Schuhmarkt

Sicher ordern auf der Shoe Time

Der Zuwachs auf 396 präsentierte Kollektionen markiert einen neuen Höchststand. Winterliches wurde zurückhaltend angefasst. 01.04.08 Peter Ludwig

Zum Ende des Hauptordertermins „Shoe Time“ der Mitteldeutschen Schuh Messe sah der Veranstalter seine Erwartungen im wesentlichen erfüllt. Auf der Anbieterseite konnte im Vergleich zur Vorjahresveranstaltung des Frühjahrs mit 396 Kollektionen ein deutlicher Zuwachs und neuer Höchststand verzeichnet werden.

Und mit rund 800 Facheinzelhandelsgeschäften erwies sich die Shoe Time als besucherstabil. Neben dem Kerneinzugsgebiet neue Bundesländer ist sie zunehmend auch für Einkäufer aus Osthessen, Niedersachsen und Nordbayern interessant.

Die Händler platzierten teils noch beachtliche Teile ihrer Vororder für Herbst/Winter, auch und gerade im Vertrauen auf sichere Kollektionsaussagen als Ergebnis der GDS. Erwartungsgemäß wurde typische echte Winterware „spürbar reserviert“ eingekauft. Die Orders fielen bei Warmgefüttertem und Tex-Ausstattungen gerade im Stiefelbereich nach dem nun zweimal hintereinander quasi ausgefallenen Winter eher klein aus. Satt dessen gingen im Damenschuhbereich leicht gefütterte modische Langschäfter und Stiefeletten. Bei letzteren war der beachtliche Anteil knöchelhoher Booties auffällig.

Hochfrontschnitte setzten beim Einkauf von Damenhalbschuhen genauso Akzente wie in punkto Farben dunkles Violett und Nuancen von Beerenfarben, aber ohne schon in jeder Order aufzutauchen. Was modische Trends anbelangt, wurde bei Herrenschuhen generell „noch reichlich konservativ“ eingekauft; bei Winterware anstatt Stiefel vielfach Halbschuhmodelle mit Tex-Ausstattung, so die Beobachtung von Ausstellern, die manche Orderzurückhaltung auch auf die Kapitalschwäche des ostdeutschen Fachhandels zurückführten. Und freilich schlugen sich die in schlechten März-Umsatzergebnissen widerspiegelnden schwachen Abverkäufe der Frühjahrsware auch in der Orderlaune nieder. Insofern konnte gerade Sofortware auch von dem relativ späten Termin der Shoe Time noch kaum profitieren.

Als Bonus erwies sich dagegen auch diesmal, zu den beim ostdeutschen Schuhhandel gut eingeführten Marken bzw. den in Leipzig bereits etablierten Messeausstellern zu gehören. Unterm Strich: Durchaus positive Grundstimmung, wenn auch sich manche Erwartung von Ausstellern nicht oder nur teilweise erfüllte. 01.04.08 Peter Ludwig

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