Schuhmarkt

Editorial 25/07: Versteckte Glücksbringer

Spätestens seit der TV-Kultserie „Sex and the city“ weiß jede Frau was Manolos sind: Jene rattenscharfen High Heels, die von dem amerikanischen Designer Manolo Blahnik entworfen und zu sündhaft teuren Preisen an die Reichen und Schönen vertickt werden. Keine Promi-Veranstaltung ohne Frauen auf sexy Manolos.

 

 

Ilona Sauerbier, stv. Chefredakteurin

Spätestens seit der TV-Kultserie „Sex and the city“ weiß jede Frau was Manolos sind: Jene rattenscharfen High Heels, die von dem amerikanischen Designer Manolo Blahnik entworfen und zu sündhaft teuren Preisen an die Reichen und Schönen vertickt werden. Keine Promi-Veranstaltung ohne Frauen auf sexy Manolos.

Doch die dunkle Seite dieser Killerabsätze sind durchgetretene und schmerzende Füße. Dass davon auch Celebrities betroffen sind, zeigt der Ansturm auf eine amerikanische Chirurgin, die in einer aufwändigen Operation durchgetretene Vorfußballen erneuert. Doch man kann es auch leichter haben: dreimal wöchentlich barfuß über Kopfsteinpflaster laufen, oder Gel-Pads. Letztere, behutsam in den Schuh geklebt, machen den Partyfuß standhaft. Und dass sie im Zweifelsfall aus dem Reformhaus kommen, interessiert die Designerschuh-Trägerin nach überstandenem Schmerz überhaupt nicht mehr.

Auch Einlegesohlen, früher immer in leberwurstbeige, kommen jetzt bunt und schwarz daher. Furnituren sind ein spannender Umsatzbringer im Schuhhandel, auch wenn sie nicht gerade sexy sind. Dabei wirkt modernes Zubehör längst nicht mehr prothetisch. Wichtig ist es, ein passendes Umfeld zu schaffen und vor allem das Verkaufspersonal für dieses Zusatzgeschäft zu sensibilisieren. Den Weg, den bereits hübsche Schuhpflegetiegel eingeschlagen haben, könnten Furnituren aller Art gehen. „Das Pflege-Set, samt Spanner in der Buchenholzkiste, ist im Moment eines unser beliebtesten Weihnachtsgeschenke“, sagt der Inhaber eines hochwertigen Ausstatterhauses in Frankfurt. Es könnten doch auch glitzernde Gel-Pads in der Silberfolie verpackt sein?

Wie war das noch mit den heiß geliebten Schulterpolstern in den 80er Jahren? Zuletzt standen sie in edlen Boxen an der Kasse: Eigentlich durfte keiner sehen, dass wir sie heimlich unter den BH-Träger klemmten, sie haben uns aber ein gutes Gefühl gegeben.

Ilona Sauerbier

 

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