Schuhmarkt

Belebung in der Kinderabteilung: Der Markt in den Regionen 20.10. – 03.11.06

Die Temperaturen sinken, und die ersten Schneeflocken sind örtlich bereits gefallen. Die einsetzende Kälte ruft verstärkt die Mütter auf den Plan, die neben eigenen Stiefelkäufen ihren Nachwuchs schleunigst mit warmen Winterstiefelchen wetterfest machen wollen. 24/06

Die Temperaturen sinken, und die ersten Schneeflocken sind örtlich bereits gefallen. Die einsetzende Kälte ruft verstärkt die Mütter auf den Plan, die neben eigenen Stiefelkäufen ihren Nachwuchs schleunigst mit warmen Winterstiefelchen wetterfest machen wollen.

Derzeitig werden gefütterte Boots mit Schaftapplikationen für Mädchen und Tex-Stiefel für die Jungen gewünscht. Der Aufwind bei den Herren ist vorerst nur ein leises Lüftchen. Sie bleiben praktischen Alltagsschuhen treu.

Niedersachsen

Die einzelnen Tagesergebnisse stellten sich im weiteren Verlauf des Monats recht unterschiedlich dar. Schwächere Tage wechselten sich mit guten oder durchschnittlichen ab. Die meisten Kollegen dürften in die Nähe der eigentlich guten Vorjahreszahlen gekommen sein. Wobei auch regional keine einheitliche Tendenz zu beobachten war. Vorteile lagen einmal mehr bei Geschäften in Oberzentren oder in größeren Orten. Der Start in den November ist auf Grund des Kälteeinbruchs zunächst einmal geglückt.

In den Damenabteilungen hält der Stiefelboom ungebrochen an, wobei die Nachfrage das gesamte Angebot betraf. Die neue oder alte Liebe der Damen galt allerdings klar dem Schaftstiefel. Hier waren die Wünsche besonders breit gefächert. Es waren alle Sprengungen, Schafthöhen und Ausführungsarten gefragt. Die Zahlen bei Pumps, Trotteurs und Sportschuhen kommen da bei Weitem nicht mit. Hier lag man klar unter den Vorjahresergebnissen.

Das Herrengeschäft hatte sich leicht verbessert. Von einer guten Entwicklung war man jedoch immer noch weit entfernt. Sportlich junge Schnürer in Brauntönen liefen noch am besten. Daneben wurde nun doch schon vermehrt nach Stiefeln verlangt. Die positive Tendenz bei Kinderstiefeln setzte sich fort. Die Zahlen sind endlich mal erfreulich. Gefragt war auch hier das gesamte Angebot, wobei Artikel in Mit Membranen den größten Anteil an der guten Entwicklung hatten. Daneben liefen auch Sportartikel, besonders in hallentauglicher Ausführung, sowie weiterhin Hausschuhe in ordentlichen Paarzahlen. gi

Stuttgart

Aufgrund der Herbstferien gab es noch recht gute Umsatzzahlen, die dazu beitrugen, den Monat Oktober mit einem leichten Plus abzuschließen, obwohl die vorgegebenen Zahlen relativ hoch waren. Die kühleren Temperaturen halfen außerdem für diese Zahlen. Eine ähnliche Situation melden die grossen Kreisstädte, wo im modischen Bereich die Umsätze gesteigert werden konnten. Die Nachfrage nach Stiefel hielt unvermindert an, dabei waren Blockabsätze und leichte Profilsohlen wichtig, so wie leichtes Karree, aber auch verrundete Formen.

Die Farben blieben bei einem warmen Braunton, gefolgt von Schwarz. Beliebt waren Stiefeletten in sportiven Ausführungen, auch als Klassiker in spitzen Formen und leichtem Karree. Jüngere Kundinnen nahmen Schnürrstiefeletten, meist in Glattleder und Brauntönen. Unterschiedlich gefragt waren Reitstiefel in Braun und Schwarz. Stiefel mit Nieten und anderen Applikationen fanden erneut Gefallen. Warm gefütterte Stiefel hatten noch nicht den erwartenden Erfolg, dagegen wurden die ersten Moonboots verkauft. Trotteurs und Pumps waren weiterhin interessant in Braun und Schwarz. Sportive Schnürer in Braun mit Gummisohlen liefen recht gut, ebenso Slipper in Velours. City-Halbschuhe, auch in teureren Preislagen fanden Käufer.

Jüngere Kunden nahmen Schnür-Boots, auch schon in leichter Fütterung, während Stiefeletten noch auf Käufer warten. Konstant blieb die Nachfrage nach Sneakers: in Farbkombinationen bis hin zu Beige. Für größere Kinder wurden Boots mit Warmfutter und festen Profilsohlen gekauft, meist in Brauntönen, während die Mädchen Beerentöne, dunkles Rot und Rosé bevorzugten. Zudem hatten Lederstiefel mit Fellfutter, auch in Rot, gute Chancen. Insgesamt enttäuschte die Nachfrage nach Halbschuhen. Hausschuhe konnten in allen Größenbereichen überzeugen. tz

Sachsen/Thüringen

„Anhaltend gutes Stiefelgeschäft in Damenund Kinderschuhabteilungen“, so übereinstimmend positive stimmen aus dem Fachhandel. Wohl auch, weil der Oktober vielfach mit zweistelligem Plus – 20 Prozent waren keine Ausnahme – abgeschlossen werden konnte. Dies galt sowohl für markenorientierte, inhabergeführte Läden als auch für im konsumigen Preisbereich agierende Filialisten.

Damen-Langschaftstiefel blieben die Renner im Abverkauf. Mit Stiefeln wurden nach Händlerangaben bereits um 80 Prozent der Umsätze gemacht. Sinkende Temperaturen mit Schnee bis in die Niederungen gaben dem Verkaufsgeschehen im letzten Drittel des Berichtszeitraumes nochmals Impulse. Zum einen stieg die Kundenfrequenz spürbar und andererseits die Nachfrage nach warmgefütterten Stiefelmodellen – auch solche mit Tex-Ausstattung. Im Damen-Stiefelgeschäft ging weiterhin Langschaft am besten, von elegant bis sportlichrustikal. Reiterstiefel-Modelle verdienen, hervorgehoben zu werden.

Leisten- und Absatzformen: Spitz und verrundet etwa zu gleichen Teilen, die Sprengungen von flach bei Profilsohlen über Keile bis Pfennigabsatz. Farblich blieb es bei der Dominanz von Brauntönen und Schwarz. Bei Stiefeletten brachten sich Beerenfarben, zum Beispiel Bordeaux, ins Gespräch. Mit dem angebotenen Sortiment habe man die Nachfrage nach Modellen in weiß nicht befriedigen können, hieß es mancherorts. Im Preisgünstig-Segment spielten Mukluks eine Rolle – hier auch warmgefütterte Boxerstiefel oder Chucks, für die sich ausschließlich Teenies interessierten. Was an Halbschuhen verkäuflich war, stammte insbesondere aus sportlich gestylten Sortimenten, Trotteuriges schwächelte.

Das traf in aller Regel auch auf das Herrenschuhgeschäft zu, das sich noch weitgehend im Abverkauf sportlich-derber Halbschuhe befand. „Stiefel zwar am Lager, aber es dreht sich kaum etwas“, so die vielfache Auskunft. „Allenfalls knöchelhohe Stadtstiefeletten oder Standardmodelle von Knöchelstiefeln in Leder, schwarz, warmgefüttert und mit Reißverschluss.“ Voll und ganz geprägt vom Stiefelabverkauf war das Kinderschuhgeschäft, „das jetzt richtig in Gang zu kommen scheint.“ Allerdings beschränkte sich die Nachfrage auf Modelle mit Warmfutter und Funktion. Tex-Ausstattung ist Pflicht, Klettverschluss bevorzugt. Aus solchen Sortimenten wurde durchgängig ausgewählt. Der Preis spielte dabei nicht die entscheidende Rolle. pl

Nürnberg

Sie konnte sich sehen lassen – die zweite Oktoberhälfte, was die Umsätze anging. So durften sich die Fachhändler über gute Geschäftsergebnisse freuen. Ihren Teil dazu beigetragen haben wohl die Herbstferien, die den Abverkauf besonders bei Kinderschuhen spürbar belebten.

Die Nachfrage der Damen nach Langschaftstiefeln, vom klassischen Reiter-Look bis zur Country-Optik, war ungebrochen. Braun dominierte erneut als Farbe. Auffällig war zudem, dass Modelle mit extra weiten Schäften für die kräftigeren Waden ausgesprochen gut gingen. So sehr, das einige Händler in diesem Segment nachdisponieren mussten. An zweiter Stelle in der Beliebtheitsskala rangierten Kurz-Stiefeletten, gefolgt von modischen Pumps und Sneaker- Typen.

Die Herren griffen entweder zu bodenbetonten, jugendlichen Modellen aus dem Sport-Fashion-Bereich oder den Klassikern. Brauntöne und Schwarz waren bei den Farben am meisten gefragt. Stiefel waren dagegen weniger ein Thema. Stiefel mit Tex-Material bevorzugten die Kinder. Folge: Die Händler konnten bereits die ersten Snow-Boots verkaufen. Die Mädels bevorzugten, wie gehabt, Langschaftstiefel in Rosé, Brauntönen und Schwarz mit Stickereien und Applikationen. Die Jungs wählten robustere Modelle in Trekking-Optik, mit Klettverschluss, in Schwarz, Braun und Blau. ng

Bremen

Das Ergebnis des aktuellen Berichtszeitraumes liegt durchschnittlich im Pari. Zu berükksichtigen ist dabei aber die Tatsache, dass die einzelnen Ergebnisse diesmal deutlich auseinander lagen. Von Minus bis Plus, von „von allem zu wenig“ bis „guter Abverkauf“ reichten die Aussagen über die Umsätze der vergangenen 14 Tage bei den Händlern. Erwähnenswert gute Erfahrungen hat ein Geschäftsmann mit seiner Sortimentsumschichtung in Richtung innovativere Modelle gemacht. Das Risiko einzugehen, nicht nur das einzukaufen, was immer gut ging, habe sich sehr rentiert.

Einig war man sich wieder bei den Rennern der Damenschuhe: Stiefel in allen Variationen. Langschaftstiefel waren besonders gefragt. Aber auch Reiterstiefel gingen gut. Runde Formen gingen ebenso wie spitzere. In einigen Häusern waren Applikationen am Schaft sehr beliebt, getreu dem Motto „dekorativ, aber nicht zu auffällig“. In anderen Geschäften favorisierten die Bremerinnen genau das Gegenteil – schlichtere Modelle. Allgemein wurden Stiefel mit leichtem Absatz bevorzugt. Deutliche Verlierer im Damenschuhsortiment waren sportliche Schnürer und Slipper. Übergangsware hat übrigens immens an Bedeutung verloren.

Die Herren hielten sich, wie gewohnt, zurück. Kaufvoraussetzung sind in erster Linie richtig kalte Füße. Erst in den letzten Tagen veranlasste das Wetter die Kunden zum Besuch eines Schuhgeschäfts. Gekauft wurden Boots und Stiefel sowie kräftige, bequeme sportliche Schuhe. Klassik ist derzeit kaum an den Mann zu bringen. Für die Kleinen wurden Kinderstiefel gekauft, aber auch erst seit den letzten Tagen des Berichtszeitraumes, in dem eine Kaltfront die Hansestadt heimsuchte. ib

Berlin

Recht ansprechend waren die Umsätze im Berichtszeitraum. Dies galt sowohl für die erste Woche, in der noch spätsommerliche Bedingungen herrschten, als auch für die folgenden, kalten Tage. Der kirchliche Feiertag in nahe liegenden Bundesländern sorgte aber für viele Pendler und ein hohes touristisches Aufkommen. Davon profitierten besonders die Shopping-Center und Citylagen.

Bei den Damen wurde ein Großteil der Umsätze mit Stiefeln getätigt. Modische Langschaft- Stiefel führen, wie in den Wochen zuvor, die Liste der absoluten Highlights an. Ein wenig Dekoration musste allerdings dabei sein: gestaucht oder gekrempelt, mit auffälliger Schnürung oder mit Nieten. Besonders gut kamen Schnallen-Dekors an. Brauntöne lagen bei allen Stiefelarten an erster Stelle, Schwarz holte aber stark auf. Pumps, gern verrundet und im romantischen Ballerina-Look, präsentierten sich gleichfalls in guter Form. Schnallen, Spangen, Nieten, Borten, Flechtoptiken oder Lochungen setzten raffinierte Akzente. Warme Braunnuancen gaben hier den Ton an. In puncto Absätze ließ sich kein einheitlicher Trend feststellen, es ging von flach bis hoch, von Pfennig bis Block. Softe Sneaker blieben eine interessante Warengruppe, die besonders bei junger Kundschaft ankam.

Die Herren taten sich etwas schwieriger. Wenn auch ein leichter Aufwind im Bereich von Stiefeln, besonders Retro-Boots mit Schnalle, festzustellen war, hielt dies keinem Vergleich mit der Damenschuhmode stand. Sportive City-Sneaker in erdigen Farben weckten das größte Interesse. Vintageoptiken gewannen zunehmend an Akzeptanz. Lederschuhe wurden mit verlängtem Leisten und leichtem Karrée nachgefragt. Auch hier war Braun dominant. Bei Kinderschuhen ging der Trend schon in Richtung wetterfeste Halbstiefel. Für eine junge Lady durfte es auch einmal ein modischer Langschäfter sein. sk

Rhein-Main

Spät, aber nicht zu spät wurde der 1. November in Hessen dann doch noch ein guter Umsatztag und das Vorjahr wurde erreicht.Wie auch der Monat Oktober meistens ein Pari oder nur sehr leichte Abweichungen nach unten und oben brachte. Für ein besseres Ergebnis war die zweite Monatshälfte einfach zu warm, zu sommerlich.

Nur in gut bestückten Kinderabteilungen war dies anscheinend kein Grund, auf Einkäufe zu verzichten. Die Mädchen bekamen ihre Langschäfter aus Nubuk mit Schnällchen oder Pelzbesätzen in Rehbraun bis Beige, die Jungen blieben bei ihren knöchelhohen Boots in Braun kombiniert mit Rost, Grün und Schwarz. Sehr wichtig war eine Schlechtwetterausführung mit Tex-Materialien.

Die Damenabteilungen waren ebenso zufrieden. Modisch gab es natürlich keine neuen Erkenntnisse mehr. Stiefel und köchelhohe Stiefeletten waren wie in den Vorwochen der Umsatzbringer, wobei die gefütterten Artikel bisher nur vereinzelnt aus modischen Gesichtspunkten angefaßt wurden. Trotteurs in Brauntönen und Schwarz, sowohl mit leichteren wie auch mit Schlechtwettersohlen, waren die zweitstärkste Gruppe. Alles andere lief mit.

Bei den Herren gab es erneut traurige Mienen: Es war einfach zu wenig los. Sportive Slipper und Schnürer mit Gummisohlen aus Velour in Brauntönen drängten sich in den Vordergrund, doch für einen guten Umsatz war dies nicht genug, da alle anderen Typen anscheinend keine großen Kaufanreize vermittelten. Stiefeletten waren wieder kein Thema außer im jungen, modischen Bereich, indem sich dann auch leichtere Citytypen mit neuen Leistenformen verkaufen ließen.

München

In der 43. Woche und 44. Woche waren die Umsätze recht zufrieden stellend: ein kleines Plus. Bei Damen blieben Schaftstiefel die Favoriten, eher sportlich auf blockigen oder flachen Absätzen und häufig mit sportiveren gerundeten Leisten. Im jungen modischen Bereich werden schlichte Modelle sowie Schnallen, Schnürelemente, folkloristische Borten oder Besätze favorisiert. Gleiches gilt für Stiefeletten und Boots.

Durch den Kälteeinbrauch waren Warmfutter und Profilsohle gefragt. Hier waren vor allem Veloursstiefel- oder Stiefeletten im Trapperstil gefragt. Bevorzugt gefüttert. Beliebt blieben Reiterstiefel in Braun und Schwarz. Auch Winterweiß wurde gelegentlich nachgefragt. Sehr gut gingen auch Moonboots aus Tex-Material.

Durch den Kälteeinbruch kamen auch die Herren: sie kauften gefütterte Boots, mit griffiger Profilsohle. Leder mit Tex-Material war am gefragtesten. Runde Kappe war das Thema, spitze Formen zeigten sich als Ladenhüter. Als Farben bleiben Braun und Schwarz die Favoriten. Auch gefütterte Stiefeletten waren Umsatzbringer. Daneben gingen Moonboots aus Tex-Material diesmal bereits stärker über die Ladentische. Gefragt blieben zudem Business- Schuhe aus Leder mit regenfesten Membranen. Derbere Schnür-Boots aus gefettetem Leder mit Profilsohle ergänzen die Bestseller.

Das Kindergeschäft hat durch die Herbstferien angezogen: Eltern kauften gefütterte Tex-Boots, hauptsächlich mit Klettverschluss. Für Jungen sollte es Braun, Blau oder Schwarz sein. Mädchen favorisierten neben Rosé und Natur auch Braun. Für größere Mädchen sind hohe Schaftstiefel mit kleinen Applikationen inzwischen sehr angesagt. Im Lauflernbereich kauften die Eltern Tex-Boots mit Klettverschluss. afs 24/06

Verwandte Themen
Deloitte Weihnachtsgeschäft Einzelhandel
Laut Deloitte darf sich der Einzelhandel auf Weihnachten freuen weiter
IFH Services im Online-Handel Studie
Online-Handel: Kleine und mittlere Händler haben Nachholbedarf weiter
OrthoExtra by SchuhMarkt Leserumfrage
OrthoExtra: Ihre Meinung ist uns wichtig! weiter
Dr. Dominik Benner ist jetzt auch digitaler Dienstleister für den Verbund der GMS-Händler.
GMS schließt digitale Partnerschaft weiter
Matthias Linn
Neuer Geschäftsführer bei Hagemeyer weiter
Kleine Online-Händler haben es schwer weiter