Schuhmarkt

IfH 10/06 – Dickes Minus im März

Der IfH-Betriebsvergleich bestätigt, was allgemein bereits so empfunden wurde: Der März lag umsatzmäßig völlig daneben.

 

 

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Nachdem der Februar der Branche bereits ein leichtes Umsatzminus bescherte, musste der Schuhfachhandel im März eine zweistellige Umsatzminderung hinnehmen.

Für die Teilnehmer am Monatsbetriebsvergleich ermittelte das Institut für Handelsforschung (IfH) einen nominalen Umsatzrückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des letzten Jahres. Die Preissteigerungsrate des Statistischen Bundesamtes für diese Branche fällt negativ aus, so dass die reale Umsatzentwicklung etwa minus14 Prozent im Vergleich zum März des Vorjahres beträgt.

Im Vorjahr konnte die Branche im März noch ein leichtes Plus von ein Prozent erzielen. Beim Blick auf die anderen Branchen ist im März kein einheitlicher Trend zu erkennen. Stark im Minus liegt der Blumenfachhandel, nicht zuletzt durch den verschobenen Dickes Minus im März Ostertermin und das winterliche Wetter. Ein Plus erzielten dagegen die Juweliere.

Die Jahresstaffel im Schuheinzelhandel hat sich daher deutlich verschlechtert. So wird nun nach drei Monaten nominal ein Umsatzminus von sieben Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres ausgewiesen.

Real beträgt der Umsatzrückgang fünf Prozent im Vergleich zu den Vorjahreswerten. Das negative Abschneiden im März galt einheitlich in allen Bundesländern, allerdings in unterschiedlichem Umfang. Als einzige Region wiesen die neuen Bundesländer mit minus neun Prozent kein zweistelliges Umsatzminus auf. Dagegen lagen am anderen Ende der Skala die Schuhfachgeschäfte in Hessen/Rheinland- Pfalz mit minus 18 Prozent und in Baden-Württemberg mit minus 17 Prozent. Die Betriebe in Bayern erreichten mit minus 15 Prozent den Branchendurchschnitt, während für Nordrhein-Westfalen ein Umsatzrückgan von 13 Prozent gegenüber dem März des letzten Jahres ausgewiesen wurde. Knapp darüber lagen die Schuhfachgeschäfte in Niedersachsen mit minus elf Prozent.

Die Jahresstaffel in den einzelnen Bundesländern weist nach drei Monaten fast durchgängig deutlich negative Werte auf. Niedersachsen kann sich noch im positiven Bereich behaupten, auch die neuen Bundesländer schneiden mit minus 3 Prozent noch recht günstig ab. Mit minus zwölf Prozent nach drei Monaten weisen die Schuhfachgeschäfte in Bayern derzeit aber eine besonders ungünstige Entwicklung auf. Auch in der Auswertung nach Betriebsgrößen gab es im März nur zweistellige Umsatzrückgänge.

Die Betriebe mit 11 bis 20 beschäftigten Personen behaupteten sich mit minus 11 Prozent noch am Besten, während die anderen Betriebsgrößen Werte von minus 14 Prozent bis zu minus 17 Prozent bei den größeren Schuhfachgeschäften erreichten. Gerade die größeren Betriebe schneiden auch in der Jahresstaffel am ungünstigsten ab: Hier beträgt die aufgelaufene Umsatzentwicklung per März minus 12 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

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