Schuhmarkt

Theresia Muck GmbH stellt Insolvenzantrag

Umsatzeinbrüche im Jahr 2005 und auch in der jüngsten Zeit haben die traditionsreiche Bequemschuhfabrik Theresia Muck GmbH in Bruchweiler-Bärenbach in finanzielle Schieflage gebracht. 08.08.06 Fred G. Schütz

Umsatzeinbrüche im Jahr 2005 und auch in der jüngsten Zeit haben die traditionsreiche Bequemschuhfabrik Theresia Muck GmbH in Bruchweiler-Bärenbach in finanzielle Schieflage gebracht.

Vor dem Amtsgericht Pirmasens wurde jetzt Insolvenzantrag gestellt, der Dahner Steuerberater Thomas Maier wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Aus dem Büro des Insolvenzverwalters heißt es auf Anfrage des Schuhmarkts, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine substantiellen Aussagen über die Zukunft des Unternehmens und die damit verbundenen 69 Arbeitsplätze zu treffen seien.

Auf alle Fälle werde derzeit weiter produziert, um Bestellungen und Kundenwünsche zu bedienen. Bei den Kunden von „Theresia Muck” sei die Schieflage der Firma „mit Bedauern” aufgenommen worden. Dem Schuhunternehmen wird unter anderem „große Fachhandelstreue“ attestiert. Das Unternehmen ist mit der Marke „Theresia M” im Markt für modische Bequemschuhe für Damen gut eingeführt. Die Firma Theresia Muck GmbH ist seit der Gründung vor fast 50 Jahren ein mittelständisches Familienunternehmen, das heute von Kurt und Eckhard Muck als geschäftsführende Gesellschafter geleitet wird.

Neben der Fabrik in Bruchweiler-Bärenbach unterhält „Theresia Muck” auch Produktionsstätten in Osteuropa. Nach einer Mitteilung des Insolvenzverwalters seien die Löhne bis Juni 2006 bezahlt. Vorrangiges Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters sei es nun, in Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern die Lieferfähigkeit sicher zu stellen „und die pünktliche Belieferung der Kunden zu gewährleisten. Im vorläufigen Insolvenzverfahren werde auch geprüft, ob und in welcher Form das Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten werden können. „Die frühe Insolvenzantragsstellung soll im Rahmen der Verfahrensabwicklung verschiedene Möglichkeiten der Sanierung ermöglichen, zumal nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand eine Überschuldung des Unternehmens nicht vorliegt”, heißt es in einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters. 08.08.06 Fred G. Schütz

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