuhhersteller gelang es 3A Antonini im Jahr 2005, den Verkauf um 8 Prozent zu erhöhen. „Das Problem liegt heute nicht so sehr beim Verkauf, sondern beim Inkasso“.Derzeit verfügt Lumberjack über zwölf eigene Geschäfte in Italien. 2006 soll in Mailand ein neuer Laden eröffnet werden. Mit der Geschäftsphilosophie und einer Inneneinrichtung aus „Holz und Stein“ soll sich der rustikale Stil der Lumberjack-Schuhe als Lifestyle-Philosophie umsetzen. „Das Geschäft ist nicht nur ein Aushängeschild, es vermittelt auch unsere Lebensart“ so der Firmenchef. Antonini führt den Erfolg der Lumberjack-Geschäfte aber nicht nur auf das „Natur-Konzept“, sondern auch auf das Preis-Leistungsverhältnis zurück. 10.01.06Thesy Kness-Bastaroli

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