Schuhmarkt

Kleiner Lichtblick im Oktober

Der Oktober brachte dem Schuheinzelhandel einen leichten Umsatzanstieg. Nach dem negativen Ergebnis vom September war dies zumindest ein kleiner Lichtblick. Das Institut für Handelsforschung ermittelte für den Schuhfachhandel auf der Basis der Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich im Oktober ein nominales Umsatzplus von 1 Prozent. 02.12.05

Der Oktober brachte dem Schuheinzelhandel einen leichten Umsatzanstieg. Nach dem negativen Ergebnis vom September war dies zumindest ein kleiner Lichtblick. Das Institut für Handelsforschung ermittelte für den Schuhfachhandel auf der Basis der Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich im Oktober ein nominales Umsatzplus von 1 Prozent. Preisbereinigt verbessert sich dieser Wert – unter Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt mitgeteilten Preisveränderungsrate in der Branche – auf ein Plus von 2 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Oktober, da die Preisentwicklung für Schuhe weiter rückläufig ist. Schwache Basis im Vorjahr Allerdings darf nicht übersehen werden, dass der leichte Umsatzanstieg im diesjährigen Oktober auf einer schwachen Basis erfolgte: Im vorangegangenen Oktober wiesen die Schuhfachgeschäfte mit minus 8 Prozent einen deutlichen Umsatzrückgang auf, der in diesem Jahr kaum aufgeholt werden konnte. In den anderen Branchen des Facheinzelhandels zeigte sich kein einheitliches Bild. Umsatzrückgänge wurden z. B. im Hartwarenhandel und im Glas-, Porzellan- und Keramikeinzelhandel ermittelt. Die Juweliere konnten hingegen ein Umsatzplus verzeichnen. Kein Einfluss auf Jahresstaffel Der leichte Umsatzanstieg im Oktober ist ohne größeren Einfluss auf die Jahresstaffel im Schuheinzelhandel geblieben. Diese beträgt im Zeitraum von Januar bis Oktober weiterhin nominal minus 2 Prozent. Die preisbereinigte Umsatzentwicklung liegt mit minus 1 Prozent etwas über diesem Wert, da die Preisentwicklung negativ ist. Zum Vergleich: Im Oktober des letzten Jahres wurde per Oktober ein nominales Minus von 4 Prozent ausgewiesen. Der Oktober ließ im Schuheinzelhandel regional spürbare Unterschiede erkennen. So gelang den Betrieben in Nordrhein-Westfalen ein Umsatzzuwachs von durchschnittlich 4 Prozent gegenüber dem Oktober des Vorjahres, gefolgt von Baden- Württemberg mit plus 3 Prozent und Schleswig-Holstein mit plus 2 Prozent. Den Branchendurchschnitt von plus 1 Prozent erreichten die Betriebe in Niedersachsen. Negative Werte wurden für Bayern und Hessen/Rheinland-Pfalz mit minus 1 Prozent und minus 2 Prozent errechnet, während die Schuhfachgeschäfte in den neuen Bundesländern mit minus 6 Prozent das Schlusslicht bildeten. In der Jahresstaffel weisen aber alle Bundesländer ein Minus auf. Hier schneiden die Betriebe in Bayern mit minus 1 Prozent am günstigsten ab, Schleswig- Holstein und die neuen Länder liegen mit minus 4 Prozent und minus 5 Prozent am Ende der Skala. Negativer Trend für kleine Geschäfte Unterschieden nach Betriebsgrößen weichen die einzelnen Werte erheblich voneinander ab. Besonders die Größenklasse 11 bis 20 Beschäftigte konnte mit plus 8 Prozent deutlich zulegen, gefolgt von den Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten sowie 6 bis 10 Mitarbeitern. Negativ fiel das Ergebnis allerdings bei den kleineren Schuhfachgeschäften im Oktober aus, die auch bei der aufgelaufenen Umsatzentwicklung hinter den anderen Betriebsgrößen zurück bleiben. 02.12.05 op

Verwandte Themen
GfK Konsumklima Studie deutsche Verbaucher
Konsumklima bleibt freundlich weiter
bevh Umsätze Steigerung Onlinehandel
Onlinehandel steigert erneut Umsatz weiter
Firmenchef Heinrich Deichmann (M.) legte gestern gemeinsam mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (r.) sowie der Auszubildenden Ibanez Kozian (l.) den Grundstein für das neue Bürogebäude.
Deichmann expandiert in Beton weiter
Für 38 Prozent der Händler stellt ein Umtauschzeitraum von zwei Wochen kein Problem dar. Bild: Antonio_Diaz/iStock/Thinkstock
Serviceleistungen stärker betonen weiter
ZUSA Generalversammlung
ZUSA setzt auf Digitalisierung weiter
V.l.: Der Smart Brabus Edition Aspahltgold, Smart Marketing-Leiterin Kirsten Ehrlich und Asphaltgold-Chef Daniel Benz. Bild: Daimler.
Asphaltgold gibt mit Smart Gas weiter