Schuhmarkt

IfH 12/08: April-Umsätze im deutlichen Tiefflug

Der April wies dem Schuhfacheinzelhandel keinen Weg aus dem Umsatzkeller, ergab der Betriebsvergleich des Kölner IfH. Das Plus des Vorjahres schlug in fast gleicher Höhe ins Minus um.

Der April wies dem Schuhfacheinzelhandel keinen Weg aus dem Umsatzkeller, ergab der Betriebsvergleich des Kölner IfH. Das Plus des Vorjahres schlug in fast gleicher Höhe ins Minus um.

Im April setzte sich der stark negative Geschäftsverlauf im Schuheinzelhandel fort. Das Institut für Handelsforschung meldete auf der Basis des monatlichen Betriebsvergleichs erneut ein nominales Umsatzminus von 20% im Vergleich zum vorangegangenen April. Unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisveränderungsrate beträgt die reale Umsatzveränderung in der Branche –21 %. Der Blick auf die Vorjahresergebnisse zeigt, dass 2007 in fast gleicher Höhe ein Umsatzanstieg mit +18 % ermittelt wurde. Bei der aufgelaufenen Umsatzentwicklung ergibt sich für den Schuheinzelhandel ein noch- April-Umsätze im deutlichen Tiefflug mals deutlich reduzierter Minus-Wert.

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Bundesländer Apr. 08 Apr. 07 Jan./Apr. 08 Jan./Apr. 07 Baden-Württemberg –23 +20 –12 +13 Bayern –17 +12 –10 +13 Hessen/Rheinland-Pfalz –26 +15 –10 +12 Niedersachsen –16 +22 –11 +8 Nordrhein-Westfalen –21 +22 –15 +17 Schleswig-Holstein * * * * Neue Bundesländer –15 +9 –11 +9 Schuheinzelhandel gesamt .IfH-Betriebsvergleich April 2008 Nominale Umsatzveränderung im Vergleich zum Vorjahresmonat in %.. Dieser erreicht nach vier Monaten –12 % nominal und –13 % real. Im Vorjahr wurde zu diesem Zeitpunkt ein Umsatzanstieg von nominal 13 % ausgewiesen. In den Regionen war ein durchgängig sehr negativer Trend zu beobachten, wobei einzelne Bundesländer extreme Umsatzeinbrüche zu verkraften hatten. Dies gilt besonders für die Betriebe in Hessen/Rheinland-Pfalz, für die ein Umsatzrückgang von 26 % gegenüber dem Vorjahresmonat ausgewiesen wurde. Ähnlich hoch fiel das Minus in Baden- Württemberg mit –23 % aus, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit –21 %. Etwas geringer war die Umsatzeinbuße in Bayern mit –17 % und in Niedersachsen mit durchschnittlich –16 %. Den besten Wert erreichten noch die Schuhfachgeschäfte in den neuen Bundesländern mit –15 %. In der Jahresstaffel weisen alle Bundesländer zweistellige Umsatzeinbußen auf, nachdem im Vorjahr noch überwiegend positive Vorzeichen bei der Umsatzentwicklung zu erkennen waren. Das Schlusslicht bildet in den ersten vier Monaten dieses Jahres Nordrhein- Westfalen mit einem aufgelaufenen Umsatzminus von 15 %. Bei der Sortierung der Daten nach Betriebsgröße errechnete das IfH im April eine überdurchschnittlich negative Umsatzentwicklung bei kleineren, aber auch bei den größeren Schuhfachhändlern. Betriebe mit bis zu fünf sowie mit mehr als 20 Beschäftigten mussten Umsatzrückgänge von 23 % und 21 % hinnehmen. Etwas günstiger schnitten die mittelgroßen Betriebe ab. Entsprechend negativ fällt in diesen beiden Betriebsgrößenklassen auch die Jahresstaffel mit –14 % bei den Kleineren und –11 % bei den Größeren aus.

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