Schuhmarkt

Think! A little bit

Gesunde Schuhe. Bewusst. Schön. Mit dieser Zielsetzung gründete Martin Koller vor 15 Jahren die Komfortschuh-Marke Think und war mit dieser frischen Denke schon deutlich weiter, als es damals in der Branche der Fall war. Ilona Sauerbier 15/07

Gesunde Schuhe. Bewusst. Schön. Mit dieser Zielsetzung gründete Martin Koller vor 15 Jahren die Komfortschuh-Marke Think und war mit dieser frischen Denke schon deutlich weiter, als es damals in der Branche der Fall war.

Die Welt von Think ist immer ein bisschen anders. Ein bisschen bunter. Ein bisschen kreativer. Darin liegt auch der Grund, warum sich die junge Marke so schnell im Handel platzieren konnte und allseits gut besprochen wird. „Wir verzeichnen für die beginnende Wintersaison bereits jetzt eine Steigerung von gut 20 Prozent“, sagt der für den Vertrieb in Österreich zuständige Robert Steinmacher.

Ein Zeichen dafür, dass Schuh-, Komfort- und Orthopädiehandel nach frischen Ideen für eine immer jünger und anspruchsvoller werdende Kundschaft suchen. Thinks Marktdurchdringung macht sich zwischenzeitlich auch auf Flächen bemerkbar. „Im monatlichen Rhythmus eröffnen wir derzeit Shopflächen“, sagt Steinmacher. In Deutschland gibt es bereits 15 davon. Bis Jahresende soll ein Monomarkenstore stehen, nächstes Jahr kommt ein weiterer dazu. Die Erfolgsgeschichte von Think basiert aber auf vielen Einzelkomponenten, die sich zu einer ganzheitlichen Aussage und Geisteshaltung bündeln. Und die sollte kompromisslos und schön sein. „Hässlich ist nur das, was weh tut. Den Augen und den Füßen“, heißt es auf der Homepage.

Gerbstoffe aus gemahlener Rinde

Damit nie und nimmer etwas drückt oder wehtut, werden Leder, Dekors und vor allem Sohlen und Leisten liebevoll entwickelt und auf kompromisslose Schnitte gebracht.Think!- Schuhe verfügen über ein auswechselbares Fußbett, sie sorgen für eine gesunde Druckverteilung und unterstützen Knochen, Sehnen und Muskeln. „Wir suchen nicht nach den billigsten Anbietern“, sagt Think-Geschäftsführer Gerhard Aigner, „sondern arbeiten partnerschaftlich mit wenigen Lieferanten zusammen, die sich auf auf unsere Spezialität – pflanzlich gegerbtes Leder – verstehen.“ Und vor allem seien das Lieferanten, „die nur für uns arbeiten.“

„Ausgesuchte, natürliche Materialien und Nachhaltigkeit sind ein wichtiges Argument, das Händler und Kunden zunehmend beeindruckt und in ihrer Kaufentscheidung bestärkt“, ergänzt Steinmacher. Der Trend zu ökologischer Verantwortung wird seiner Meinung nach für viele Unternehmen ein wichtiger Aspekt. Think ist in dieser Hinsicht ganz weit vorn. Neben vegetabil gegerbten Ledern sind es Dekors, Zubehör und vor allem Sohlen und Leisten, die dem Schuh die unverwechselbare Optik geben. Aigner ist stolz darauf, dass man „alle Zubehörteile exklusiv für Think produzieren“ lässt. Allein schon bedingt durch „den speziell entwickelten, anatomischen Leisten könne und wolle man nicht mit den üblichen Sohlenanbietern, die den Markt versorgen, arbeiten.“

Think in Kürze

Think versteht sich als „Schuh-Macher“ im wörtlichen Sinne. Um perfekte und kompromisslose Modelle zu entwickeln, verbringt das Entwicklungsteam viele Tage in der Alchemistenküche der Leistenfirma. Damit nichts drückt und kneift, sind die 45 Mitarbeiter der Marko Schuhfabrik die verlässlichsten Testpersonen. „Unsere Leute tragen ständig neue Schuhmodelle und probieren alles aus“, sagt der Firmenchef.

Think ist die Basismarke der traditionellen Marko Schuhfabrik GmbH in Kopfing. Von hier aus, dem westlichen Winkel Österreichs, gehen die Schuhe in alle Welt. Neben den Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die USA ein wichtiger Absatzmarkt. Deutschland belegt einen Exportanteil von 40 Prozent. Die Marko Schuhfabrik gehört zur Grazer Legero-Gruppe, bei der wiederum Ara mit 49 Prozent beteiligt ist. Think wurde vor 15 Jahren von Martin Koller aus der Taufe gehoben und bildet seitdem das Kernstück des Unternehmens mit bequemen Damen- und Herrenschuhen in Verkaufspreislagen zwischen 120 und 170 Euro. Damenschuhe haben einen Umsatzanteil von 85 Prozent. In der Marko Schuhfabrik, mit Martin Koller und Gerhard Aigner als Geschäftsführer, sind 45 Mitarbeiter beschäftigt.Think-Schuhe werden in europäischer Produktion gefertigt. Ilona Sauerbier 15/07

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