Schuhmarkt

Theresia Muck: Vertrag ist perfekt

Der israelische Sandalen- und Komfortschuhanbieter Naot errichtet in Bruchweiler-Bärenbach seinen Europahauptsitz. Neue Absatzwege sollen für beide Marken erschlossen werden. 05.09.07 Peter Skop

Am 30. August wurden die Verträge zwischen der Theresia Muck GmbH, Bruchweiler, und der Naot Footwear, Israel, beziehungsweise deren Muttergesellschaft Shamrock International Ltd., London, unterzeichnet.

Die Mehrheit des Pfälzer Unternehmens liegt nun in den Händen des Investors. Die Geschäftsführung von Theresia Muck durch die Brüder Kurt und Eckhard Muck wird beibehalten. Mirko Kindler hat das Sales Management für beide Marken, Theresia M. und Naot, in Europa inne.

Der Standort in Bruchweiler wird die Europazentrale, von der aus auch Naot-Schuhe verteilt werden. Wie Naot-General-Manager Michael Illouz und Shamrock-Managing-Director Michael M. Geiger übereinstimmend betonten, handele es sich weniger um eine Übernahme als um eine Partnerschaft. Beide Marken ergänzten sich hervorragend und die Zusammenarbeit biete für sie erhebliches Entwicklungspotenzial.

Naots Spezialgebiet sind Sandalen („seit Abrahams Zeiten“, so Illouz) und Schuhe mit Korkwechselfußbett. Dabei sind Naot-Schuhe eher sportlich bequem ausgerichtet. Die Art der modischen Komfortschuhe, gar noch mit Absatz, die Theresia Muck anbietet, „kann Naot nicht“, so Illouz. Daher sehen beide Parteien auch keinerlei Kannibalisierung, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Man habe Theresia M. bereits in Las Vegas und Toronto Händlern vorgestellt, die begeistert gewesen seien, berichtet Illouz. Naot selbst bietet zwei Haupt-, zwei Zwischen- und zwei so genannte Cruise-Kollektionen an. „Wir wollen den Händlern immer wieder etwas Neues bieten“, sagt Illouz.

Naot-Schuhe sind aus natürlichen Materialien gefertigt und sind in Deutschland sehr stark in Naturläden zu finden. Die Verkaufspreise liegen für geschlossene Schuhe zwischen 110 und 130 Euro, für offene zwischen 79 und 99 Euro. Bisher erreicht Naot in hier zu Lande rund 2,5 Mio. Euro Umsatz. „In zehn Jahren erwirtschaften wir 10 Mio. Euro“, meint Illouz. Das Engagement bedeutet für die Region mindestens den Erhalt von derzeit 50 Arbeitsplätzen. Wahrscheinlicher sei jedoch sogar der Ausbau des Mitarbeiterstabes. 05.09.07 Peter Skop

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