Schuhmarkt

IfH 24/06: Nach neun Monaten im Minus

Nur die Schuheinzelhandels-Umsätze im August 2006 konnten sich sehen lassen, ergeben die IfH-Auswertungen.

Nach dem positiven Umsatzverlauf im August musste der Schuheinzelhandel im September einen spürbaren Umsatzrückgang hinnehmen. Nach den bereits niedrigen Vorgaben vom September des letzten Jahres, als für die Branche ein deutliches Umsatzminus ermittelt wurde, bedeutete dies ein weiteres Unterschreiten des schon niedrigen Niveaus.

Das Institut für Handelsforschung errechnete für den Schuhfacheinzelhandel auf der Basis der Meldungen zum monatlichen Betriebsvergleich in diesem September einen nominalen Umsatzrückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Dem stand im Vorjahr ein Minus in gleicher Höhe gegenüber. Bezieht man die vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisveränderungen mit ein, ergibt sich real ein etwas verringertes Minus von etwa vier Prozent, da die Preisentwicklung weiterhin rückläufig ausfiel.

Bei der aufgelaufenen Umsatzentwicklung hat sich der Wert vom August nur geringfügig verändert. Für den Schuhfachhandel bleibt die Jahresstaffel nominal bei minus ein Prozent. Real ergeben sich nach neun Monaten damit unveränderte Umsätze. Die Umsatzentwicklung differierte zwar zwischen den einzelnen Regionen im September, die Grundstimmung war aber einheitlich negativ. Die Schuhfachgeschäfte in den neuen Bundesländern schnitten mit minus zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz noch relativ günstig ab.

In dieser Region wurden im Vorjahr aber auch minus acht Prozent ermittelt. Das Schlusslicht in der Umsatzentwicklung im diesjährigen September bildeten die Betriebe in Hessen und Rheinland-Pfalz mit einem durchschnittlichen Minus von neun Prozent.

Ein ähnlicher hoher Wert wurde für Niedersachsen mit minus sieben Prozent ermittelt. Die Schuhfachgeschäfte in Nordrhein-Westfalen erreichten mit minus fünf Prozent den Branchendurchschnitt, gefolgt von Bayern mit minus sechs Prozent. Baden-Württemberg lag mit minus vier Prozent etwas über diesem Wert. Alle Bundesländer bewegen sich nun nach neun Monaten im Minus-Bereich, wobei Hessen und Rheinland-Pfalz mit minus drei Prozent am Ende der Skala liegt.

Die Auswertung nach Betriebsgrößen zeigte im September allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen den einzelnen Größenklassen. Hier wiesen besonders die Betriebe in den beiden unteren Größenklassen mit minus sechs Prozent und minus sieben Prozent deutliche Umsatzrückgänge auf. Die beiden oberen Größenklassen konnten durchschnittlich drei bzw. zwei Prozent zulegen. Daher konnten auch die Betriebe mit elf bis 20 Beschäftigten in der Jahresstaffel den positiven Wert vom August weiter halten, während die anderen Betriebsgrößen die Vorjahresumsätze weiter verfehlten.

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