Schuhmarkt

IfH und Schuhmarkt-Index IfH 04/06: Dezember 2005

Ausgeglichenes Jahr für Schuheinzelhandel: Schuhhandel erreicht für 2005 eine Pari. Im Dezember lagen die Umsätze 5 Prozent über Vorjahr. Am besten verlief der Dezember in den neuen Bundesländern. 04/06 Peter Skop

Ausgeglichenes Jahr für Schuheinzelhandel: Schuhhandel erreicht für 2005 eine Pari. Im Dezember lagen die Umsätze 5 Prozent über Vorjahr. Am besten verlief der Dezember in den neuen Bundesländern. Zum Jahresabschluss meldete der Schuhfacheinzelhandel erneut einen Umsatzzuwachs. Das Institut für Handelsforschung IfH, Köln, errechnete im Rahmen des monatlichen Betriebsvergleichs für die Branche ein durchschnittliches Umsatzwachstum von nominal knapp 5 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Dezember. Unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesenen Preisveränderungsrate für den Bereich Schuhe verbessert sich dieser Wert auf fast 7 Prozent. Allerdings meldeten die Teilnehmerbetriebe im Vorjahr einen Umsatzrückgang von 3 Prozent, so dass der diesjährige Wert auch auf einer niedrigen Basis aufbaute. Die anderen Fachzweige des Einzelhandels zeigten im Dezember keinen einheitlichen Trend. Zulegen konnte etwa der Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel. Einbußen registrierten hingegen der Sortimentsbuchhandel und der Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel. Für das gesamte Jahr erreicht der Schuhfachhandel damit nominal ein ausgeglichenes Ergebnis. Dieser Wert steigt preisbereinigt auf plus 1 Prozent. Im Branchenvergleich liegt der Schuhfachhandel im Mittelfeld. Spürbare Unterschiede zeichneten sich im Dezember in den einzelnen Regionen ab. Allerdings bewegten sich die Umsätze in allen Bundesländern im Plus-Bereich. Besonders erfolgreich schnitten im Dezember die Betriebe in den neuen Bundesländern mit einem Umsatzanstieg von durchschnittlich 9 Prozent und in Bayern mit plus 8 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Dezember ab. Die Schuhfachgeschäfte in Schleswig-Holstein erreichten mit plus 5 Prozent den Branchendurchschnitt. Knapp darunter lagen mit plus 4 Prozent die Betriebe in Baden-Württemberg und Niedersachsen. Geringer fiel das Umsatzwachstum in Nordrhein-Westfalen und Hessen/ Rheinland-Pfalz mit plus 1 Prozent beziehungsweise plus 2 Prozent aus. In der Jahresstaffel liegen dennoch die Schuhfachgeschäfte in den neuen Bundesländern am Ende der Skala. Dagegen erreichen die Betriebe in Bayern ein aufgelaufenes Plus von 2 Prozent. Nach Betriebsgrößen gegliedert wich im Dezember die Umsatzentwicklung weniger deutlich vom Branchendurchschnitt ab. Besonders erfolgreich stellte sich die Situation bei den beiden mittleren Größenklassen mit einem Plus von jeweils 7 Prozent dar. Die kleineren und die größeren Betriebe erreichten plus 4 Prozent beziehungsweise plus 3 Prozent. Auf das gesamte Jahr bezogen schneiden die beiden mittleren Betriebsgrößenklassen ebenfalls am besten ab. Mit Werten von plus 2 Prozent und plus 3 Prozent weisen sie Umsatzsteigerungen aus, während die kleineren Betriebe Umsatzeinbußen von 1 Prozent hinnehmen mussten. Die Großbetriebe schlossen laut IfH pari ab. SchuhMarkt-Index: Mäßiger Auftakt im Januar Der SchuhMarkt-Index ist gegenüber dem Dezember wieder gesunken. Die Pessimisten überwiegen in West wie Ost. Dem Höhenflug des SchuhMarkt-Index’ im Dezember des vergangenen Jahres folgt nun ein moderater Fall im Januar. In Gesamtdeutschland erreichte der Gradmesser für die Stimmung im Schuhfacheinzelhandel den Wert 91,8 nach 98,5 im Monat zuvor. Bei den befragten Westhändlern sank der Index um gut vier, bei den Händlern im Osten der Republik um gut 16 Punkte. Die „magische“ Hunderterlinie, die aussagt, ob die Optimisten oder die Pessimisten überwiegen, wurde nicht überschritten. Die BBE-Unternehmensberatung, Köln, die im Auftrag des SchuhMarktes die Händler befragt, registrierte wesentlich mehr Schuhhändler, die im Januar 2006 weniger umsetzten als im Vorjahresmonat, als dies bei der Dezemberbefragung der Fall gewesen war. Mit schmaleren Umsätzen mussten sich im Westen immerhin 36 Prozent, im Osten sogar 60 Prozent der Befragten begnügen. Insgesamt stellten 42 Prozent der Händler Umsatzrückgänge fest. Immerhin 12 Prozent sagten, sie hätten zwischen 6 und 10 Prozent weniger eingenommen, 17 Prozent zwischen 3 und 5 Prozent weniger. Für 22 Prozent blieben die Umsätze auf Vorjahresniveau und 36 Prozent konnten sich über höhere Erlöse freuen. Im Osten sagten dies allerdings nur 23 Prozent. Verschlechtert hat sich die Einschätzung der Lage der Branche sowie des eigenen Unternehmens. Gab es noch im Dezember eine kleine Euphorie, so sieht man das Marktgeschehen und den eigenen Platz wieder nüchterner. Die Branche wird dabei tendenziell schlechter beurteilt als das eigene Unternehmen. So meinen insgesamt 8 Prozent der Händler, der Branche gehe es gut oder sehr gut, für das eigene Unternehmen sehen dies immerhin 17 Prozent so, als mittelmäßig wird die Lage bei beiden Fragen von rund 50 Prozent der Befragten gesehen. Die Frage nach der Umsatzentwicklung in den nächsten sechs Monaten wird ähnlich beantwortet wie im Dezember: 57 glauben, sie werde gleich sein wie jetzt, rund ein Viertel geht von Steigerungen aus und knapp ein Fünftel glaubt, sie werde sinken. Im Osten ist jedoch eine stärkere Tendenz zu den pessimistischeren Prognosen festzustellen. Ein ähnliches Bild ist bei den erwarteten Kundenzahlen festzustellen, während die Gewinnerwartungen leicht pessimistischer ausfallen. Bei den Erwartungen zur Ausgabefreudigkeit steigt sowohl die Zahl derer, die auf eine höhere Ausgabefreudigkeit setzen, als auch die Zahl der Befragten, die niedrigere Erwartungen hegen. Die Konjunkturerwartung hellt sich ein wenig auf. 04/06 Peter Skop

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