Schuhmarkt

Das Wetter macht die Kassen trüb - Der Markt in den Regionen 13.05. – 26.05.06

Kaum hatte sich die Branche Anfang Mai auf sonnige Umsätze eingestellt, da verhagelten ihr die Temperaturen zur Mitte des Monats weitläufig das Geschäft. 12/06

Kaum hatte sich die Branche Anfang Mai auf sonnige Umsätze eingestellt, da verhagelten ihr die Temperaturen zur Mitte des Monats weitläufig das Geschäft.

Nach einem ersten Ansturm auf Sandaletten und Sandalen hielten die Käuferinnen im kühlen Wetter vermehrt nach geschlossenen Schuhen Ausschau. Ein Frühjahrstrend kristallisierte sich dennoch heraus: Keilabsätze. Für Herren blieben weiterhin Sneaker das begehrteste Schuhobjekt. Mädchen und Jungen wurden mit Sandalen ausgestattet.

Niedersachsen

Das sehr gute Saisongeschäft hielt leider nur bis zur Monatsmitte an. Durch die einsetzende Kältewelle brach das Geschäft regelrecht ein. Das außerordentlich hohe Plus schmolz regelrecht zusammen. Der Monat brachte aber trotz dieser unerfreulichen Entwicklung ein ordentliches Plus.

In den Damenabteilungen wurden weiterhin Pantoletten, Sandaletten und Sabots verlangt, allerdings nicht mehr mit der Vehemenz der ersten beiden Maiwochen. Leichte Sportschuhe und Slipper konnten nun etwas aufholen. Auch hier waren fast ausschließlich helle Töne gefragt. Weiß dominierte jedoch ganz klar die gesamte Verkaufspalette der weiblichen Kundschaft.

Das Herrengeschäft litt wohl am meisten unter dem schlechten Wetter. Zwar wurden weiterhin Pantoletten, Sandaletten und mit Abstrichen Mokassinslipper verkauft. Die Zahlen konnten aber keinesfalls befriedigen. Der Betrieb bei Kindern hielt sich recht konstant. Mit Sandaletten, Bioclogs und leichten Slippern wurden bei den Mädchen noch recht ordentliche Zahlen erreicht. Für Jungen waren Trekkingsandalen, Turnschuh- und Skatertypen die gefragtesten Artikel. gi

Stuttgart

Etwas unterschiedlich waren die Umsätze der vergangenen Wochen. „Wechselhaft wie das Wetter“, meinte ein Händler in der City.

Die Damen brachten den meisten Umsatz, der an den Wochenenden sehr gut war – besonders in den großen Kreisstädten. Mokassins mit Noppensohlen blieben in den Damenabteilungen weiterhin ein Thema. Naturfarben waren hier besonders beliebt. Die Preise um 100 Euro plus wurden dabei akzeptiert. Auch Ballerinas, besonders in Pastelltönen, hatten gute Chancen. Sling-Pumps in Naturtönen bis Weiß legten erneut zu. Endlich lief das Geschäft mit Sandaletten. Junge Käuferinnen griffen dabei hauptsächlich nach Keilabsätzen in verschiedenen Höhen, auch Bast und Holz spielten beim Kauf eine große Rolle. Elegante Sandaletten hatten gute Chancen, unterschiedliche Applikationen sowie Blümchen-Muster und Glitzer standen an erster Stelle, helle Farben gaben den Ton an. Sabots sowie Zehensandalen liefen hervorragend, letztere in allen erdenklichen Farben.

Die Herren hielten sich weiterhin an sportive Modelle mit leichten Gummisohlen, meist in Naturfarben. Nach wie vor standen Sneakertypen, vielfach in Materialmix und Kombinationen, im Mittelpunkt. Leichte Mokassins, beliebt in Brauntönen und mit leichten Ledersohlen, kamen recht gut an. Im Citybereich konnten elegante Schnürer weiterhin Erfolge verbuchen. Bevorzugt hierbei: Blattschnittausführung. Schwarz legte erneut zu. Bei Sandalen waren die Angebote sehr umfangreich, doch noch fehlte den Herren die Notwendigkeit für einen Kauf. Im Lauflernbereich ging es farbig zu. Modelle mit Klettverschluss lagen goldrichtig. Die größeren Mädchen wollten Rosé, wobei die Modelle nicht immer ausschlaggebend waren. Ballerinas spielten bereits eine große Rolle. Die Jungs blieben bei Sneakern in kräftigen Farben. tz

Sachsen/Thüringen

Zweigeteilt zeigt sich der Berichtszeitraum der letzten 14 Tage, was den Geschäftsverlauf betrifft. „Mit den Temperaturen gingen auch die Umsätze zurück“, so die Händler. Besonders die letzte Woche sorgte witterungsbedingt für deutlich rückläufige Paarzahlen. Zwar werden die Umsätze des Monats Mai auf dem Niveau des Vorjahres liegen, doch die erhofften Zugewinne bleiben vielerorts nach anfänglich gutem Start aus. Auch wenn offene Modelle weiterhin dominierten, änderte sich die Nachfrage entsprechend dem Wetter hin zu mehr Übergangsware.

So konnten in den Damenabteilungen leichte Slipper und Ballerinas Anteile hinzugewinnen. Auch Slings und Flamencos in unterschiedlichen Absatzhöhen gingen recht gut. Neben der Farbe Weiß waren in beiden Bereichen Pastelltöne wie Zartrosa oder Hellgrün gefragt. Bei der modischen Sommerware standen die Einflüsse der 70er Jahre im Mittelpunkt. Junge Clogs mit Holzböden oder deren Imitate wurden bevorzugt in Braun und Beige gekauft. Farben spielten auch bei anderen Pantoletten und Sandaletten ein wichtige Rolle. Besonders gefragt: kräftiges Rot.

In den Herrenabteilungen waren die Frequenz- und Umsatzrückgänge noch deutlicher spürbar. Das Geschäft beschränkte sich auf Abverkäufe im jungen modischen Bereich. Sneaker spielen wieder eine größere Rolle, Sabots hielten jedoch weiterhin den größten Anteil. Auffallend bei den Herren war der Mut zu grellen Farben. Besonders Orange erfreute sich neben Kombinationen aus Rot und Weiß einer großen Nachfrage. Zeitloser orientierte Kunden wählten sportive Slipper oder Schnürschuhe mit flexiblen leichten Böden und im durchbrochenen Materialmix. Bei den Kinderschuhen bleibt das Bild unverändert. Ausschließlich sportliche Funktionssandalen wurden für alle Altersstufen gekauft. Verspielte Farbkombinationen standen sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen im Vordergrund. os/pl

Nürnberg

So gut wie der Mai für die Schuhfachhändler begonnen hatte, so erfreulich entwickelte er sich weiter.

Angesagt bei den Damen waren vor allem sommerliche Modelle wie Sandaletten, vom modischen Zehengreifer bis zu Ausführungen mit Tieffußbett. Farblich waren Naturtöne und Weiß, aber auch die Farbkombination Beige/Karamell angesagt. Ruhiger verlief das Geschäft mit Pumps sowie mit sportlichen Modellen in Sneakeroptik.

Die Herren griffen hingegen eher zu geschlossenen Modellen. Leicht und weich mussten sie sein. So gingen am besten sportlich-modische Sneakertypen. Natur- und Brauntöne waren hier sowohl solo als auch in Kombination beliebt. Während die Klassiker nur sporadisch Käufer fanden, legten Sandalen etwas zu. Sowohl elegante Varianten mit Ledersohle und in Schwarz als auch robuste Trekkingausführungen in Natur, Braun und Schwarz fanden ihre Abnehmer. Ruhiger geworden ist das Geschäft mit Kinderschuhen. Ergänzungs- oder Bedarfskäufe waren hier an der Tagesordnung, allerdings durchweg im Sandalensegment. Für die Mädchen mussten diese Rosé und Bleu sowie mit Steinchen versehen sein. Die Jungs dagegen favorisierten technisch-rustikale Modelle im Trekking-Look in Blau, Braun, Beige, Grau und Schwarz. Geschlossene Ware ging so gut wie überhaupt nicht. ng

Bremen

Nur kurz währte die Freude über die florierenden Umsätze in Bremen. Der aktuelle Berichtszeitraum ergibt wieder ein klares Minus. Der Einfluss des Wetters war deutlich zu spüren. Nach verregneten, kühlen Maitagen sah es auch in den Kassen wieder trübe aus.

Die Kauflaune der Bremer Damen wurde völlig ausgebremst. Einige Kundinnen konnten sich gerade mal zum Kauf von sportlichen Halbschuhen oder Trotteurs überwinden. Das war es dann eigentlich auch schon. Nur noch einige Paare Pumps konnten darüber hinaus verkauft werden. Sandalen blieben diesmal in den Regalen. Auf modische Applikationen wie zum Beispiel Strass hatte die weibliche Kundschaft ebenso wenig Lust wie auf effektvolle Farbkombinationen.

Bei den Herren sah es ähnlich verhalten aus. Kein Kunde war zum Schuhkauf durch den Regen zu locken. Für die wenigen Herren, die sich in ein Geschäft wagten, sollten es robuste Halbschuhe sein. Dunkle Töne, vor allem Schwarz, dominierten in der Farbwahl. Wenn es unbedingt sein musste, bekamen die kleinen Bremer neue Halbschuhe mit Klettverschluss. Ansonsten wurde kaum ein Kind in den Schuhgeschäften gesichtet. ib

Rhein-Main

Der Mai wird wohl nur mit einem Pari enden. Der Schlechtwettereinbruch in den letzten Tagen des Monats hat den zuvor positiven Umsätzen entgegengewirkt.

Bei den Damen wurde aufgrund der kühlen Witterung quer durch das gesamte Sortiment gekauft: von klassisch-sportiven Schnürern bis zu Pantoletten und jungen Clogs. Ein Trend wurde dabei von der City bis zum flachen Land offensichtlich: Keilabsätze haben sich durchgesetzt. Bei Sandaletten und Pantoletten wurden zudem gerne Bast- und Holzböden gekauft. Wichtige Umsatzbringer blieben darüber hinaus Mokassins und Ballerinas in den bekannten Farbausführungen.

Die Männer kauften weiterhin am liebsten Sneaker und andere Turnschuhtypen in kräftigen Farbkombinationen. Außerdem beliebt waren sportive Slipper in Naturtönen und Braun mit dünnen und bequemen Gummisohlen. Cityschnürer verkauften sich vorzugsweise in Schwarz. Die Nachfrage nach Sandalen und Clogs blieb bei den Herren hingegen gering. Anders bei den Kindern. Hier stellten sich Sandalen als sichere Umsatzbringer heraus – vorausgesetzt, sie waren auch noch mit einem Klettverschluss versehen. Bei den Knaben beschränkten sich die Farben auf Schwarz, Beige, Marine sowie helle Brauntöne, die Mädchen wählten alle in dieser Saison angebotenen Farbkombinationen. Sneaker und Turnschuhe waren ebenfalls wieder sichere Umsatzbringer.

Berlin

Durchweg positiv fiel das Resümee für den Berichtszeitraum aus. Viel Sonnenschein bewirkte Kaufimpulse. Einige Schauer konnten die Kauflust der Berliner nur unwesentlich beeinflussen. Slipperformen – egal, ob softe Veloursledermokassins, Ballerinas mit Schleifchen oder Collegetrotteurs mit Spangen – behaupteten ihre Dominanz für diese Saison. Ornamentale und glitzernde Schmuckelemente setzten besonders auffällige Akzente. Gut im Geschäft waren auch Sling-Pumps in mittleren Absatzhöhen. Geschlossene Pumps der eleganteren Ausführungen hielten überraschend gut mit, sie mussten in der Regel tief dekolletiert sein.

In puncto Leistenform legten sich die Damen noch nicht fest. Verkürzte, verrundete Modelle besaßen ähnliche Anteile wie die schlanken Linien. Wenig Bemerkenswertes bot die Beliebtheitsskala der Farben. Neben klassischem Schwarz und Weiß kamen vor allem Pastelltöne zum Verkauf. Bunter waren die Optiken bei jungen Sneakern, die weiterhin zu den starken Warengruppen zählten.

Sportive City-Halbschuhe dominierten das Geschehen in den Herrenschuhabteilungen. Dabei zeigte Mann durchaus Mut zu gewagten Farb- und Materialkombinationen. Besonders Mesheinsätze überzeugten die Kundschaft. Auch Modelle mit klein karierten Durchbrüchen interessierten. Mokassins, so genannte Autofahrerschuhe oder ähnlich leichte Slipper gewannen an Bedeutung. Zulegen konnten ebenfalls sportive Sandaletten, gern in Trekkingoptik. Lederschuhe fürs Geschäft oder den eleganten Cityauftritt, fast immer mit verlängerten Leisten und dezentem Karree, zogen etwas an. Neben Schwarz fand auch Cognac Zuspruch. Im Kinderschuhbereich griffen die Eltern bei kleinen Größen zu Sandaletten. Ansonsten gingen auch Halbschuhe recht gut. sk

München

Der Mai hat dem Fachhandel ein schönes Plus beschert. Die Umsätze in der 20. und 21. Woche waren besser als im Vorjahr.

Die Kundinnen kauften Pantoletten, Sandaletten und Dianetten. Sie achteten verstärkt auf Qualität, gute Verarbeitung, Passform und Bequemlichkeit, wie etwa weiche Böden. Stark waren auch Leinenschuhe in Weiß oder Marine. Im jungen, modischen Bereich kamen Keilabsätze sehr gut an – auch als Leinenschuh. Hier waren Brauntöne, Weiß und Beige gefragt. Ebenfalls beliebt: Holzpantoletten sowie verspielte Details wie Perlenverzierungen, Stickereien oder Muscheln. Auch Zehensandalen in den Farben Weiß und Schwarz sowie in Naturtönen gingen bereits gut. Im sportiven Bereich blieben Mokassins sowie Sneakertypen mit Gummisohlen weiterhin umsatzstark. Die Farben hier: Naturtöne und Schwarz. Auch Ballerinas blieben beliebt. Der Bequemschuh-Bereich zog an. Besonders die modischen Varianten mit Strassbesatz oder Pailletten in Weiß, Aqua oder Rosé gingen gut. Gefragt waren auch elegante Pumps – allerdings war hier das Angebot zu gering.

Bei Herrenschuhen blieben sportive Sneakerstypen in allen Farben verkaufsstark. Sportive Schnürer waren in den Farbkombinationen wie Olive/Weiß oder Beige/Weiß gefragt. Mokassins in Schwarz und Naturtönen kamen ebenfalls gut an. Leinenschuhe in Marine und Weiß sowie Bootsschuhe waren ein Thema. Der elegante Bereich zog an: ledersohlige Schnürer im Budapesterstil mit schlanken Leisten wurden gut gekauft. Bei jüngeren Kunden kamen auch die Zehensandalen aus Leder in Brauntönen gut an. Das Kindergeschäft legte ebenfalls zu. Bei größeren Kindern waren Sandalen gefragt. Jungen wollten Braun und Blau, Mädchen Rosé und Rot mit Applikationen und Verzierungen wie Blümchen. Ballerinas blieben ein Thema.

Die Jungen wählten am liebsten Sportschuhe und Sneakers von Markenherstellern. Auch Kommunion- und Konfirmationsschuhe wurden gut nachgefragt: weiße Lacklederballerinas für die Mädchen und schwarze Lederslipper und -schnürer für die Jungen. Zudem fragten Eltern nach geschlossenen Übergangsschuhen mit Gummisohle. Während hier vor allem Schnürer gefragt waren, gingen im Lauflernbereich Klettverschlussvarianten besonders gut. Auch Dreispangensandalen wurden gut verlangt. 12/06

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