Schuhmarkt

Anci appelliert an Mandelson

Der italienische Schuhherstellerverband Anci macht Druck, damit die seit langem geforderten Anti-Dumping-Maßnahmen gegenüber China endlich verabschiedet werden. 01.02.06 Thesy Kness-Bastaroli

Der italienische Schuhherstellerverband Anci macht Druck, damit die seit langem geforderten Anti-Dumping-Maßnahmen gegenüber China endlich verabschiedet werden. In einem von der Londoner Financial Times veröffentlichten, offiziellen Appell an EU-Kommissar Peter Mandelson begründet Anci die Forderungen: Im Zeitraum 2002/03 seien die EU-Einfuhren von Lederschuhen aus China und Vietnam um 19 Prozent, 2004 um 39 Prozent und in den ersten zehn Monaten 2005 um 300 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sei der durchschnittliche Einfuhrpreis im Vorjahr um 25 Prozent gesunken. Zum Teil handele es sich um Preise, die unter den Rohstoffkosten lägen. Die EU-Schuhindustrie habe im Jahr 2005 über 75000 Arbeitsstellen verloren. Tausende von Schuhfabriken müssten in Italien und in Europa derzeit ihre Pforten schließen.Sämtliche Lederschuhe, auch die Sportschuhe „STAF Special Technology Athletic Footwear“ müssten von den Maßnahmen betroffen sein. Die wettbewerbsgewohnten italienischen und europäischen Schuhhersteller kämen gegen das Dumping nicht an. „Wir sind zur Überzeugung gelangt“, so ANCI-Präsident Rossano Soldini zum Schuhmarkt, „dass die ständige Verzögerung der Anti-Dumpingmaßnahmen und der obligatorischen Einführung der Ursprungsbezeichnung ein klares Signal sind: die EU-Kommission in Brüssel schützt die Interessen der Importeure und Händler.“ 01.02.06 Thesy Kness-Bastaroli

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