Schuhmarkt

IfH 06/06 – Januar gut, Februar schwächer

Die Umsätze sind im Schuheinzelhandel im Januar 2006 um durchschnittlich 2 Prozent gestiegen. Basis ist jedoch ein schlechter Januar 2005. 06/06 Peter Skop

Der Jahresauftakt begann für den Schuheinzelhandel recht positiv. Nachdem die Branche bereits im Dezember einen Umsatzzuwachs verzeichnen konnte, folgt der Januar mit einer weiteren Plus-Meldung. Das Institut für Handelsforschung ermittelte für die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich einen nominalen Umsatzanstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Allerdings erfolgte dies auf der Basis niedriger Vorgaben, da im Januar des letzten Jahres eine Umsatzeinbuße von 6 Prozent errechnet worden war. Das Statistische Bundesamt ermittelte für die Branche im Januar weiter deutlich rückläufige Preise, so dass die reale Umsatzentwicklung etwa plus 4 Prozent erreicht. Beim Vergleich mit verschiedenen anderen Fachhandelsbranchen fällt auf, dass der Schuheinzelhandel nicht alleine eine Umsatzsteigerung verbuchen konnte. Auch der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel und der Sortimentsbuchhandel wiesen Umsatzzunahmen gegenüber dem Januar 2005 auf. Im Schuheinzelhandel waren im Januar regional fast durchgängig Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Besonders positiv fiel die Umsatzentwicklung bei den Schuhfachgeschäften in Bayern mit durchschnittlich plus 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Januar aus, gefolgt von Niedersachsen mit plus 4 Prozent. Schleswig-Holstein mit plus 3 Prozent sowie Baden-Württemberg und Hessen/ Rheinland-Pfalz mit plus 2 Prozent belegten die mittleren Plätze.Für die Betriebe in Nordrhein-Westfalen wurde ein Plus von 1 Prozent ermittelt. Lediglich die Betriebe in den neuen Bundesländern verfehlten die Vorjahresumsätze mit minus 1 Prozent knapp. Bei der Auswertung nach Betriebsgrößen lag die Größenklasse mit 11 bis 20 Beschäftigten mit plus 9 Prozent in diesem Monat deutlich vor den anderen Betrieben. In den anderen Größenklassen schwankte hingegen die Umsatzentwicklung zwischen plus 2 Prozent bei den Betrieben mit 6 bis 10 Beschäftigten und unveränderten Werten bei den größeren Schuhhändlern.Konsumklima stabilDer Konsumklimaindex, den die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) monatlich ermittelt, hat sich im Februar auf positivem Niveau stabilisiert. Wie in der Januarbefragung liegen alle Indikatoren (Konjunktur-, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung) über dem langjährigen Durchschnitt. Erstmals schlüsselte die GfK die Studie nach Lebenswelten auf. Es zeigt sich, dass die optimistischsten Werte in der gehobenen sozialen Schicht zu finden sind, während ältere Menschen im Ruhestand am pessimistischsten in die Zukunft blicken. 06/06 Peter Skop

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