Schuhmarkt

Städtevergleich: Unterschiedliche Schuhhändlerdichte

Ein Vergleich zwischen 25 Städten zeigt: Die Versorgung mit Schuhhändlern ist sehr uneinheitlich. 03.06.08 Sabine Nordsiek

Ein Vergleich zwischen 25 Städten zeigt: Die Versorgung mit Schuhhändlern ist sehr uneinheitlich.

Das auf den Einzelhandel spezialisierte Immobilienberatungsunternehmen Kemper’s Jones Lang LaSalle Retail hat die Schuhkompetenz in den 25 wichtigsten deutschen Einzelhandelsstandorten untersucht. Das Ergebnis: In den untersuchten Städten sind im Durchschnitt etwa sechs Prozent der verfügbaren Ladenlokale an den Schuhhandel vermietet. Die Branche zählt damit zu den drei wichtigsten Mietergruppen in Deutschlands Einkaufsmeilen. Im Durchschnitt bieten die 25 wichtigsten Einzelhandelsstandorte in Deutschland den Konsumenten rund 3,5 Schuhgeschäfte je 100 000 Einwohner.

In Würzburg, Aachen und Mannheim ist die Konkurrenz besonders groß.Hier wählen Endkunden zwischen jeweils sechs bis sieben Schuhhändlern je 100 000 Einwohner. Ein überdurchschnittliches Schuhangebot mit vier bis fünf Anbietern je 1000 Einwohner bieten Bielefeld, Bonn,Düsseldorf, Freiburg, Köln, Münster, Nürnberg, Leipzig und Wiesbaden. Expansionspotenzial für Schuhhändler sehen die Berater von Kemper’s Jones Lang LaSalle besonders in Hannover, Dresden und Dortmund. Dort finden Schuhinteressenten in den 1a-Lagen derzeit weniger als zwei Schuhgeschäfte je 100 000 Einwohner vor. Die Metropolen schneiden bei der Untersuchung in Hinblick auf die Versorgungsdichte mit zwei bis drei Schuhhändlern je 100 000 Einwohner unterdurchschnittlich ab. Zu den Top 10 zählen nur Düsseldorf und Köln mit Werten zwischen 4,0 und 4,3. Die Metropolen kompensieren die vergleichsweise niedrige Grundversorgung mit hoher Markenvielfalt.Kunden, die bestimmte Schuhmarken suchen, haben in den Metropolen trotz schwächerer Grundversorgung bessere Chancen, fündig zu werden. So bietet Berlin mit 81 Schuhgeschäften absolut gesehen die höchste Anzahl an Händlern.

Auch Köln und München punkten mit je 40 Händlern bei der Markenvielfalt. Hamburg folgt mit 33 Schuhanbietern. Bezogen auf die Zahl der verfügbaren Ladenlokale je Stadt bewegt sich der Anteil des Schuhhandels zwischen 4 und 8,5 Prozent. Spitzenreiter sind die 1a- Lagen in Freiburg,wo mit 8,5 Prozent fast jeder zehnte verfügbare Laden von Schuhhändlern belegt wird. Werte oberhalb von 7,5 Prozent erzielen zudem Wiesbaden (7,8 Prozent) und Düsseldorf (7,7 Prozent). Mit Anteilen unter 4 Prozent empfehlen sich Heidelberg und Hannover für expandierende Schuhanbieter. 03.06.08 Sabine Nordsiek

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