Schuhmarkt

Geteilte Meinung zur GLS

„Wir sind mit der GLS-Erstveranstaltung zufrieden und können von einem soliden Ergebnis sprechen. Die angestrebten Synergieeffekte des neuen Powerpacks GDS und GLS haben gegriffen“, sagt Armin Stader, Projektleiter der GLS, dem International Event for Leather Goods & More. 07/06 Kathrin Abler

„Wir sind mit der GLS-Erstveranstaltung zufrieden und können von einem soliden Ergebnis sprechen. Die angestrebten Synergieeffekte des neuen Powerpacks GDS und GLS haben gegriffen“, sagt Armin Stader, Projektleiter der GLS, dem International Event for Leather Goods & More. Laut Veranstalter fanden rund ein Viertel der 31 500 GDS-Besucher den Weg in die Lederwaren-Hallen 5, 7 und 7a. An der neuen Lederwarenmesse GLS, die erstmals parallel zur GDS veranstaltet wurde, präsentierten 161 internationale Aussteller ihre Kollektionen. Darunter waren laut Veranstalter 90 Prozent Erstaussteller, welche in den vergangenen Jahren nicht im Lederwarenbereich der GDS vertreten waren. „Über 61 Prozent aller Aussteller bestätigten bereits jetzt ihre erneute Teilnahme zur Herbst-GLS“, heißt es weiter vom Veranstalter. Im Gegensatz zu diesem positiven Resümee waren viele der vom SchuhMarkt befragten Ausstellern nicht ganz so optimistisch. Im Gegenteil: Axel Krämer, Juniorchef der Adam Frölich I. KG, trägt sich mit dem Gedanken, nicht mehr nach Düsseldorf zu kommen, obwohl er seit mehr als 20 Jahren auf der GDS ausstellt. „Viele deutsche Kunden fahren einfach nicht mehr zur GDS, und man hat auch nicht immer das Glück, einen ,dicken Fisch‘ aus dem Ausland an Land zu ziehen. Durch die Verlagerung der Trendschau von Halle 7a in Halle 5 war der Lauf der Kunden durch die Halle 7 und speziell durch Halle 7a nicht gut, was man auch deutlich daran sieht, dass eben nur 25 Prozent der Besucher die GLS überhaupt aufgesucht haben“, sagt Krämer. Auch Martin Mortimer von Wiley Accessories Ltd. ist enttäuscht. Er werde nur wiederkommen, wenn ihm die Messe einen dicken Rabatt anbieten würde. Unzufrieden mit der Hallenaufteilung war Jo Junggeburth von Vadobag. Durch die Platzierung in Halle 7 hätten ihn viele Großkunden gar nicht gefunden. „Die Messeleitung sollte uns einen Stand zwischen den Schuhherstellern geben“, fordert er und fügt hinzu: „Für den Schuhhändler sind wir ein so kleines Segment, dass wir zu ihm kommen müssen und nicht er zu uns.“ Ähnlicher Meinung ist auch Achim Bruder, der Chef von Abro, der mit einem Stand auf der GLS und einem zweiten auf der GDS vertreten war. „Die GDS sollte versuchen, in ihrem Kernsegment Schuhe stark zu werden und dann die Taschen als Zusatzsegment integrieren. In dieser Form ist die GLS verschwendete Energie“, sagt er. Auch die Intention der GLS, Schuhhändler in die Lederwarenhallen zu locken beziehungsweise Lederwarenhändler nach Düsseldorf zu bekommen, konnten die befragten Aussteller nicht bestätigen. Wegen des eingeschränkten Sortiments der GLS seien etliche Lederwarenhändler, die extra nach Düsseldorf kamen, sogar verärgert worden, berichtet der Abro-Chef. Auch der neu geschaffene Backstage-Bereich, auf dem sich Jungdesigner präsentieren konnten, stieß laut SchuhMarkt-Informationen auf gemischte Resonanz. Während die jungen Kreativen diese Plattform begrüßten, ärgerten sich die umliegenden Taschenhersteller über die meterhohe schwarze Abhängung dieses Bereichs, welche ihre Stände vor Besucherblicken verhüllte. Für eine erfolgreiche zweite Auflage der GLS wird der Veranstalter sicherlich umorganisieren müssen. In dieser Form wird die GLS der Lederwarenmesse ILM in Offenbach keine Konkurrenz machen. „Ich bin beruhigt heimgefahren, weil ich mit Freude festgestellt habe, dass die Fraktion meiner Kundschaft nicht in Düsseldorf war“, erklärt Ursula A. Diehl, die Geschäftsführerin der Messe Offenbach, auf SchuhMarkt-Nachfrage. Vielleicht würde schon eine bessere Beschilderung der Lederwarenhallen helfen, welche die GDS-Besucher auf dem direkten Weg dorthin leitet. Nach den diesjährigen Erfahrungen müssen aber auch die Aussteller umdenken. Grazia Oelschlegel von MGM Deutschland empfiehlt ihren Kollegen, im Vorfeld der GLS viel Werbung zu machen. „Wir haben Einladungen verschickt und so unsere Kunden zu unserem Stand geführt“, sagt sie. 07/06 Kathrin Abler

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