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Editorial 01/08: Rosige Aussichten?

Zum Jahresende beziehungsweise Jahresanfang wollen alle wissen, wie das bevorstehende Jahr denn werden wird. Dann vertiefen sich Konjunktur- und Wirschaftsforscher in Kristallkugeln oder Kaffeesatz und rangeln anschließend um die Schlagzeilen in der Presse – der seriösen Wirtschaftspresse versteht sich.

 

 

Peter Skop, Chefredakteur

Zum Jahresende beziehungsweise Jahresanfang wollen alle wissen, wie das bevorstehende Jahr denn werden wird. Dann vertiefen sich Konjunktur- und Wirschaftsforscher in Kristallkugeln oder Kaffeesatz und rangeln anschließend um die Schlagzeilen in der Presse – der seriösen Wirtschaftspresse versteht sich.

Was wir für 2008 zu lesen bekommen klingt dabei gar nicht einmal so schlecht. Zwar wird die Wirtschaft nach Expertenmeinung nicht ganz so stark wachsen wie noch vor einigen Wochen gehofft, doch ein Wachstum von 1,4 Prozent bis 1,7 Prozent sollte dennoch dabei herauskommen. Dass wir damit unter der so genannten „Beschäftigungsschwelle“ von zwei Prozent bleiben, macht Arbeitsmarktökonomen nicht übermäßig nervös.

Die FAZ zitiert Wolfgang Franz, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwikklung, der meint, dies müsse man nicht überbewerten. Entscheidend sei, dass die Auftragsbücher der Unternehmen gut gefüllt sind. Erfreulich wäre also, wenn sich die Entwicklung des Jahres 2007 fortsetzt und die Arbeitslosigkeit weiter abgebaut werden würde. Denn „Arbeitslosigkeit und die Angst davor war in den vergangenen Jahren eine der größten Konsumbremsen in Deutschland“, weiß Klaus Wübbenhorst, Chef der Gesellschaft für Konsumforschung.

Er sieht für 2008 ein Wachstumspotenzial für den Konsum von bis zu 1,5 Prozent. Die Konsumenten würden pro Kopf rund 700 Euro mehr zur Verfügung haben. Interessant wird in diesem Zusammenhang auch sein, wie die Diskussion um den Mindestlohn weitergehen wird, die zum Ende des Jahres 2007 durch Befürworter aus dem Arbeitgeberlager zusätzlich angeheizt wurde.

Bleibt nur zu hoffen, dass ein Teil des Mehreinkommens in Ihrem Fachgeschäft landet!

Peter Skop

 

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