Schuhmarkt

IfH 08/06 - Erneutes Umsatzminus im Februar

Nach dem positiven Start ins neue Jahr musste der Schuheinzelhandel im Februar wieder einen Umsatzrückgang hinnehmen.

Größer? Bitte auf Grafik klicken.Nach dem positiven Start ins neue Jahr musste der Schuheinzelhandel im Februar wieder einen Umsatzrückgang hinnehmen.Für die am monatlichen Betriebsvergleich beteiligten Schuhfachgeschäfte ermittelte das Institut für Handelsforschung (IfH), Köln, – gemessen an den Vorjahresumsätzen – ein leichtes Umsatzminus. Nominal sanken die Umsätze der in die Erhebung einbezogenen Schuhfachhändler um 2 Prozent gegenüber dem Februar des letzten Jahres. Bezieht man die vom Statistischen Bundesamt gemeldete - rückläufige - Preisveränderungsrate für die Branche mit ein, ergeben sich allerdings real unveränderte Umsätze. Bei der Analyse dieser negativen Umsatzentwicklung im Schuheinzelhandel ist auch zu beachten, dass die Branche im Februar des vergangenen Jahres schon eine Umsatzeinbuße in Höhe von 8 Prozent verbuchte. Somit lagen bereits recht niedrige Basiswerte vor, die nun weiter unterschritten wurden. In den anderen vom IfH ausgewerteten Fachzweigen des Einzelhandels war im Februar kein einheitlicher Trend erkennbar. Während zum Beispiel der Sortimentsbuchhandel eine Einbuße von 3 Prozent meldete, konnten die Juweliere die Vorjahreswerte um fast 11 Prozent übertreffen. Nach zwei Monaten erreicht die Jahresstaffel für den Schuhfacheinzelhandel nominal und real ein leichtes Plus. Nominal wird das Verkaufsergebnis des letzten Jahres in diesem Zeitraum um 1 Prozent überschritten. Preisbereinigt steigt dieser Wert auf plus 3 Prozent. Die negative Umsatzentwicklung des Schuheinzelhandels im Februar galt aber nicht in allen Regionen. In einzelnen Bundesländern ergaben sich auch positive Umsatzverläufe. Dazu zählen vor allem die neuen Bundesländer mit einem Plus von 8 Prozent, allerdings auf sehr schwacher Vorjahres-Basis. Einen leichten Umsatzzuwachs verzeichneten die Betriebe in Hessen/Rheinland-Pfalz mit plus 1 Prozent gegenüber dem Februar des letzten Jahres. Am anderen Ende der Skala rangierten hingegen die Schuhfachgeschäfte in Bayern und Baden-Württemberg, die durchschnittlich 6 Prozent beziehungsweise 4 Prozent weniger umsetzten als im vorangegangenen Februar, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit minus 3 Prozent. Unveränderte Werte meldeten die Betriebe in Niedersachsen. Die Jahresstaffel in den einzelnen Bundesländern weist damit auch sehr unterschiedliche Werte aus. Dabei reicht die Spannweite der Umsatzentwicklung von plus 5 Prozent in den neuen Bundesländern über plus 3 Prozent in Niedersachsen bis zu minus 1 Prozent in Baden-Württemberg und Nordrhein- Westfalen. In den verschiedenen Betriebsgrößenklassen wurden im Februar überwiegend Umsatzrückgänge errechnet, wobei die größeren Betriebe stärkere Einbußen verzeichneten als die kleineren. Die Betriebe in den beiden oberen Auswertungsgruppen meldeten Umsatzrückgänge von 6 Prozent und 4 Prozent, während die Betriebe mit 6 bis 10 Beschäftigten ein Umsatzplus 2 Prozent erzielten. 08/06

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