Schuhmarkt

Der Frühling belebt das Geschäft - Der Markt in den Regionen 18.03. – 31.03.06

Mit den steigenden Temperaturen wächst auch allmählich die Kauflust der Kunden. Eindeutige Trends haben sich allerdings noch nicht herauskristallisiert. 08/06

Mit den steigenden Temperaturen wächst auch allmählich die Kauflust der Kunden. Eindeutige Trends haben sich allerdings noch nicht herauskristallisiert. Die Damen griffen sowohl zu Übergangsware wie Slippern, Ballerinas und Mokassins, zu Westernstiefeln, als auch zu hochsommerlichen Sandalen. Die Herren ließen sich von den aufkeimenden Frühjahrsstimmung noch nicht zum Schuhkauf hinreißen. Dagegen verbuchten die Schuhhändler aus den Kinderschuhabteilungen erfreuliche Umsätze.Bremen Das Ergebnis des aktuellen Berichtszeitraumes ergibt einen positiven Trend im negativen Bereich: Das Minus rückt in Richtung Pari. Nichtsdestotrotz liegen die Umsatzzahlen im roten Bereich. Wetter- und zahlenmäßig hat der Frühling noch nicht Einzug gehalten. Es zeigt sich allerdings, dass an den wenigen milderen und trokkenen Tagen sogleich das Kaufinteresse steigt. „Es liegt ein Hauch von Hoffnung in der Luft“, sagte ein Händler. Zwar könne das Loch der vergangenen Wochen noch nicht gestopft werden, aber man sei optimistisch, dass sich die Situation auf dem Bremer Schuhmarkt bald ändere. Das Kaufverhalten war dementsprechend unstet, ein modischer Trend zeichnet sich noch nicht ab. Die Damen kauften Sandaletten und Pantoletten. Modelle mit Flechteinsatz waren beliebt. Gefragt sind auch sportliche Sneakertypen. Insgesamt orientierten sich die Damen wieder an Bequemlichkeit. In der Regel wurden flachere Schuhe mit ausreichend Fußweite gewählt. Bei den Farben lagen Grün- und Orange-Kombinationen sowie Rosé und Weiß vorn. Die Herren zeigten sich wieder sehr qualitätsbewusst. Es wurde weniger auf den Preis geschaut. Hochwertige Modelle sollten es sein. Wichtige Ausstattungsmerkmale waren Luftpolster und vielfach Klettverschluss. Unter dieser Prämisse gaben die Kunden gerne Geld für bequeme Standardware aus. Ausgefallenes und modische Spielereien lagen nicht im Fokus der Herren. Das Kinderschuhgeschäft verlief ausnahmsweise recht erfreulich. Die kleinen Bremer bekamen neue Halbschuhe mit Klettverschlüssen in bunt zusammengesetzten Farbflächen. Geox war das Thema. Zudem gingen bereits sportliche Kindersandalen über den Verkaufstresen. Vielfach wurden auch Hausschuhe gekauft. ib Niedersachsen Die Tageskassen haben sich im Berichtszeitraum zwar deutlich verbessert, an die Vergleichszahlen kam man allerdings wieder nicht heran. An dem kräftigen Minus hat sich ebenfalls nichts geändert. Der Monat März wird mit einem deutlich zweistelligen Minus abschließen. In den Damenabteilungen zeigten sich schon mehr als nur Kaufansätze. Das betraf praktisch die gesamte Palette der geschlossenen Übergangsware. So zeigten sich bessere Zahlen bei Mokassins, Sportschuhen, Slippern sowie bei Trotteurs, die zumTeil auch schon gelocht sein durften. Die Farbwünsche waren dabei recht breit gefächert und reichten von Rosé über Bleu, Weiß und Naturtönen bis zu Kombinationen. Auch bei Pantoletten, Sabots, Sandaletten und Slings war schon Bewegung. Bei Western setzte sich der Aufwärtstrend fort. In den Herrenabteilungen war der leichte Aufwärtstrend nur gebremst zu bemerken. Wenn, dann war Sportliches gefragt. Sneakertypen in Material- und Farbkombinationen waren dabei die besten Artikel. Klassiker hatten es sehr schwer. Der gesamte funktionelle Sportschuhbereich konnte noch am ehesten überzeugen. Das Kindergeschäft konnte seine eigentlich recht positiven Tendenzen bestätigen. Im Lauflernbereich wurden weiter recht gute Verkäufe erzielt. Sneaker und Ballerinen für Mädchen brachten schon recht brauchbare Zahlen. Das galt auch für die Umsätze, die mit Skatern und Sportschuhen für Jungen gemacht wurden. gi Ruhrgebiet Der März endete mit Aprilwetter: Viel Regen, gelegentlich Sonne und auch stärkere Windboeen, aber mit Temperaturen bis zu 20. Grad. Das spürte der Schuhhandel deutlich. Insgesamt bewegte sich die Umsatzkurve endlich spürbar aufwärts. Wobei die Damenabteilung den Hauptanteil beisteuerte, waren doch die Kundinnen die Stiefelzeit mehr als satt. Sportliche Ballerinas und Mokassins in allen aktuellen Pastelltönen und auch Weiß waren gefragt. Bei jungen Kundinnen auch Westernstiefel. In etwa zufrieden war der Handel mit dem Abverkauf von Sneakern. Im Galanteriebereich bewegten sich endlich Pumps, überwiegend mit niedrigen Sprengungen. Schwarz spielte eine wichtige Rolle, bei Slingpumps standen hellere Braunnuancen und Beige im Vordergrund. Die Leisten konnten sowohl dezent abgerundet oder schlank karreeförmig sein. Herrenkunden ließ das Frühlingswetter zunächst noch ungerührt. Bei Sneakern besserte sich die Nachfrage leicht, aber bei eleganten Schnürern mit schlanken Formen oder mäßigen Karrees tat sich wenig. Naturtöne und Braun lagen in etwa gleichauf. Bei Schwarz ging es überwiegend um Ersatzkäufe. Ähnlich verhielt es sich mit Businessmodellen, die häufiger in verschlankten Formen bevorzugt wurden. In der Kinderabteilung holten Lauflernmodelle deutlich auf. Sie sollten für Mädchen in Rot oder Rosé sein, für Jungen vorwiegend in Blau oder im Farbmix. Wobei hier Klettverschluss gefragt war. Für größere Mädchen sollten es Spangenmodelle und vor allem Ballerinas und Slipper, möglichst mit Glitzerdekor, sein. Dabei waren pinkfarbene Modelle weiterhin angesagt. Sneaker und Turnschuhdesign verkauften sich für Jungen wieder besser. hl Stuttgart Die Umsätze haben sich leicht verbessert. Nicht nur das schönere Wetter hat dazu beigetragen, sondern auch die zunehmende Kauflust der Kunden. Die Citygeschäfte konnten Pluszahlen verbuchen, die Vorortgeschäfte blieben etwa bei pari, während die großen Kreisstädte erfreuliche Pluszahlen einfahren konnten. Insgesamt gingen flache modische Frühjahrsmodelle, leichte Slipper mit Applikationen und viel Glitzer in hellen Farben, wobei bei jüngeren Kundinnen die Farbe Weiß besonders gut ankam. Überraschend gut war die Nachfrage nach Sandaletten, wobei Keilabsätze immer beliebter werden. Brauntöne lagen gut im Rennen, auch Schwarz konnte überzeugen, dabei standen Verzierungen und Pailetten im Vordergrund. Sling-Pumps, oftmals mit leichten Schnallen gingen gut, ebenso Sabots in Rosé bis Apfelgrün. Wenn angeboten, brachten Western, meist in Natur und Schwarz, gute Umsatzzahlen. Die Herren kauften sportliche Halbschuhe, am liebsten als Schnürer in Brauntönen und mit interessanten Gummiböden, Velours war stärker als erwartet. Ein schlankeres Karree war im modischen Bereich gefragt, Schwarz und Braun die Farben. Jüngere Kunden nahmen Sneaker und turnschuhähnliche Typen, vielfach in Kombinationen, auch auffallende Farben, wie Orange hatten dabei Chancen. Einige Händler konnten bereits die ersten Umsätze an Sandalen verbuchen. In den Kinderabteilungen lief es noch nicht rund. Die Jungen wollten noch kein neues Schuhwerk, mit Ausnahme turnschuhähnlicher Typen. Für die Mädchen wurden leichte Slipper, am liebsten in Rosé und Rot gekauft. Bei Lauflernschuhen waren Stiefelchen in Weiß, Rot und Blau beliebt, wobei nicht so sehr auf die Preise, sondern auf Qualität geachtet wurde. tz Sachsen/Thüringen Der Frühling hat sich eingestellt. Das Saisongeschäft vermochte davon jedoch nicht flächendeckend zu partizipieren. Anders als in City- und Centerlagen, wo sich der Abverkauf der Frühjahrsware über die Berichtswochen spürbar belebte, stellte sich die noch von Tauwetter samt Schneeschmelze geprägte Situation in den Mittelgebirgslagen dar. Die dort anhaltend unbefriedigende Kundenfrequenz schwächte sich nicht zuletzt auch wegen der neuen Hochwasserlage weiter ab. In Summe: Die allgemein leicht aufgehellte Stimmung schlug nicht überall und gleichermaßen positiv zu Buche. Zumindest bei den konsumigen Filialisten hieß es, dass die gerade in der ersten Märzhälfte noch arg schwächelnden Umsätze im Berichtszeitraum beinahe verdoppelt werden konnten – ohne damit aus dem aufgelaufenen Minus heraus zu sein. Nicht unzufrieden zeigten sich seitens des inhabergeführten Fachhandels vor allem jene, die insbesondere bei Damenschuhen modischaktuell gut aufgestellt sind. Querbeet ging hier Frühjahrs-, wie Sommerware im Markenschuhbereich. Frühkäuferinnen griffen ad hoc zu, wenn das Modell gefiel. Nennenswert nach Paarzahlen sowohl beim Fachhandel als auch bei Discountern: Komfortable Bequemschuhe in Beige und Weiß genauso wie bequeme Sandaletten, einiges an Pumps und Slings mit eher niedrigen Absätzen in Schwarz, Beige und Weiß sowie verhaltener in Rosé. Nicht zu übersehen war, dass reduzierte Ware bei der Kundschaft willkommen ist. In den Herrenschuhabteilungen machten sich die Kunden noch auffällig rar. Im Abverkauf einzig nennenswert Modelle aus dem farbenfrohen sportiven Bereich. Vor allem waren es jugendliche Käufer, die sich für neue Sneakermodelle oder für Marken-Sportschuhmodelle entschieden.„Das Saisongeschäft ist offenkundig angelaufen, die Kunden sind da“, so das Fazit vieler Kinderschuhabteilungen zum Ende des Berichtszeitraumes. In die Abverkäufe aus Angeboten für Klein- und Schulkinder war deutlich Bewegung gekommen. Weil vielfach die Preisfrage vordergründig gestellt wurde, dürften die als preiswert propagierten Offerten mancher Filialisten – an der Spitze zweifelsfrei die Deichmann-Elefanten – jedenfalls für den Moment die größeren Umsatzanteile erzielt haben. pl Rhein-Main Es war richtig schlecht. Wie man es ja bereits vorausgeahnt hatte, waren die Zahlen des Vorjahres nicht zu erreichen, zumal der Handel immer noch den drei Wochen verspäteter Saisoneröffnung hinterherhinkt. So gab es denn satte Minusergebnisse selbst in hohem zweistelligen Bereich. Es könnte diesmal sogar schwer werden, das Gesamtumsatzziel März/April zu erreichen, da auch jetzt die Anzeichen nicht zu übertriebenen Hoffnungen Anlass geben, das Minus aufzuholen. So war es schwer, neue Favoriten oder neue Trends auszumachen. Es lief von allem wieder etwas. Der Schwerpunkt lag bei Sneakern und Mokkassins. Pastellfarben wurden kaum verkauft, die Farbfavoriten waren Beige, helle Brauntöne sowie Weiß. Dies galt ebenso für Slings, Ballerinen und die wenigen verkauften Sandaletten. Gummisohlen war die wichtigste Bedingung bei den verkauften sportiven Herrenschnürern. Hauptfarben waren Brauntöne, nur bei Sneakern zeigten die Männer Mut zur Farbe. Ledersohlige Artikel hatten es imVerkauf sehr schwer, nur klassischere Cityschnürer fanden hin und wieder Interessenten. Sommerliche, modische Slipper und Mokkassins wurden kaum beachtet. Auch in den Kinderschuhabteilungen war man sehr enttäuscht über die schleppenden Geschäfte. Verkauft wurden Halbschuhe, Sneaker oder Turnschuhtypen mit Klettverschlüssen für die Jungen. Bei den Mädchen waren es Ballerinen, Mokkassins und Spangenschuhe. Die Farben waren Braun, Schwarz, Natur sowie Rot, Rosé und Blau. Das Überraschendste waren die vermehrten Verkäufe von Sandalen. Da kaufte man wohl schon auf Vorrat ein. Nürnberg Zufriedener als noch in den Wochen davor waren dieses Mal die Fachhändler mit ihren Umsätzen. Zwar konnte keiner ein dickes Plus für sich verbuchen. Aber immerhin durften alle eine gestiegene Nachfrage nach neuer Ware feststellen. Die Damen kauften sich quer durch das Sortiment. Angefangen von Modellen aus dem Sport-Fashion-Bereich über Mokassins und Pantoletten bis hin zu sommerlichen Sandaletten wie Zehengreifern. Gefragt waren Pastell- sowie Brauntöne, aber auch Rosé, Bleu und Weiß. Bei den Herren bot sich ein ähnliches Bild. Sie griffen zu sportlichem, nullsohligem Schuhwerk im Sneaker-Look in Naturtönen sowie knalligen Farben wie Grün, Gelb und Orange oder als Farb-Kombinationen. Parallel dazu fanden leicht sportlich angehauchte Modelle ebenso wie die Klassiker, mit schlanken Formen, in Schwarz und Dunkelbraun ihre Käufer. Noch kein Geschäft zu machen war dagegen mit Sandalen, zum Beispiel im Trekking-Outfit. Angesagt bei den Kindern waren in erster Linie sportlich-modische Halbschuhe. Erst danach griffen sie zu Sandalen. Die Mädels bevorzugten Modelle in den Farben der Damenmode wie Rosé, Rot, Grün, Bleu und Pastelltöne sowie Strass-Steinchen. Die Jungen wollten dagegen sportlich-robusteres Schuhwerk in Braun, Blau und Beige. ng München Die Umsätze sind weiterhin nicht so gut wie im Vorjahr. Freitag und Samstag sind zufriedenstellende Tage, der Rest der Woche verläuft eher zäh. Umsatzbringer ist der sportive Bereich bei Damen, besonders Sneakertypen in Beige- und Naturtönen kommen gut an. Die Kundinnen greifen zu Mokassins oder Slippern mit Ziernähten und Noppensohle. Hier sind Naturtöne, Rosé und Aqua sowie Schwarz beliebt. Als Material ist Veloursleder im Kommen. Ballerinas, auch als Slings, bleiben umsatzstark, gerne mit verspielten Details wie Schleifen oder Blüten. Als Farben dominieren Schwarz, Weiß sowie die Braunpalette. Auch sportive Ballerinas mit Riemchen in Veloursleder kommen gut an. Sommerliche Sandaletten und Peep-Toes, vor allem mit Keilabsatz und Bast suchten die modebewussten Kundinnen. Pantoletten in Flechtoptik mit Holzsohlen sind bei jungen Kundinnen beliebt. Weiß ist die Trendfarbe, Gut verkauft werden auch Sommerstiefel und Sabots im Western-Style. Die männliche Kundschaft greift noch nicht zu sommerlicher Ware. Bei den Herren sind sportive Schuhe die Umsatzbringer. Hier dominieren Sneakertypen in Beige, Orange, Grün und Braun. Auch Khaki-Töne kommen gut an. Von den Kunden bevorzugt werden auch atmungsaktive sportive Schnürer. Elegante Businessschuhe werden gut verkauft in Schwarz und Braun oder Cognac-Tönen. Zudem wurden festere Schnürer mit Gummisohle gut verkauft. Gut angenommen werden Accesoires wie Gürtel oder Socken. Bei Kindern sind Halbschuhe gefragt, mit festeren Böden und Klettverschluss. Für Mädchen werden Ballerinas gekauft. Jungen wollen Sneakertypen. Im Kleinkindbereich gehen Lauflernschuhe, für Mädchen wird Rot und Beige gekauft, für Jungen Braun und Blau, mit Klettverschluss. Auch sind Mokassintypen im Lauflernbereich beliebt von Beige bis Dunkelblau. Bei Kindern ist es sehr ruhig. Die Eltern warten wohl auf den Sommer, und sparen sich Übergangsware, vermutet ein Händler. Auch sei die Konkurrenz der Discounter zu spüren, die momentan Werbung für Kleinkind- und Lauflernschuhe gemacht hätten. Für ihre Kinder kaufen Eltern bestenfalls Gummistiefel. Im Kleinkindbereich gehen Lauflernschuhe, für Mädchen wird Rosé und Rot gekauft, für Jungen Braun und Blau, mit Klettverschluss. afs

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