Schuhmarkt

SMI 03/07: Händlerstimmung erholt sich

Der SchuhMarkt-Index konnte sich in der Januarbefragung ein wenig erholen. Dies ist vor allem einer Aufhellung in den neuen Bundesländern zu verdanken. Peter Skop

Auf etwas über 81 Punkte ist der SchuhMarkt- Index als Ergebnis der Januarbefragung durch die BBE-Unternehmensberatung gestiegen. Im Dezember errechneten die Statistiker noch knapp 74 Punkte. Die Steigerung ist einer Aufhellung der Stimmung in den ostdeutschen Bundesländern zu verdanken, die noch im Vormonat auf dem historischen Tief von 37 Punkten angelangt war.

Sicherlich eine Ursache der Stimmungsverbesserung dürften die Umsätze des Dezembers gewesen sein, die im Januar abgefragt werden. Weniger Händler als noch im Vormonat hatten hier einen geringeren Umsatz im Vorjahresvergleich angegeben. Hatten im November noch 58 Prozent der Befragten ein Umsatzminus zu verzeichnen, so waren dies im Dezember „nur“ 50 Prozent.

Ein Minus von mehr als zehn Prozent gaben bei der jüngsten Befragung noch neun von Hundert Befragten an, im Vormonat sagte dies immerhin jeder Fünfte. Negativ wird von den befragten Schuhfacheinzelhändlern die Lage der Branche beurteilt, wobei eine Verschlechterung sowohl in Ost wie West festgestellt wird – mit deutlichen Unterschieden allerdings.

Sagen im Osten 77 Prozent, die Lage sei schlecht, so sind es im Westen 56 Prozent, die diese Beurteilung äußern. Zu einem „gut“ oder „sehr gut“ ringen sich nur vereinzelte Stimmen durch. Auch die eigene Lage wird überwiegend als schlecht beurteilt. In Ost wie West sind es weniger als 20 von Hundert, die die Lage ihres Unternehmens mit „gut“ oder „sehr gut“ bewerten. Befragt nach den Indikatoren Umsatz, Kundenzahl, Gewinn und Ausgabefreudigkeit der Verbraucher in den nächsten sechs Monaten, ergibt sich eine leichte Zunahme der Neutralen.

Die Zahl derer, die niedrigere Zahlen erwarten, hat leicht abgenommen, die Optimisten steigen dagegen kaum. Keine großen Hoffnungen setzt der Schuhhandel offensichtlich auf ein Anziehen der Konjunktur. Wenig positive Erwartungen herrschen auch hinsichtlich der regionalen oder bundesweiten Arbeitsmarktentwicklung. Besonders im Osten sieht man eine deutliche Differenz zwischen Bund und eigener Region. Für das gesamte Land sieht man einen deutlich positiveren Trend als für die Region. Peter Skop

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