Schuhmarkt

IfH 03/07: Versöhnlicher Jahresausklang

Die Dezemberumsätze 2006 im Schuheinzelhandel waren fast durchweg höher als im Vorjahr. Dies zeigt der Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH).

Zum Jahresabschluss erzielte der Schuhfacheinzelhandel noch einen Umsatzzuwachs. Das Institut für Handelsforschung errechnete im Rahmen des monatlichen Betriebsvergleichs für die Branche eine durchschnittliche Umsatzzunahme von nominal gut drei Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Dezember.

Unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesenen Preisveränderungsrate für den Bereich Schuhe ändert sich dieser Wert kaum, da die Preise inzwischen wieder nahezu unverändert zum Vorjahr sind. Bereits im Vorjahr meldeten die Teilnehmerbetriebe einen Umsatzanstieg von fünf Prozent, so dass der diesjährige Wert auf einer guten Basis aufbauen konnte. Für das gesamte Jahr erreicht der Schuhfachhandel damit nominal ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis.

Dieser Wert steigt preisbereinigt auf plus ein Prozent. Gemessen an den anderen Branchen liegt der Schuhfachhandel damit im Mittelfeld. Unterschiede ergaben sich im Dezember im Schuheinzelhandel in den einzelnen Regionen. Allerdings bewegten sich die Umsätze in fast allen Bundesländern im Plus-Bereich. Lediglich die Betriebe in den neuen Bundesländern mussten eine Umsatzeinbuße von drei Prozent gegenüber dem Vorjahres-Dezember hinnehmen – nach einem überdurchschnittlichen Vorjahreswert.

Besonders erfolgreich schnitten dagegen im Dezember die Betriebe in Nordrhein-Westfalen mit einem Umsatzanstieg von durchschnittlich neun Prozent im Vergleich zum Dezember des letzten Jahres ab. Erfolgreich endete das Jahr auch in Niedersachsen mit plus fünf Prozent und in Baden- Württemberg mit plus vier Prozent.

Geringer fiel das Umsatzwachstum in Bayern und in Hessen/Rheinland-Pfalz mit jeweils plus ein Prozent aus. In der Jahresstaffel erreichen zwei Bundesländer positive Werte. Dies sind Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit einem Plus von jeweils zwei Prozent. Am Ende der Skala liegen die Schuhfachgeschäfte in Hessen/Rheinland-Pfalz mit einem Minus von drei Prozent.

Nach Betriebsgrößen gegliedert ergab sich im Dezember eine deutlich günstigere Umsatzentwicklung bei den größeren Betrieben. In den beiden oberen Größenklassen wurden Umsatzsteigerungen von acht und zehn Prozent verbucht. Mit plus drei Prozent entsprach die Umsatzentwicklung bei den kleineren Betrieben dem Branchendurchschnitt. Die Größenklasse „sechs bis zehn Beschäftigte“ blieb mit minus einem Prozent leicht hinter den Vorgaben des Vorjahres-Dezembers zurück. Auf das gesamte Jahr bezogen schneiden die Betriebe mit elf bis 20 Beschäftigten besonders erfolgreich ab. In den beiden kleineren Betriebsgrößenklassen werden die Umsätze des letzten Jahres allerdings nicht erreicht.

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