Schuhmarkt

IfH 16/07: Plus vier Prozent im ersten Halbjahr

Die Umsatzentwicklung im Schuheinzelhandel im Juni 2007 blieb hinter dem Vorjahr zurück. Dies zeigt der monatliche Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH), Köln. 16/07

Die Umsatzentwicklung im Schuheinzelhandel im Juni 2007 blieb hinter dem Vorjahr zurück. Dies zeigt der monatliche Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH), Köln.

Der Schuheinzelhandel musste im Juni zwar keinen so starken Umsatzrückgang wie im Mai hinnehmen, die Vorjahreswerte wurden aber wieder verfehlt. Das Institut für Handelsforschung ermittelte ein Minus für die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich gegenüber dem Juni des letzten Jahres von nominal 3 %. Berücksichtigt man die vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene Preisveränderungsrate in der Branche, ändert sich dieser Wert real kaum.

Doch weist die Preisentwicklung in der Warengruppe Schuhe nach einem kurzen Anstieg nun wieder einen leichten Rückgang auf. Der Minus-Wert in diesem Jahr baut dabei auf einer negativen Umsatz-Plus vier Prozent im ersten Halbjahr entwicklung im letzten Jahr auf, als bereits nominal –2 % ausgewiesen wurde. Dabei hatte der diesjährige Juni einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat. Damit erreicht die Branche nominal ein Plus von 4% im ersten Halbjahr. Die reale Umsatzentwicklung entspricht weitgehend diesem Wert.

In verschiedenen anderen Branchen zeigte sich eine positive Tendenz, so im Sortimentsbuchhandel, der im Juni deutlich zulegen konnte oder im Uhren-, Juwelen-, Gold- und Silberwareneinzelhandel, der ein deutliches Plus meldete. Deutliche Unterschiede bei der Umsatzentwicklung zeigten sich im Juni in den einzelnen Größenklassen. Vor allem die kleineren Betriebe verbuchten mit durchschnittlich – 5% gegenüber dem Juni des vergangenen Jahres ein spürbares Umsatzminus, gefolgt von der Größenklasse mit 6 bis 10 Beschäftigten, die – 1% erreichten.

Dagegen meldeten die beiden oberen Größenklassen Umsatzsteigerungen von 7% bzw. 9 %. In der Jahresstaffel liegen die beiden oberen Auswertungsgruppen deutlich vor den beiden Gruppen mit bis zu 5 und 6 bis 10 Mitarbeitern. Regional entwickelten sich die Umsätze im Juni überwiegend negativ. Die Ausnahme stellte Nordrhein-Westfalen mit + 3% Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat dar. Nur leichte Umsatzeinbußen verzeichneten die Betriebe in Niedersachsen mit – 2 %. Eine mittlere Position nahmen die Schuhfachgeschäfte in Bayern mit – 4% ein, während für Hessen/Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Umsatzeinbußen von durchschnittlich 6% gegenüber dem Juni des letzten Jahres ermittelt wurden. Für die neuen Bundesländer ergab sich ein Umsatzrückgang von 5 %. Bei der aufgelaufenen Umsatzentwicklung für das erste Halbjahr steht Nordrhein-Westfalen mit + 7 % am besten da. 16/07

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