Schuhmarkt

Delta Schuhfabriken nicht zu retten

31 Mitarbeiter entlassen – Fortführung des Betriebes würde zu „erheblicher Masseminderung“ führen. 04.05.06 Fred Schütz

Die Delta Schuhfabriken in Pirmasens haben es nicht geschafft und müssen nach Auskunft des Insolvenzverwalters Thomas Maier „wegen mangelnder Liquidität” abgewickelt werden.

31 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Wie berichtet wurde die Delta Schuhfabriken Vertriebsgesellschaft mbH 1972 gegründet und zu einer weltweit operierenden Vertriebsgesellschaft entwickelt. Das Sortiment umfasste Bequemschuhe, modische Damen-, Herren- und Kinderschuhe.

Die zur Firmengruppe gehörende „HeguSport” ist von der Insolvenz nicht betroffen. Nach Prüfung der Unterlagen war der zunächst vorläufige Insolvenzverwalter Maier zur Ansicht gelangt, „dass es dem Unternehmen bei der gegebenen Kostenbelastung an ausreichender Liquidität und an ausreichender Produktivität bei der noch abzuwickelnden Importaufträgen fehlt, um eine positive Fortführungsprognose zu erstellen”.

Eine auch nur zeitlich begrenzte Fortführung des Betriebes hätte darüber hinaus zu einer „erheblichen Masseminderung” geführt, so der Insolvenzverwalter Maier. Das Amtsgericht hat mit Beschluss vom 24. April 2006 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Delta Schuhfabriken eröffnet und Maier zum Insolvenzverwalter bestellt. Mit Zustimmung des vorläufigen Gläubigerausschusses müssen der Betrieb stillgelegt und die Mitarbeiter entlassen werden.

Noch im März hatten vage Hoffnungen bestanden, dass das Unternehmen weitergeführt werden könne. Dies hat sich nun nicht bestätigt. Anfang der 90er Jahre erwirtschaftete die Delta Umsätze in Höhe von rund 50 Millionen Euro. 1997 war die Niko-Schuhe, Otto Nikolaus GmbH, Pirmasens, zugekauft worden, eine Transaktion die möglicherweise mit ursächlich für die tödliche Schieflage der Delta war. 04.05.06 Fred Schütz

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