Schuhmarkt

Garant-Hauptversammlung am 8. März

Die außerordentliche Hauptversammlung der Garant wird die Weichen endgültig stellen. Die Aktionäre entscheiden schließlich auch über ihre weitere Position im Unternehmen. 08.02.07 Peter Skop

Die Garant Schuh + Mode AG lädt zum 8. März 2007 zur außerordentlichen Hauptversammlung nach Düsseldorf ein. Tagesordnungspunkt Nummer Eins ist die Herab- und anschließende Heraufsetzung des Grundkapitals des Unternehmens bei Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre. Weitere Punkte sind die Aufhebung von § 3 der Satzung (Vinkulierung), ein Sonderbeschluss der Stammaktionäre zu den Kapitalmaßnahmen sowie der Beschluss zur Fortsetzung der Gesellschaft. Namensaktionäre müssen am 5. März angemeldet sein, Vorzugsaktionäre bis 1. März.

In seiner Einladung geht der Vorstand auf die wirtschaftliche Situation und die Begründung der Maßnahmen ein. Demnach zeigen sich Vorstand und Insolvenzverwalter überzeugt, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft fortführen zu können, wenn klar definierte Ziele erreicht würden. Dazu gehört, den Insolvenzgläubigern eine Quote zahlen zu können, die sie den Insolvenzplan annehmen lässt. Zudem müsse das Grundkapital wiederhergestellt und angemessen erhöht werden, und die Gesellschaft müsse über ausreichende Liquidität verfügen. Schließlich sei eine Ausweitung des Zentralregulierungsvolumens anzustreben. Die Garantführung macht darüber hinaus klar, dass die erforderlichen Maßnahmen – Insolvenzplan, Kapitalherabsetzung und Kapitalerhöhung sowie die Gewährung des notwendigen Betriebsmittelkredits – so miteinander verknüpft sind, dass sie nur insgesamt zustande kommen könnten.

„Ob es gelingen könnte, bei Aufrechterhaltung des Bezugsrechts die von den Aktionären nicht gezeichneten Aktien rechtzeitig bei dritten Investoren zu platzieren, ist ungewiss und mit unkalkulierbaren Risiken behaftet“, lautet die Begründung, warum die angestammten Aktionäre vom Bezug der neuen Aktien ausgeschlossen werden sollen. Der vorgeschlagene Ausgabekurs wird 9,63 Euro betragen. Dies ergibt sich aus der Herabsetzung des Kapitals um 76 Prozent von 10,5 Mio. Euro auf 3 618 925,11 Euro und der anschließenden Heraufsetzung auf 15 095 516,13 Euro durch Ausgabe von 1 191 754 neuen Aktien. Die bisherigen Aktionäre (Stamm- und Vorzugsaktionäre) behalten einen Anteil von 24 Prozent am zukünftigen Unternehmen. Entfallen künftig die Stimmrechte der Vorzugsaktionäre wieder, so repräsentieren die neuen Stammaktien insgesamt 84 Prozent der Stimmrechte. Zu bedenken gibt der Vorstand, dass bei einem Scheitern der Maßnahmen und einer Liquidation der Garant die Aktien wertlos würden, da die Gesellschaft stark überschuldet ist. Für die Durchführung der Kapitalerhöhung und als Zwischenschritt bis zum Einstieg der Investoren wird eine neue Gesellschaft, die Erste Amplificator GmbH, gegründet. 08.02.07 Peter Skop

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