Schuhmarkt

Editorial 12/07: Sexy Schuhe in der City

Im Moment richten sich alle Augen wieder auf Schuhe. Zumindest seit letzten Donnerstag, als der Film zur TV-Serie „Sex and the city“ in den Kinos anlief. Worum es hier geht, muss nicht mehr groß erklärt werden, denn Presse dazu gab es genug: um New Yorker Singles, viel Sex und vor allem – noch mehr Schuhe.

 

 

Ilona Sauerbier, stellv. Chefredakteurin

Im Moment richten sich alle Augen wieder auf Schuhe. Zumindest seit letzten Donnerstag, als der Film zur TV-Serie „Sex and the city“ in den Kinos anlief. Worum es hier geht, muss nicht mehr groß erklärt werden, denn Presse dazu gab es genug: um New Yorker Singles, viel Sex und vor allem – noch mehr Schuhe.

Im speziellen die von Manolo Blahnik, mit denen Protagonistin Carrie Bradshaw immer durch Manhattan stöckelt. Görtz in Hamburg hat die beliebte Kultserie samt passendem Kinofilm als Gewinnspiel aufgegriffen, bei dem es Kinokarten und Schuhgutscheine zu gewinnen gibt.

Schuhe seien überhaupt wieder mächtig angesagt, schrieb kürzlich die FAZ, und sie lösten die IT-Bags mit ihren fetten Designerbrands ab. Bislang waren nämlich eher Taschen das ultimative Objekt der Begierde. Schuhe sind die neuen Handtaschen, sagt auch Designerin Miuccia Prada. Weil Schuhe derzeit besonders extravagante Absätze haben, lassen sie sich viel leichter identifizieren als zuvor. Bislang konnte man immer bei der Handtasche das Label ausmachen, am Schuh weniger.

Die neuen IT-Shoes mit ihren grausamen, aberwitzigen Konstruktionen haben nämlich klare Erkennungszeichen: bei Chanel sind es Glühbirnen als Absatz, bei Jil Sander fragile Querverstrebungen und Pradas Heels bestehen aus Blüten mit Tieren verziert. Gegen diese Kreationen wirken die Pumps von Manolo so langweilig „wie ein Sandwich ohne Belag“, unkt Anke Schipp von der FAZ weiter. Ob man darin laufen kann, interessiert zunächst weniger. Hauptsache man spricht drüber.

Ansonsten wird im hiesigen Schuhhandel nicht so viel über ausgefallenes Schuhwerk gesprochen. Die Saison hat sich durch die heißen Tage berappelt, und wie es aussieht, kann die Minusdelle wieder ausgebessert werden. Sexy sind die Bestseller-Schuhe in der City allerdings nicht wirklich: Flache Ballerinas, helle Sandalen, schlichte Zehenteiler – viel flach und viel bequem. Also eher jenseits von Red-Carpet-Shoes.

Und wenn wir ganz hinreißende Manolos sehen wollen, gehen wir halt ins Kino.

Ilona Sauerbier

 

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