Schuhmarkt

Solidus eröffnet Comfortschuh-Geschäft

Der Tuttlinger Bequemschuhhersteller will das Potenzial des Rhein-Main-Gebietes besser nutzen. Der Vertrieb wird gestärkt, und die Herbstkollektion kommt mit neuen Leisten. 01.03.07 Peter Skop

Den ersten Monomarken-Store hat der Tuttlinger Komfortschuhanbieter Solidus in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden realisiert. Das Fachgeschäft verfügt über rund 65 qm Verkaufsfläche und liegt in bester Lage in der Burgstraße. In unmittelbarer Nähe befinden sich Staatstheater, Kasino und die Luxuseinkaufsmeile Wilhelmstraße.

„Wo eine gut funktionierende Partnerschaft besteht, wird es keine eigenen Solidus-Shops geben“, erklärt Eugen Pfistner, für den Vertrieb verantwortlicher Prokurist bei Solidus, anlässlich der Eröffnung. „Wir schauen hier erst einmal, ob das überhaupt geht.“

Wiesbaden eigne sich als Standort für diesen Versuch, weil das Potenzial hier für die Marke nicht ausgeschöpft werde. „Ich kenne Wiesbaden“, bekräftigt der Vertriebsfachmann. Verbraucher fragten sogar, ob es die Marke noch gebe. „Das kann eine Marke nicht zulassen“, so Pfistner. Der örtliche Fachhandel habe kein Interesse gezeigt. Einen selbst geführten Laden kann er sich zunächst vor allem in ausländischen Städten wie Prag oder Budapest vorstellen. So kehrt Solidus ein Stück weit zu den Ursprüngen zurück, denn bis Mitte der 50er-Jahre hatte das Unternehmen eigene Schuhgeschäfte.

Aber auch Partnerschaften mit Einzelhändlern sind denkbar beziehungsweise werden schon konkret – auch für Shop-in-Shop- und Flächenkonzepte. So wurde nur wenige Tage nach der Neueröffnung in Wiesbaden am 1. März in Zusammenarbeit mit der Firma Schoof in Gelsenkirchen ein Duo-Shop (mit Mephisto) eröffnet. Eine Shop-in-Shop-Lösung wird in Reutlingen mit der Firma Steinhiller realisiert. Der in warmen Erdfarben gehaltene und dennoch hell und freundlich wirkende Laden wurde von der Firma Stinova, Achern, entworfen. Holz und satiniertes Glas unterstreichen den Eindruck edler Natürlichkeit. Das Konzept sieht eine Rundumversorgung des Fußes vor. Im rückwärtigen Bereich sind Räume belegt, in denen der Orthopädieschuhmachermeister Peter Blumenberg Kunden beraten und kleinere Reparaturen oder Anpassungen vornehmen kann.

Blumenberg, der einen eigenen Betrieb in Hofheim hat, wird zwei- bis dreimal in der Woche anwesend sein. Ein Fußscanner ist in den Verkaufsraum integriert. Ein weiterer Raum ist für die medizinische Fußpflege reserviert, in der die Fußpflegerin Carmen Ceclal tätig ist. Das dreiköpfige Verkaufsteam steht unter der Leitung der Schuhfachverkäuferin Erika Bildesheim. Neben der Entwicklung der Shop- und Partnerkonzepte stärkt Solidus die Aktivitäten im eigenen Vertrieb sowohl im Außen- wie im Innendienstbereich.

Neue Leisten

Für Herbst/Winter 07/08 geht Solidus verstärkt auf die modischen Anforderungen ein. Bei den Damen gibt es in den Weiten G und H die Form Helena in einer 26-mm-Sprengung und neuer Trotteur-Absatz-Optik. In den Weiten K und M wurde diese Trotteur-Ausführung mit dem neuen Leisten Mira umgesetzt. Die Absatzhöhe beträgt hier 34 mm. Mira kommt zudem mit einer verfeinerten Sportsohle aus Rubflex-Material auf den Markt. Der frische Leisten Holly wird in den Weiten H und K, einer 24-mm-Sprengung und TPS-Sohle angeboten. Der Sportschuhleisten Softwalk erhält als Variante drei Modelle, die mit Sympatex ausgestattet sind.

Bei den Herren löst die trendigere Form Henk die klassische Form Bob ab. Henk wird als Business-Schuh mit eleganter PU-Citysohle und als modische Sportform mit TPS-Sohle angeboten. Beide Schuhtypen gibt es in den Weiten G, H und K und mit 20-mm-Sprengung. Beim Leisten Natura Man kam neben der PU-Sohle nun auch die rutschfeste Rubflex-Sohle zum Einsatz. 01.03.07 Peter Skop

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