Schuhmarkt

IfH 09/07: Dickes Umsatzplus im März

Das starke Umsatzwachstum dieses Jahres hat einen schwachen Vorjahresmärz als Basis. Dies zeigt der monatliche Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH), Köln.

Das starke Umsatzwachstum dieses Jahres hat einen schwachen Vorjahresmärz als Basis. Dies zeigt der monatliche Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung (IfH), Köln.

Einen kräftigen Umsatzzuwachs konnte der Schuheinzelhandel im März verbuchen. Nach den bisher schon erfolgreichen beiden Monaten verbesserte sich der Geschäftsverlauf im März noch einmal spürbar. Für die Teilnehmer am Monatsbetriebsvergleich ermittelte das Institut für Handelsforschung einen nominalen Umsatzanstieg von 17 % gegenüber dem Vergleichsmonat des letzten Jahres. Die Preissteigerungsrate des Statistischen Bundesamtes für die Branche fällt sehr gering aus, so dass die reale Umsatzentwicklung nahezu der nominalen entspricht.

Der diesjährige starke Umsatzanstieg ist vor allem durch sehr niedrige Vorgaben aus dem letzten Jahr zu erklären, als die Branche im März einen Umsatzrückgang von 15 % hinnehmen musste. Beim Blick auf die anderen Branchen fällt auf, dass der März allgemein recht positiv verlaufen ist, allerdings nicht in dem Ausmaß wie im Schuhfachhandel. Mit +3 % und +2% lagen die Juweliere und der Sortimentsbuchhandel spürbar hinter dem Schuheinzelhandel zurück.

Nach drei Monaten wird dort nominal ein Umsatzplus von knapp 11 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ausgewiesen. Allerdings wurde vergangenes Jahr ein Minus von 7% ermittelt.

Der positive Geschäftsverlauf im März galt einheitlich in allen Bundesländern, die durchgängig zweistellige Zuwachsraten verzeichneten. Besonders stark fiel der Zuwachs in den neuen Bundesländern und in Bayern mit durchschnittlich +19% gegenüber dem Vorjahresmonat aus, gefolgt von Hessen/Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit jeweils +18 %.

Für Niedersachsen ergab sich mit +16% ein etwas geringerer Wert. Die Betriebe in Baden-Württemberg erreichten ein Plus von 13 %. Die Jahresstaffel in den einzelnen Bundesländern weist nach drei Monaten durchgängig positive Werte auf. Besonders in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg werden starke Zuwachsraten ausgewiesen. Meist zweistellige Vorjahreseinbußen relativieren den Erfolg jedoch ein wenig. Alle Betriebsgrößen hatten im März zweistellige Umsatzzunahmen.

Die Betriebe in den beiden größeren Gruppen erreichten Werte von 21% und 23 %. Etwas dahinter blieben die beiden unteren Größenklassen mit + 17 % und + 16% im März. Daraus ergibt sich in der Jahresstaffel eine deutliche Tendenz zum besseren Umsatzverlauf mit zunehmender Betriebsgröße. Allerdings verzeichneten gerade die größeren Betriebe im Vorjahr die ungünstigste Umsatzentwicklung.

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