Schuhmarkt

Schuh-Outlet-Pirmasens wieder im Gespräch

Wenn Carl-August Seibel am 9. Februar sein „ShoeCity” genanntes Einkaufszentrum im pfälzischen Schuhdorf Hauenstein eröffnen wird, ist der umtriebige Schuhunternehmer seinen Mitbewerbern in Sachen Schuh-Outlet mehr als nur eine Nasenlänge voraus. 08.02.06 Fred Schütz

Wenn Carl-August Seibel am 9. Februar sein „ShoeCity” genanntes Einkaufszentrum im pfälzischen Schuhdorf Hauenstein eröffnen wird, ist der umtriebige Schuhunternehmer seinen Mitbewerbern in Sachen Schuh-Outlet mehr als nur eine Nasenlänge voraus. Das konstatiert - betont neidlos - auch Architekt Hans Peter Arnold, dessen „Projektentwicklung Pirmasens” (pep) mit dem Bau des eigenen Schuh-Outlets im Pirmasenser Konversionsgebiet Husterhöhe direkt an der B10 erst Ende März, Anfang April beginnen will.Dass Thema Schuh-Outlet war eigentlich keines mehr. Dr. Peter Neumann, Geschäftführer des Verbandes der Schuhindustrie in Rheinland-Pfalz, bestätigte dem SchuhMarkt in anderen Worten, was er bereits der Lokalpresse auf Anfrage zu Protokoll gegeben hatte: „Im Verbandsgebiet ist das Outlet kein Thema mehr, das wirklich brennend interessiert. Die Firmen haben ganz andere Schwerpunkte als ein weiteres Outlet, die konzentrieren sich auf das knallharte Tagesgeschäft”.So registriert auch pep-Planer Arnold, zumindest bei den Pirmasenser Schuhfabrikanten „äußerste Zurückhaltung”, was das Thema Schuh-Oulet-Pirmasens angeht. „Kennel & Schmenger” gehe nach Hauenstein, „von den anderen habe ich keine direkte Absage, aber auch keine Zusage erhalten”, sagte Arnold dem SchuhMarkt. Er halte aber an den Plänen fest, das Outlet, gut sicht- und erreichbar von der B10 aus, mit 2200 Quadratmetern reiner Verkaufsfläche zu errichten. Da sei Platz, je nach Einheitengröße, für bis zu 20 Verkaufstellen. Zehn Zusagen habe er bereits, sagt Arnold, welche, darüber wolle er nichts sagen. Dass ihm in Hauenstein mit Seibels Outlet ein Konkurrent für die eigene 4,5-Millionen-Euro-Investition erwachse, sehe er nicht so: „Das kann ja nur belebend fürs Geschäft sein, die Schiene Designer Outlet Zweibrücken und die Schuh-Outlets Pirmasens und Hauenstein entlang der B10. Hauenstein hat es uns vorgemacht, wir haben keine Berührungsängste”.Auch nicht zur Idee von den „Shoes in the City”, die Ulrich Franke von „Sinnform - Marketing und Kommunikation” bereits den Mitgliedern des Pirmasenser Marketing-Vereins „PS Marketing” vorgestellt hat. Kernpunkt des Konzeptes ist es, „Shoes in the City” als Dachmarke zu etablieren und unter diesem einheitlichen Signet Schuh-Outlets in der Pirmasenser City einzurichten - jede Marke in einem eigenen Laden. Franke sagte gegenüber dem SchuhMarkt, dass etwa 15 Vertragspartner notwendig seien, um das Projekt auch wirtschaftlich tragfähig umzusetzen. Gedacht sei dabei, 1A-Ware der Hersteller zehn bis zwanzig Prozent unter UVP anzubieten. Die Dachmarke soll über monatliche Lizenzbeiträge der Shop-Betreiber finanziert werden. Bislang befinde sich „Sinnform” aber noch in der Akquise.Das Konzept „Shoes in the City” ist insgesamt so aufgenommen worden, wie es PS-Marketing-Geschäftsführer Rolf Schlicher und Schuhverbandsgeschäftsführer Neumann unabhängig voneinander formulierten: „Eine interessante, nachdenkenswerte Idee”. Zu einer endgültigen Beurteilung fehlten allerdings noch genauere betriebswirtschaftliche Fakten. Neumann meldet allerdings auch Bedenken an: „Es könnte durchaus schwierig sein, die Leute nur wegen Schuhen in die Innenstadt zu locken”.Im Zuge des wiedererwachten Interesses am Thema „Schuh-Outlet Pirmasens“ in der Lokalpresse, meldete sich auch der Unternehmer Claus Ludwig Kling zu Wort, der sich öffentlich darüber beschwerte, dass seine Pläne für ein Schuh-Outlet an einer anderen Stelle in Pirmasens vom Hauptausschuss der Stadt Pirmasens abgelehnt worden sei. Den Verantwortlichen der Stadt warf er „politische Inkompetenz” vor, weil diese den pep-Plänen den Vorrang gegeben hatten. Der Pirmasenser Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis verwahrte sich auch im Gespräch mit dem SchuhMarkt gegen den Vorwurf. Die Stadt habe ihre Prioritäten gesetzt, gestützt durch entsprechende Gutachten, und präferiere die Entwicklung auf der Husterhöhe, entlang der B10, wo auch Fachhochschule, Prüf- und Forschungsinstitut (PFI) und das künftige Schuhkompetenzzentrum angesiedelt sind oder sein werden.Derweil hat Carl-August Seibel, nachdem sein ehrgeiziges ShoeCity-Projekt einige planungsrechtliche Justagen erfahren hat, zeitlich und infrastrukturmüßig die Nase vorn. Sein 2000 Quadratmeter großes „ShoeCity” steht an der B10 in Hauensteins beliebter und etablierter Schuhmeile, mit zahlreichen anderen Schuhgeschäften in fußläufiger Entfernung, Parkplätzen und einem erlaubten (saisonalen) Sonntagsverkauf. Seibel, der auch die gläserne Schuhfabrik in Hauenstein betreibt, hat rund 3,5 Millionen Euro in sein auch architektonisch reizvolles „ShoeCity” investiert und wird zehn Schuhgeschäften und Sportartiklern Platz bieten. Erst-Mieter sind die „All Shoe Company”, Pirmasens, der „Phönix Shop”, Hauenstein, die „Ossi Schuhhandels GmbH”, Hauenstein, „Steitz Secura”, Kirchheimbolanden, „K&S - Kennel und Schmenger”, Pirmasens, Maria Deimann, Hauenstein, Sport Hellmann, Pirmasens, „Wilgarta Schuhe”, Wilgartswiesen”, „Merkel”, Hauenstein und „Romika Shoes GmbH” Hauenstein. 08.02.06Fred Schütz

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