Schuhmarkt

SchuhMarkt-Index 06/06: Händlerstimmung sinkt im Februar

Der Unterschied zwischen Ost und West vergrößert sich wieder. Ostdeutsche Schuhhändler berichten von schlechteren Umsätzen als ihre Westkollegen. 06/06 Peter Skop

Im Befragungsmonat Februar ist die Stimmung im Schuhfacheinzelhandel wieder etwas gesunken. In Westdeutschland rutschte der SchuhMarkt-Index um einen Punkt auf 96,5, und in Ostdeutschland um etwas mehr als fünf Punkte auf 65 Punkte. Für Gesamtdeutschland ergibt sich ein Wert von 89,3 Punkten. Damit gibt es mehr Pessimisten unter den durch die BBE-Unternehmensberatung, Köln, Befragten als Optimisten. Betrachtet man die Umsatzentwicklung im Februar, so fällt auf, dass gesamtdeutsch gesehen die Zahl der Händler mit Umsatzplus nur knapp über denjenigen mit Umsatzminus liegt. Differenziert nach West und Ost ist das Bild jedoch ganz anders: Während 43 Prozent der West-Schuhhändler mehr umsetzten als im gleichen Vorjahresmonat, sagten dies im Osten nur 17 Prozent. Umsatzminus verzeichneten dagegen 29 von Hundert im Westen gegenüber 52 Prozent im Osten. Die Lage der Branche wird ein wenig schlechter eingeschätzt als noch im Januar. Insbesondere im Osten mag sie keiner mehr als gut einschätzen, aber auch im Westen gibt es eine leichte Verschiebung zum Negativen. Fast genauso entwickelt sich die Einschätzung der eigenen Lage, die aber insgesamt leicht besser eingeschätzt wird als die der Branche. Bei der Frage nach den Umsätzen in den nächsten sechs Monaten wird insbesondere im Osten eine Verschlechterung prognostiziert, während die Westwerte annähernd stabil geblieben sind. Entsprechend werden auch die Fragen nach der zukünftigen Kundenzahl oder dem Gewinn beantwortet. Allerdings sind die Gewinnerwartungen auch im Westen zurückhaltender. Allen Wirtschaftsprognosen zum Trotz glauben die Schuhhändler nicht wirklich an eine Steigerung der Ausgabefreudigkeit der Verbraucher. Nur für 13 Prozent erscheint dies im nächsten halben Jahr möglich. Etwas weniger als die Hälfte (45 Prozent) denkt, sie wird gleich bleiben und 41 Prozent glauben, die Verbraucher werden weniger ausgabefreudig sein. Die künftige Konjunktur wird von 67 von Hundert als mittelmäßig angesehen (im Januar nur 59 Prozent), fünf Prozent glauben, sie wird gut (Januar 10 Prozent). Auch auf eine Senkung der Arbeitslosenzahlen würden wohl die wenigsten wetten, wobei die Einschätzung der regionalen Arbeitsmarktentwicklung noch schlechter ausfällt, als die der bundesweiten. Insbesondere die befragten ostdeutschen Schuhhändler sehen bei sich immer noch keinen Silberstreif am Horizont. 06/06 Peter Skop

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