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Neuer HDE-Präsident im Amt

Der frisch gewählte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser wird einen gestärkten Verband führen. Brennende Handelsthemen stehen im Fokus. 01.11.06 Swantje Balg/Stephan Kraatz

Josef Sanktjohanser ist auf der Delegiertenversammlung des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels zum neuen Präsidenten gewählt worden. Am 30. Oktober stimmten die Delegierten einstimmig für Sanktjohanser, der Hermann Franzen ablöst. Franzen hatte den Verband 16 Jahre lang geführt und sich nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt.

Auf Vorschlag von Sanktjohanser ernannte die Delegiertenversammlung Franzen (66) zum Ehrenpräsidenten.Seit dem vergangenen Jahr war Sanktjohanser bereits HDE-Vizepräsident gewesen und gehört seit zwei Jahren dem Vorstand der REWE Gruppe, Köln, an. In dem Handels- und Touristikkonzern ist er für das Geschäftsfeld Fachmärkte mit Baumärkten und Unterhaltungselektronik sowie Großkunden/Kooperationen und das Gebiet Public Affairs verantwortlich.

Neben der Wahl des 56-Jährigen zum HDE-Präsident stimmte das Parlament des Einzelhandels auch über die weiteren Mitglieder des Vorstands ab. Er setzt sich aus dem Präsidenten und neun Vizepräsidenten zusammensetzt. Neu im Vorstand sind der 56- jährige Alfons Frenk, Vorstandsvorsitzender der Edeka Aktiengesellschaft in Hamburg und Zygmunt Miersdorf, 54, Mitglied des Vorstands der Metro AG in Düsseldorf. Der Handelsverband BAG, der zeitgleich zur Wahl als korporatives Mitglied dem HDE beigetreten ist, wird künftig mit seinem Präsidenten Professor Helmut Merkel, sowie Jürgen Schulte- Laggenbeck, Finanzvorstand der Otto Group, Hamburg, im HDE-Vorstand vertreten sein.

Sanktjohanser wird sich den Themen widmen, die den Einzelhändlern besonders auf den Nägeln brennen. Im Fokus sieht er die Umstrukturierung der Berufsgenossenschaften, die für den Einzelhandel Kostensteigerungen von bis zu 40 Prozent bedeuten würden, so Sanktjohanser in einem Interview der TextilWirtschaft. Die Zersplitterung durch die nicht bundeseinheitliche Regelung ist ihm ein Dorn im Auge. Er strebt eine wettbewerbsneutralere Lösung an und will die Gesetzgeber in die Pflicht nehmen. Um die Mehrwertsteuererhöhung abzufedern, sieht er dringenden Bedarf, die Lohnnebenkosten und die Einkommenssteuer erneut auf den Prüfstand zu heben. Erklärtes Ziel von Sanktjohanser ist der Erhalt der alten Margen für die Einzelhändler. 01.11.06 Swantje Balg/Stephan Kraatz

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