Schuhmarkt

Besondere Anforderungen an Kindersandalen

„Wichtig für eine Kindersandale sind die richtige Länge und Verstellmöglichkeiten, um eine optimale Passform zu erreichen“, erklärt Matthias Pohl, Chefmodelleur beim Leistenmacher Fagus in Alfeld, der auch Leisten nach dem WMS-System fertigt. 14/06 Swantje Balg/Peter Skop

„Wichtig für eine Kindersandale sind die richtige Länge und Verstellmöglichkeiten, um eine optimale Passform zu erreichen“, erklärt Matthias Pohl, Chefmodelleur beim Leistenmacher Fagus in Alfeld, der auch Leisten nach dem WMS-System fertigt.

Bei geschlossenen Kinderschuhen wird bei der Länge des Leistens die normale Fußlänge plus einer Zugabe von 12 Millimetern, dem sogenannten Schubraum, angesetzt, während die offene Sandale mit einem verkürzten Schubraum auskommt, dafür aber Zuwachsraum bietet. Erwachsenensandalen dagegen benötigen keinen Zuwachsraum.

Da Kinder schneller schwitzen als Erwachsene, sollte die Sandale atmungsaktiv sein, in verschiedenen Weiten angeboten werden und genaue Verstellmöglichkeiten mit einem Klettverschluss bieten, so Pohl. „Bei offener Schaftgestaltung wie Riemenanordnung oder Platzierung von Durchbrüchen ist immer die Frage im Auge zu behalten, ob Schnitt und Material den Biegelinien folgen oder diesen entgegen arbeiten“, erklärt Konrad Weißler vom WMS-lizenzgebenden DSI, Offenbach. Die passende Weite sei gerade bei Sommermodellen besonders wichtig, da sie eine gute Seitenführung bedeute, die wiederum Trittsicherheit garantiere.

Weitere Anforderungen sind eine stabile Verbindung zwischen Sohle und Oberschuh sowie Sohlen, die der natürlichen Abrollbewegung keine „bewegungsfremden“ Widerstände entgegensetzen. Für sensible Kinderfüße sollten Lederriemen keine scharfen Kanten haben und Überkreuzungen nicht zu Druckstellen führen, so Weißler.

Die Herstellung von Leisten für Kinderschuhe im Allgemeinen ist ungleich aufwändiger als die für Erwachsene, da sich die Leisten nicht einfach in entsprechende Größen gradieren lassen. Kinderfüße wachsen zunächst nur in die Länge, was bedeutet, dass sich die Proportionen des Fußes verändern. Deshalb müssen bei steigenden Größen die Anschlüsse immer wieder überarbeitet werden. Das ist der Fall zwischen den Größen 22 und 25, 28 und 30 sowie 33 und 35; ab Größe 36 kann dann gradiert werden. 14/06 Swantje Balg/Peter Skop

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