Schuhmarkt

IfM 14/08: Jetzt heißt es Nerven behalten

Das Plus im Mai nährt im Schuhfachhandel die Hoffnung, die Vorjahresumsätze doch noch zu erreichen. Die vom IfM festgestellte Abverkaufsquote für Damenschuhe zeigt noch Potenzial.

 

Das Plus im Mai nährt im Schuhfachhandel die Hoffnung, die Vorjahresumsätze doch noch zu erreichen. Die vom IfM festgestellte Abverkaufsquote für Damenschuhe zeigt noch Potenzial.

Endlich Frühsommer! Im Mai lagen die Umsätze deutlich über 20 % über denen des Vorjahres. Dies war auch nicht weiter schwierig bei einer Vorgabe von minus 18 % aus 2007. Aufgelaufen fehlt zwar noch etwas, aber bei einem halbwegs ordentlichen Sommer dürfte bis Ende Juli zumindest das Vorjahresergebnis erreicht werden. Dem Sommer ist im Süden der Bundesrepublik zwischendurch zwar etwas die Puste ausgegangen, aber der Norden konnte im Juni bisher einige langanhaltend gute Wetterperioden verzeichnen. Dennoch hat sommerliche Ware bisher nicht überall den gewünschten Erfolg gebracht. Generell gingen leichte, weiche und vor allem sportive Modelle. Am besten liefen wie in den vorangegangenen Monaten erwartungsgemäß die Damenschuhe.

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Schuhmarkt 14-2008 35 Das Plus im Mai nährt im Schuhfachhandel die Hoffnung, die Vorjahresumsätze doch noch zu erreichen. Die vom IfM festgestellte Abverkaufsquote für Damenschuhe zeigt noch Potenzial. Jetzt heißt es Nerven behalten Endlich Frühsommer! Im Mai lagen die Umsätze deutlich über 20 % über denen des Vorjahres. Dies war auch nicht weiter schwierig bei einer Vorgabe von minus 18 % aus 2007. Aufgelaufen fehlt zwar noch etwas, aber bei einem halbwegs ordentlichen Sommer dürfte bis Ende Juli zumindest das Vorjahresergebnis erreicht werden. Dem Sommer ist im Süden der Bundesrepublik zwischendurch zwar etwas die Puste ausgegangen, aber der Norden konnte im Juni bisher einige langanhaltend gute Wetterperioden verzeichnen. Dennoch hat sommerliche Ware bisher nicht überall den gewünschten Erfolg gebracht. Generell gingen leichte, weiche und vor allem sportive Modelle. Am besten liefen wie in den vorangegangenen Monaten erwartungsgemäß die Damenschuhe. Bei einem wertmäßigen Umsatzanteil von 55 % liegt die Gesamtabverkaufsquote aller Damenschuhe bei rund 44 %. Besonders gut liefen die neuen Pumpstypen und der Dauerrenner Ballerinas (Umsatzanteil rund 30 %), die schon fast zur Hälfte abverkauft sind. Auch Slipper und Trotteurs stehen weiterhin hoch in der Gunst der Käuferinnen. Mit einem Umsatzanteil von knapp 22 % und einer Abverkaufsquote von 51 % kann der Handel zufrieden sein. Der Umsatzanteil von Sandaletten betrug per Ende Mai rund 16 %, die Abverkaufsquote lag noch 8 % unter dem Durchschnitt. Bei den Herrenschuhen verkaufen sich weiterhin vor allem Schnürhalbschuhe. Ihre Abverkaufsquote von knapp 38 % auf die Saisonware kann jedoch nicht zufriedenstellen. Modische Slipper ziehen mit der wärmeren Witterung langsam an. Aber auch hier liegt die Abverkaufsquote bei nur 36 %. Für Sandalen und Pantoletten hatten die Männer noch keinen großen Bedarf. Diese Warengruppe ist und bleibt im Schuhfachhandel mit unter 10 % Umsatzanteil schwach. Die Abverkaufsquote ist mit 46 % zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schwach. Bei Kinderschuhen herrscht bei vielen Händlern große Verunsicherung. Hier braucht die Branche dringend neue Ideen und Konzepte hinsichtlich Angebot und Vermarktung. Das ist zwar alles nicht berauschend, aber auch kein Grund zur Verzweiflung. Dem Handel stehen noch drei sommerliche Monate zur Verfügung, um die Saisonware abzuverkaufen. Jetzt heißt es, die Nerven zu behalten und nicht pauschal mit Reduzierungen auf breiter Ebene zu starten. Umsatzanteil/Durchschnittspreis Damen Damenschuhe bilden mit 62,57 % die umsatzstärkste Warengruppe. 29,24 % des Umsatzes werden mit Pumps und Ballerinas erwirstschaftet. Mit 21,88 % tragen Trotteurs zum Umsatz bei. Sandaletten folgen mit 15,62 %. Der Durchschnitts-VK liegt bei 62,28 E. Kinder Kinderschuhe haben einen Umsatzanteil von 9,21 %. Sandaletten (39,50 %), Slipper (26,33%) und Schnürhalbschuhe (16,07%) machen zusammen fast 82% des Umsatzes aus. Ballerinas und Spangenschuhe tragen 8,35 % zum Umsatz bei. Der Durchschnittspreis bei Kinderschuhen beträgt 43,23 E. Hausschuhe kommen auf einen Anteil von 0,56 %. Herren Herrenschuhe haben einen Marktanteil von 13,71 %. Schnürhalbschuhe sind mit Abstand die umsatzstärkste Warengruppe bei den Herren (59,61 %). Mit einem Umsatzanteil von über 21 % folgen die Slipper. Sandaletten tragen 9,11 % und Pantoletten 6,43 % zum Umsatz bei. Die durchschnittlichen VK-Preise liegen bei den Herren bei 73,56 E pro verkauftem Paar. Sonstige 13,95% Ø 33,47  Herrenschuhe 13,71% Ø 73,56  Kinderschuhe 9,21% Ø 43,23  Damenschuhe 62,57% Ø 62,28  Hausschuhe 0,56% Ø 24,18  Ralph Hanus, Geschäftsführer der Sabu Schuh und Marketing GmbH, Kornwestheim, kommentiert für SchuhMarkt die Auswertung des Instituts für Marktdaten (IfM), Neuss B U S I N E S S MARKT 36 Schuhmarkt 14-2008 Farben nach Warengruppen in % Damenschuhe Herrenschuhe Kinderschuhe Abverkaufsquote in% Abverkaufsquote in% * Umsatzanteil Orthopädische Schuhe UA* 3,41% Pantoletten UA 12,16% Pumps und Ballerinas UA 29,24% Sandaletten UA 15,62% Schnürhalbschuhe UA 12,47% Sling und Flamenco UA 4,46% Slipper und Trotteur UA 21,88% Stiefel mit Kaltfutter UA 0,14% Sammelgruppe Damenschuhe UA 0,64% Gesamt Orthopädische Schuhe UA 2,08% Pantoletten UA 6,43% Sandaletten UA 9,11% Schnürhalbschuhe UA 59,61% Sling/Flats UA 0,89% Slipper UA 21,20% Stiefel mit Kaltfutter UA 0,08% Sammelgruppe Herrenschuhe UA 0,60% Gesamt Ballerinas und Spangenschuhe UA 8,35% Orthopädische Schuhe UA 1,94% Pantoletten UA 2,04% Sandaletten UA 39,50% Schnürhalbschuhe UA 16,07% Sling & Flamenco UA 0,39% Slipper/Klettverschluss UA 26,33% Stiefel mit Kaltfutter UA 4,39% Sammelgruppe Kinderschuhe UA 0,98% Gesamt 10 20 30 40 50 5 10 15 20 25 30 35 40 10 20 30 40 50 Farbe Damen Herren Kinder 32,90  37,60  10,36  15,19  4,39  9,47  4,36  6,08  3,12  15,43  37,54  14,55  11,29  7,58  12,65  5,22  0,54  13,53  1,37  0,31  0,91  0,94  1,48  4,61  6,36  2,60  23,09  6,93  1,87  7,70  Bei den Herrenschuhen liegen die Farben Schwarz und Braun mit einem Anteil von jeweils über 37,50 % auf gleicher Höhe – Beige folgt mit 7,58 %. Bei den Damen liegt Schwarz mit einem Anteil von 32,90 % an der Spitze. Braun folgt mit 15,43 %. Bei den Klein- und Großkinderschuhen ist Blau mit 23,09 % die stärkste Farbe. Braun folgt mit einem Anteil von 14,55 %. Die Farben Rot, Beige und Schwarz liegen zwischen 13,5 3 % und 10,36% auf den Plätzen 3, 4 und 5. Damenschuhe Herrenschuhe Kinderschuhe Hausschuhe Sonstige Gesamt 43,62 35,99 44,88 40,32 40,90 42,10 35 45 50 30 25 40 B U S I N E S S Schuhmarkt 14-2008 37 0 5 10 15 20 25 30 0 5 10 15 20 25 0 5 10 15 20 Damen Herren Kinder Bei den Damen werden 85,26% des Umsatzes mit Schuhen unter 100E realisiert. Die restlichen 14,74% werden mit Schuhen über 100E erzielt. Hier sind die Preislagen 110E bis 130E mit zusammen 10,27% Anteil vertreten. Die Preislagen bis 99,90E machen zusammen einen Anteil von fast 71 % aus. In diesem Segment sind 49,90E mit 13,81% und 99,90E mit 22,44% die stärksten Preislagen. Der Anteil der Preislagen über 100E liegt bei 29,06%. Der Anteil der Kinderschuhe mit einem VK-Preis über 79,90E liegt bei 1,49%. Die Preislagen bis 79,90E tragen über 98 % zum Umsatz bei. 49,90E und 59,90E sind mit jeweils über 22 % die stärksten Preislagen – 69,90E liegt bei fast 19 %, 39,90 E bei 13,36% und 29,90E bei 11,50%. 39,90 69,90 99,90 129,90 E % % 39,90 69,90 99,90 129,90 E 2008 2007 29,90 49,90 69,90 89,90 109,90 129,90 E % Preisgruppen 1 6 5 2 3b 3a 4 7 Gebiet AV-Wert IST-Kalk. PV Gebiet 1 40,36% 144,73% 1,86% Gebiet 2 42,64% 142,64% 1,16% Gebiet 3a 43,76% 142,78% 1,90% Gebiet 3b 42,16% 140,00% 1,91% Gebiet 4 41,23% 139,45% 2,99% Gebiet 5 & 6 42,19% 150,38% 3,17% Gebiet 7 46,44% 147,80% 1,55% Gesamt 42,10% 143,14% 2,03% Regionale Verteilung AV = Abverkaufsquote PV = Preisverluste, zu lesen x Prozent des Umsatzes wurde mit reduzierter Ware gemacht

 

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