Schuhmarkt

Konkurrenzkampf der Modemessen

Florenz stellt die bisherige Aufteilung der Zuständigkeiten bei den Modemessen infrage. Einkäufer von Herrenmode wollen auch Damenmode. 08.10.07 Thesy-Kness-Bastaroli

Das mühsam aufrechterhaltene Gleichgewicht der italienischen und auch der europäischen Modemessen ist ins Wanken geraten. Bislang hat die Modestadt Mailand bei den Prêt-à-porter-Schauen und bei den Damenmodemessen das Sagen gehabt. In Zukunft kann sich das ändern. Sowohl London und Paris als auch Florenz wollen künftig im Damenmodebereich mitmischen.

Vorerst ist eine neue Modemesse „Pitti W–Women Precollection“ geplant. Sie soll erstmals vom 9. bis 12. Januar 2008 stattfinden und Italiens wichtigste Herrenmodemesse Pitti Uomo flankieren. Möglicherweise wird die Kunststadt Florenz in Zukunft auch der Finanzmetropole Mailand die Modeschauen stehlen. Bisher war das Mode-Schaugeschäft in Italien klar aufgeteilt. Rom war für die Haute Couture zuständig und Florenz war jahrelang Numero Uno bei den Herrenmode- und Kindermodeausstellungen. Nun ist das Szenario ins Wanken geraten. Grund dafür ist auch der Wunsch zahlreicher Modeeinkäufer, die Termine vorzuverlegen.

Diesem Bedarf ist Florenz nun nachgekommen. „Die Einkäufer von Herrenmode fordern immer mehr Damenmode, vor allem im sportlichen Segment“ begründet der Präsident von Pitti Imagine, Gaetano Marzotto, die neue Veranstaltung. In Mailand reagiert man mit Zähneknirschen auf die Konkurrenzveranstaltung. Seit gut einem Jahr laufen die Modeschauen nicht mehr wie gewohnt. Für die Prêt-à-porter-Schauen war eine geringere Anzahl von japanischen und US-Einkäufern gemeldet worden. Nicht nur der hohe Euro-Kurs bremst den Besucherstrom aus Übersee. Kritik herrscht auch an der neuntägigen Dauer der Modeschauen und an den oftmals sich überschneidenden Terminen. 08.10.07 Thesy-Kness-Bastaroli

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