Schuhmarkt

SMI 24/06: SchuhMarkt-Index im Oktober erholt

Der Geschäftsklimaindex des SchuhMarktes erholt sich im Oktober leicht. Die Einzelhändler bleiben aber pessimistisch. 24/06 Stephan Kraatz

In der Oktoberbefragung ist der Geschäftsklimaindex für Gesamtdeutschland gegenüber dem Vormonat um knapp zehn Prozent auf 88,85 gestiegen. Damit bewegt er sich im unteren Mittelfeld der diesjährigen Händlerauskünfte. Auffällig war die deutliche Steigerung in Ostdeutschland, die mit rund 18 Prozent die vergleichsweise geringe Verbesserung in Westdeutschland abfedert. Die Händler im Westen sind mit einem Indexwert von 92,60 zwar wieder an den Durchschnittswert des Jahres herangerückt, aber drücken damit immer noch mehr Besorgnis als Zuversicht aus.

Der Indexwert-Sprung der Befragten aus den neuen Bundesländern von 58,73 auf genau 76 Prozent lässt auf eine Konsolidierung der Händlermeinungen hoffen. Auf die Frage nach der Umsatzentwicklung gaben bundesweit ein knappes Viertel (24 Prozent) an, dieser sei gleich geblieben. Während rund jeder fünfte Schuhhändler (21 Prozent) drei bis fünf Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresmonat vermeldete, erfreuten sich 15 Prozent an einer Steigerung um diesen Wert.

Fast genauso viele Marktteilnehmer (14 Prozent) mussten Umsatzrückgänge von über zehn Prozent hinnehmen. Da wundert es nicht, dass auf die Frage zur derzeitigen Lage der Branche die Beurteilungen eher ins Negative tendieren.

ImmerImmerhin 61 Prozent können sich zur Aussage „mittelmäßig“ durchringen, sechzehn Prozent schätzen die Lage der Schuhbranche als „schlecht“ ein. Fast jeder Fünfte, 19 Prozent, bilden mit ihrem Urteil „gut“ ein Gegengewicht. Ähnlich verhält es sich auch bei der Lageeinschätzung des eigenen Unternehmens. Über die Hälfte (51 Prozent) sieht sich derzeit im Mittelmaß verhaftet, und als schlecht empfinden 18 Prozent ihre Situation. Ein knappes Drittel (29 Prozent) bewertet seine Lage mit „gut“.

Zur Frage nach der Verbreitung von Internetzugängen in der Branche gaben rund zwei Drittel (64 Prozent) an, über einen geschäftlichen Online-Anschluss zu verfügen. Die überwiegende Mehrheit (88 Prozent) beschaffft sich Information und kommuniziert via E-Mail (80 Prozent). Über die Hälfte (62 Prozent) tauschen Daten mit Herstellern aus und 55 Prozent mit ihrer jeweiligen Verbundgruppe. Beim Ordern auf diesem Weg gleicht sich die Gruppe der „regelmäßigen“ Nutzer (15 Prozen) mit den „grundsätzlichen“ Nichtnutzern (14 Prozent) annähernd aus. Eine große Gruppe von 28 Prozent mischt die Ordertätigkeit und nutzt sowohl den virtuellen als auch den klassischen Weg. 24/06 Stephan Kraatz

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