Schuhmarkt

Theresia M. hat Investor ins Boot geholt

Die Zukunft für Theresia Muck scheint gesichert. Naot steigt als Investor in das Unternehmen ein. Eckhard Muck sieht die Zukunft des Unternehmens positiv. 07.08.07 Peter Skop

 

Eckhard Muck strahlt Optimismus aus. Die düsteren Wolken des Insolvenzplanverfahrens verziehen sich. Man habe das Unternehmen neu strukturiert und einen Investor gefunden. Naot heißt er und ist ein großes israelisches Schuhunternehmen. Dahinter steht Naots amerikanische Muttergesellschaft Shamrock.

Positiv stimmt ihn aber auch, dass die Stammkunden durch die Bank treu geblieben sind und zur Theresia Muck GmbH, Bruchweiler, halten. Die neue Kollektion für Sommer 2008 komme nach ersten Vorlagen sehr gut beim Handel an. „Wir haben eine tolle Kollektion auf die Beine gestellt“, so Muck. Auch das ist ein Grund zur Hoffnung. Die neue Kollektion ist Ausdruck dieses Schwungs, der im Unternehmen herrscht.

„Zunächst haben wir im Insolvenzplanverfahren Einsparpotenziale gesucht und die Kostenstruktur angepasst“, erläutert Eckhard Muck, der zusammen mit seinem zehn Jahre älteren Bruder Kurt (55) das Unternehmen führt. „Wir waren nicht überschuldet“, stellt Muck klar. Von 24 Mitarbeitern habe man sich schmerzlicherweise trennen müssen, 49 sind am Standort verblieben. „Von Anfang an war klar, dass das Unternehmen erhalten werden soll.“ Technisch sei man up-to-date. So seien beispielsweise neue Maschinen für Lasercuts installiert. Auch die deutsche Produktion soll hier erhalten bleiben. Gegenwärtig würden zirka 600 Paar am Tag produziert. Mit der Produktion im europäischen Ausland komme man auf rund 300 000 Paar im Jahr. Dort werden Pantoletten und Sportschuhe überwiegend gefertigt oder auch Schäfte produziert. Die Leder kommen überwiegend aus Italien. Pumps werden in Deutschland hergestellt. Auf das „Made in Germany“ ist man stolz bei Theresia Muck.

Synergien nutzen

Mit Naot habe man einen Partner, mit dem sich Synergien nutzen ließen. Man habe die gleiche Zielgruppe, zum Teil sogar die selben Lieferanten. Hier können sich Vorteile im Einkauf ergeben. Auch Naot legt Wert auf Passform und Qualität, fast 100 Prozent der Schuhe sind mit Wechselfußbett ausgestattet. Naot bringt zudem Herrenschuhe mit ein. Theresia M. wird den modischeren Part übernehmen. Die Israelis sind in Märkten stark – Israel selbst oder auch Nordamerika – wo Theresia M. schwächer aufgestellt ist und umgekehrt.

Gegenwärtig hat Theresia M. einen Exportanteil von 35 Prozent. Bruchweiler wird Europazentrale auch für Naot. „Die Räumlichkeiten sind da“, so Muck. Bei den Vertretungen im Ausland wird es zum Teil Veränderungen geben. In Deutschland arbeitet Theresia Muck mit sechs Außendienstlern (5 West, 1 Ost) und man ist in den wichtigsten Orderzentren vertreten. „Wir sind noch sehr südlastig, im Norden haben wir noch Potenzial“, so Muck. Der Außendienst Baden-Württembergs, Rheinland-Pfalz’, Bayerns, teilweise von Nordrhein-Westfalen, Holland und Öserreich wird in der ersten Phase Naot mitführen.

Die Kollektion ist femininer geworden. Modische Durchbrüche, Metallic (Silber/Grau löst Goldtöne ab), Perlato-Leder sind nur einige Stichworte. Auch wenn die Modelle frischer und feminer geworden sind, so will Theresia Muck sich weiterhin treu bleiben. „Es bleibt beim Wechselfußbett, anatomisch korrekten, asymetrischen Leisten – vom Pumps bis zum Stiefel“, sagt Muck. Auch eine völlig neue Ballerinaform hat das Wechselfußbett. Man bietet ein Weitenspektrum von C bis K, in der neuen Saison sogar modische Sandalen mit Wechselfußbett bis Weite K und auch halbe Größen. Die Größen gehen von zweieinhalb bis elf, teilweise noch darüber.

Das Standbein Übergrößen soll ausgebaut werden. Die Hauptpreislagen liegen bei 89,99 und 99,99 Euro, Pantoletten ab 69 Euro, hochwertige Pumps mit Wechselfußbett auch einmal über 100 Euro. Die Sprengungen gehen bis 40 mm, eine modische Sandale darf auch einmal darüber liegen. 07.08.07 Peter Skop

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