Schuhmarkt

Shoe & Shirt Production insolvent

Das Schwesterunternehmen von Richter, Jela und Siesta bekam aufgrund betrügerischer Machenschaften Probleme. 02.06.06 Peter Skop

Die österreichische Shoe & Shirt Production GmbH, Hofkirchen, musste Insolvenz anmelden. Die Shoe & Shirt Production ist eine Tochtergesellschaft der Shoe & Shirt Holding in Wien und Schwesterunternehmen der Markeneinheiten Richter, Jela und Siesta. Wie Alf Netek SchuhMarkt erklärte, sind weder die Kindermarken Richter, Jela, Siesta, die Gruppe als solche, noch die Werke in der Slowakei und Ungarn von der Pleite betroffen. „Die Insolvenzanmeldung hat für unsere Kunden keine Auswirkungen.“

Produktion und Auslieferung der Waren seien gesichert, so Netek. Grund für die Insolvenz ist ein Forderungsausfall von knapp 5 Mio. Euro. Verursacht wurde er durch betrügerische Machenschaften bei dem von Shoe & Shirt übernommenen französischen Kinderschuhhersteller GBB. Die Betrügereien hätten bereits vor dem Kauf von GBB durch Shoe & Shirt stattgefunden, der verantwortliche Manager sei rechtskräftig verurteilt, erläutert Netek. „Um Kunden und Lieferanten zu schützen, sind wir in die Produktion von GBB eingetreten. Die Produkte wurden aber nicht bezahlt“, so Netek. „Ziel der Insolvenzanmeldung ist nicht die Zerschlagung, sondern die entschuldete Weiterführung der Shoe & Shirt Production“, so Netek.

Im österreichischen Insolvenzrecht existiert das Instrument des gerichtlichen Zwangsausgleichs, der eine Sanierung des Unternehmens und eine Weiterführung vorsieht. Ein Sanierungskonzept wird erarbeitet. Wahrscheinlich wird der Logistikbereich an einen externen Partner ausgelagert. Wieviele der 72 Arbeitsplätze dann wegfallen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Shoe & Shirt Production handelt gegenüber Richter, Jela und Siesta wie ein Lieferant. 02.06.06 Peter Skop

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