Schuhmarkt

Allrounder jetzt mit eigenem Mono-Store

In 32 Ländern ist Allrounder by Mephisto nach nur zwei Jahren vertreten. Die Erfolgsstory wurde nun mit dem ersten Allrounder-Store in Dortmund fortgesetzt. 26/06 Wolf Dismer

Mephisto-Geschäftsführer Prof. Dr. Rolf Konrad ließ es sich nicht nehmen, den ersten „Allrounder Concept Store“ in der Bundesrepublik der Öffentlichkeit selbst vorzustellen. Auffallend am 25 Quadratmeter großen Shop in Dortmund ist der Bodenbelag „Antico“: Optisch wirkt er wie ein echter Kiesweg, was zur Kollektion passt. Denn die Modelle haben freiheitsliebende Individualisten für ihre Outdooraktivitäten im Gebirge wie auch den lässigen Stadtbummel im Visier.

Design, Laufkomfort und Materialqualität als perfekte Symbiose zwischen Stil und Funktionalität. Betreiber des Stores ist Schuhkaufmann Heribert Brune, seit sieben Jahren Mephisto in Partnerschaft eng verbunden. Er führt bisher drei Mephisto Concept Stores in Basel, Schweiz, und im Ruhrgebiet in Dortmund und Essen.

Wobei er in der Dortmunder Innenstadt auf der Einkaufsmeile Westenhellweg gegenüber dem Seiteneingang der Galeria Kaufhof gleich für dreifachen „Schuhalarm“ verantwortlich zeichnet: Mit seinen drei Shops für die Marken „Allrounder, „Ara“ und „Mephisto“. Dieses Trio mit jeweils separatem Eingang und ohne Durchgang von Shop zu Shop ist der einzige inhabergeführte Schuhanbieter in der Dortmunder Innenstadt.

Eine weitere Besonderheit oder Rarität in dieser Gegend: „Hier werden die Kunden noch in traditioneller Art bedient. Die Verkäuferin holt das gewünschte Modell in benötigter Größe und probiert es dem Kunden auf dem Hocker an“, erklärt Brunes Schwester Marianne Feldhaus, die für das operative Geschäft im Unternehmen zuständig ist. Wie Dr. Konrad anmerkt, gibt es bisher zehn Monomarkenshops der Vertriebslinie weltweit. Hauptmärkte sind die USA, Kanada und Deutschland.

Das Erfolgsmodell Niro, in zwanzig Farben weltweit im Angebot, erreicht inzwischen eine Jahresproduktion von 200 000 Paar. Wobei es natürlich landesspezifische Farbfavoriten gibt. „Für die Schweiz disponiere ich Rot wesentlich stärker als für Deutschland“, sind Brunes Erfahrungen. Laut Dr. Konrad dominiert Weiß dagegen in Frankreich und Italien. Das hochwertige Material, auswechselbare Fußbettung sowie Absorber und sonstige Technologie für die Bodenausführung konnten bisher weltweit 3,5 Millionen Kunden für sich gewinnen. In Dortmund waren es seit der Eröffnung am 4. Oktober bereits deutlich über 300, bei Hauptverkaufspreislagen zwischen 89,90 und 99,90 Euro.

Für Damen reicht die Größenskala von 3 bis 8, Herrenmodelle können in Größen zwischen 6 und 12 bei freier Einteilung disponiert werden. Wobei Damenmodelle einen Anteil zwischen 60 und 70 Prozent erreichen, „Bei Bestsellern ist kurzfristige Nachorder kein Problem“, lauten die Erfahrungen von Marianne Feldhaus. Vom „Schuhvirus“ wurden die Geschwister im elterlichen Schuhgeschäft infiziert. Heribert Brune war zunächst Handelsvertreter für deutsche Markenfabrikate (Hassia und Remonte), ehe er 1999 seinen ersten Mephisto- Standort eröffnete.

Zum Fabrikat besteht eine echte Partnerschaft, hebt er hervor und sieht darin mehr Vorteile als durch Franchising. Für „Monoshops“ spräche auch, dass hier höhere Rabattierungen möglich sind. Dazu trifft zuerst der Schuhhändler die Auswahl für einen Standort. Bei der Inneneinrichtung wird er ebenso wie beim Merchandising vom Lieferanten bis hin zu anteiliger Kostenübernahme unterstützt. Für „Allrounder“ sieht Dr. Konrad gute Chancen für die Etablierung von insgesamt 20 weiteren Shops weltweit innerhalb von fünf Jahren. Für die Marke Mephisto hält er mittelfristig – etwa bis 2010 oder 2012 – insgesamt 100 Monoshops für realistisch. 26/06 Wolf Dismer

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